Schule

Exzellente Perspektiven für angehende Lehrkräfte

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Lehrerin erklärt einem Schüler eine Aufgabe (Bild: Kultusministerium Baden-Württemberg).

Baden-Württemberg muss zum Schuljahr 2019/2020 etwa 5.650 Lehrstellen besetzen. Das Hauptausschreibungsverfahren zur Lehrereinstellung läuft vom 20. bis 25. März. Der Bewerbungsprozess wurde in diesem Jahr deutlich vereinfacht.

Etwa 5.650 Lehrerstellen muss das Land Baden-Württemberg zum Schuljahr 2019/20 besetzen. Das wichtigste Ausschreibungsverfahren dafür, das Hauptausschreibungsverfahren zur Lehrereinstellung, startet heute. Rund 4.000 der insgesamt zu besetzenden Stellen sind dabei Ersatzbedarf, der unter anderem aufgrund von Pensionierungen, Krankheitsfällen oder Elternzeit entsteht. „Das bedeutet, dass angehende Lehrkräfte in Baden-Württemberg exzellente Perspektiven haben. Die Chancen auf eine feste Anstellung sind so gut wie nie zuvor. Hier und da wird es zudem nötig sein, dass sich Bewerber auch flexibel zeigen, um ihre Einstellungschancen zu verbessern“, sagt Kultusministerin Susanne Eisenmann. Im vergangenen Schuljahr entfielen bei 5.700 Stellen circa 4.100 auf den Ersatzbedarf.

Bereits 1.200 Personen zum kommenden Schuljahr eingestellt

„Wir sind natürlich bereits aktiv und seit Dezember auf dem Arbeitsmarkt präsent. Dabei konnten wir über die vorgezogenen Verfahren gerade in Regionen, die bei Lehrkräften erfahrungsgemäß weniger nachgefragt sind, frühzeitig Stellen besetzen“, so die Ministerin. Über die bisherigen Ausschreibungsverfahren im Dezember und im Februar wurden bereits rund 1.200 Personen für den Schuldienst gewonnen. „Das sind 150 Personen mehr als zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr und damit eine gute Botschaft. Denn es zeigt, dass wir unseren jungen Lehrkräften attraktive Angebote machen können und dass die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, wirken“, konstatiert Eisenmann. „Wir werden weiter alles daran setzen, dem Lehrkräftemangel so gut wie möglich zu begegnen und eine Verbesserung gegenüber dem laufenden Schuljahr zu erreichen“, so die Kultusministerin.

Neue Angebote für Gymnasiallehrer auch an Haupt-, Werkreal- und Realschulen

Dafür wird das Kultusministerium wie im vergangenen Schuljahr unter anderem auf Pensionäre, Abordnungen und Versetzungen sowie den Einsatz von Gymnasiallehrern an Grundschulen zurückgreifen. Für den Einsatz an Grundschulen gilt für Gymnasiallehrkräfte zum kommenden Schuljahr erneut, dass sie bei einer Einstellung an der Grundschule die Zusage für die Übernahme in das gymnasiale Lehramt erhalten.

Für Gymnasiallehrkräfte gibt es ab diesem Jahr zudem weitere attraktive alternative Einstellungsmöglichkeiten. Gymnasiallehrkräfte können sich für das kommende Schuljahr erstmals auf Stellen an Haupt- und Werkrealschulen sowie an Realschulen bewerben und dort über eine Zusatzqualifizierung die Lehrbefähigung für das Lehramt Werkreal-, Haupt- und Realschulen erwerben. „Damit haben unsere sehr gut ausgebildeten Gymnasiallehrkräfte noch bessere Chancen auf eine dauerhafte Einstellung in den Schuldienst, selbst wenn sie am Gymnasium nicht zum Zug kommen“, sagt Kultusministerin Eisenmann.

