Strasse

Ersatzneubau der Enzbrücke der B27 in Besigheim beginnt

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).

Der Ersatzneubau der Enzbrücke der B27 in Besigheim beginnt. Die rund 70 Jahre alte Enzbrücke ist in einem nicht ausreichenden Zustand und weist erhebliche Defizite bei der Tragfähigkeit auf. Das neue Bauwerk soll im Herbst 2022 fertiggestellt sein, die Kosten liegen bei rund 7,9 Millionen Euro.

Mit einem feierlichen Akt hat der Baubeginn für den Ersatzneubau der Unteren Enzbrücke im Zuge der B 27 in Besigheim (Landkreis Ludwigsburg) begonnen. Das Ereignis wurde mit Steffen Bilger, parlamentarischem Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Winfried Hermann MdL, Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg, und dem Stuttgarter Regierungspräsidenten Wolfgang Reimer gefeiert. Die neue Brücke wird parallel zum bestehenden Bauwerk gebaut. Anschließend wird die bestehende Brücke abgebrochen. Das neue Bauwerk soll im Herbst 2022 fertig gestellt sein. Die Kosten, die der Bund als Baulastträger übernimmt, liegen bei rund 7,9 Millionen Euro.

Staatssekretär Steffen Bilger erklärte: „Der Sanierungsbedarf bei Brücken ist offenkundig und zurzeit aufgrund von Streckensperrungen wichtiger Verkehrswege in aller Munde. Es ist eine der Prioritäten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, in den Erhalt der zahlreichen Brückenbauwerke auf Bundesfernstraßen zu investieren. Rekordsummen von rund 1,5 Milliarden Euro stehen alleine dafür zurzeit pro Jahr zur Verfügung. Die bestehende Enzbrücke stammt aus dem Jahr 1946 und ist damit eine der ältesten Brücken im Netz der Bundesfernstraßen. 96 Prozent aller Brücken sind jünger. Es ist an der Zeit, diese Brücke nun neu zu bauen.“

Große Anstrengungen bei Brückensanierungen in den kommenden Jahren

Der Landesverkehrsminister Winfried Hermann betonte, dass die rund 7,9 Millionen Euro Baukosten für einen Brückenneubau gut angelegt sind: „Die rund 70 Jahre alte Enzbrücke ist in einem nicht ausreichenden Zustand und weist erhebliche Defizite bei der Tragfähigkeit auf – wie rund weitere 80 Bundes- und Landesstraßenbrücken in Baden-Württemberg. Zur Sanierung dieser Bauwerke bedarf es in den kommenden Jahren große Anstrengungen!“

Der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer betonte die Notwendigkeit des Brückenneubaus: „Bauwerke wie die Enzbrücke in Besigheim sind von großer Bedeutung für ein funktionierendes Bundesstraßennetz. Die bestehende Brücke weist deutliche Schäden sowohl am Stahlüberbau als auch an den Kappen und dem Geländer auf. Unser Ziel ist größtmögliche Verkehrssicherheit. Daher freue ich mich, dass wir heute den Startschuss für den Neubau der Brücke parallel zur bestehenden Brücke, die dann abgerissen wird, geben können.“

Fertigstellung im Herbst 2022

Die Enzbrücke wurde im Jahr 1946 als Mehrfeldbrücke mit zwei Pfeilerreihen und einer Gesamtlänge von rund 60 Metern gebaut. Der Brückenüberbau wurde damals auf vorhandenen Gründungen und Unterbauten einer früheren Brücke erstellt. Im Jahr 1984 erfolgten Umbauten, sodass ein rund 2,50 Meter breiter Geh- und Radweg über die Brücke geführt werden konnte.

Aufgrund des schlechten Zustands der Brücke wurde beschlossen, sie durch einen Neubau in Parallellage zu ersetzen. Dieser Ersatzneubau der Enzbrücke erfolgt östlich der bestehenden Brücke als Mehrfeldbrücke mit zwei Pfeilerreihen und einem gekrümmten Straßenverlauf. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Herbst 2022 vorgesehen.

Bestehende Verkehrsführung kann weitestegehend aufrechterhalten werden

Nach den notwendigen Vorarbeiten, die im Juni 2021 begonnen wurden, startet nun die Hauptbaumaßnahme für den Neubau der Enzbrücke. Um die Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten, werden die Arbeiten in mehreren Bauphasen durchgeführt. Da der Ersatzneubau neben der bestehenden Brücke entsteht, kann die bestehende Verkehrsführung weitestgehend aufrechterhalten werden. Für einzelne Bauphasen sind jedoch halbseitige Sperrungen oder Vollsperrungen erforderlich. Für die entsprechenden Umleitungen wurde ein Verkehrskonzept erstellt. Das Regierungspräsidium Stuttgart wird über die einzelnen Sperrungen jeweils rechtzeitig informieren.

Der Geh- und Radweg entlang der B 27 wird unter anderem als Schulweg genutzt und muss daher während der gesamten Bauzeit nutzbar bleiben. Um dies zu gewährleisten, sind verschiedene Verkehrsführungen vorgesehen – je nach Bauphase. Auch bei den Vollsperrungen der B 27 wird der Geh- und Radweg weiter nutzbar sein.

Der Enzweg muss während der gesamten Bauzeit gesperrt werden. Der Radverkehr wird mit Hilfe der vorhandenen Radverkehrsbeschilderung über die Innenstadt von Besigheim geleitet. Eine Ausnahme besteht für den Anliegerverkehr, insbesondere im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung der Weinberge.

Regierungspräsidium Stuttgart: B27, Ersatzneubau der Enzbrücke in Besigheim

VerkehrsInfo BW: Baustellen

VerkehrsInfo BW: VerkehrsInfo App

Straßenverkehrszentrale Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Ein Gaszähler an einer Gastherme.
Energie

Walker kritisiert Ausschreibungsergebnisse für Back-Up-Kraftwerke

Studierende sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

„Zukunftsprogramm Hochschule 2030“ stärkt Innovation

Zug im Landesdesign
Schienenverkehr

Akku-Züge für Tauber- und Madonnenlandbahn: Planung startet

Ministerin Razavi bei der Eröffnung der B10 zwischen Geislingen und Amstetten
Verkehr

B 10 zwischen Geislingen und Amstetten nach Sanierung wieder frei

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
Mobilität

Carsharing-Förderung diesmal auch für Hybridfahrzeuge

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Mehr Steuereinnahmen, aber kein zusätzlicher Spielraum

Das Bild zeigt den neuen Dienststellenleiter der LVT BW Peter Siller frontal im Porträt.
Landesvertretung

Peter Siller neuer Dienststellenleiter der Landesvertretung beim Bund

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast.
Energieversorgung

Task Force soll Ausbau des Stromnetzes beschleunigen

Delegationsreise China
Außenwirtschaft

Dörflinger auf Delegationsreise in China

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Bundesrat

Bundesrat ändert Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Eine neue Asphaltdecke wird auf einer Straße aufgebracht. (Bild: Patrick Seeger / dpa)
Straßenverkehr

Fahrbahnsanierung auf B 462 abgeschlossen

Vertragsunterzeichnung "Programm Flächendeckung" beim BMDS
Digitalisierung

Digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen

Schematische Darstellung von CCS-Prozessen zur on-shore-Speicherung (links) und off-shore-Speicherung (rechts).
Klimaschutz

Bürgerforum zur CO2-Speicherung

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Bildung

Mit MINT- und Begabtenförderung das Land zukunftsfest machen