Bewerbungsprozess in diesem Jahr deutlich vereinfacht

„Wir kommen den Interessenten außerdem bei der Bewerbung entgegen. In diesem Jahr gestalten wir das Bewerbungsverfahren einfacher, übersichtlicher und schneller, damit wir möglichst viele Interessenten gewinnen und niemanden durch ein zu kompliziertes Bewerbungsverfahren verlieren“, bekräftigt Eisenmann. Aus diesem Grund hat das Kultusministerium das Verfahren über  weiter optimiert. Zum kommenden Schuljahr ist es zum ersten Mal möglich, eine komplett papierlose Bewerbung abzugeben. „Das ist nicht nur umweltfreundlicher, es beschleunigt den Bewerbungsprozess und ermöglicht Kurzentschlossenen, ‚last-minute- Bewerbungen‘ abzugeben“, erklärt die Ministerin.

Zudem hat das Kultusministerium die Module für Lehrer Online in Baden-Württemberg (LOBW) auf ein responsives Design umgestellt. Das bedeutet, dass sich die Webseite der Displaygröße anpasst, sodass eine Bewerbung nun einfach per Smartphone oder Tablet möglich ist. Ebenfalls neu in dieser Bewerbungsrunde ist eine benutzerfreundlichere Darstellung der ausgeschriebenen Stellen. Interessenten können geeignete Stellen nun über eine Kartenansicht betrachten und haben so einen besseren Überblick. Unter dem folgenden Link sind die Karten zur regionalen Verteilung der Stellenangebote abrufbar: .

Hauptausschreibungsverfahren läuft vom 20. bis 25. März

Das Hauptausschreibungsverfahren läuft vom 20. bis zum 25. März. Um auf die Einstellungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen, wird das Kultusministerium wie im vorangegangenen Jahr auf Mailing- und Postkartenaktionen zurückgreifen. Neben dem Hauptausschreibungsverfahren können sich Interessenten noch über das Listenauswahlverfahren im Juni und das Nachrückverfahren zur Lehrereinstellung ab dem 1. Juli 2019 bewerben.

Die Bewerbungsverfahren für das kommende Schuljahr in der Übersicht:

  • 30.11. - 05.12.2018: Sonderausschreibungsverfahren zur Lehrereinstellung für ausgewählte Lehrämter
  • 04. - 08.02.2019: Ausschreibungsverfahren für den ländlichen Raum
  • 20. - 25.03.2019: Hauptausschreibungsverfahren zur Lehrereinstellung
  • 03. - 07.06.2019: Listenauswahlverfahren zur Lehrereinstellung
  • Ab 01.07.2019: Nachrückverfahren zur Lehrereinstellung
     

Für alle Verfahren ist eine Bewerbung über das Portal Lehrereinstellung in Baden-Württemberg möglich.

Weitere Meldungen

Eine Schülerin meldet sich in einer Schule in Stuttgart während des Unterrichts.
Schule

Zahlen zum Potenzialtest und zur Unterrichtsversorgung

Eine Person in medizinischer Kleidung hält eine Digitalkamera speziell für den klinischen Einsatz. (Bild: Maja Hitij/dpa)
Technologie

Land fördert Miniatur-Batterien für Medizintechnik

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht Prof. Dr. Hubert Klausmann (rechts) die Staufermedaille in Gold.
Auszeichnung

Staufermedaille in Gold an Prof. Dr. Hubert Klausmann

Eine Lehrerin in der Grundschule mit Schülerinnen und Schülern.
Schule

102 weitere Ganztagsschulen

Studenten sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

Drei Exzellenzuniversitäten in Baden-Württemberg

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.
Innovation

Baden-Württemberg bleibt Patent-Spitzenreiter

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land fördert zukunftsweisende Chip-Technologien

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
Wirtschaft

Strategieprozess stärkt Zukunft der Dienstleistungswirtschaft

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Besucher der Gamescom erleben mit VR-Brillen die virtuelle Realität.
Digitalisierung

Land fördert immersive Technologien mit 2,4 Millionen Euro

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Studium

Land finanziert KI-Plattform für sehbeeinträchtigte Studierende

Schriftzug „MEDI:CUS“ auf einer Bühne
Gesundheit

Gesundheitscloud MEDI:CUS wird verstetigt