Polizei

Ergebnisse zur „PULS“-Studie veröffentlicht

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Das Ärmelabzeichen der baden-württembergischen Polizei

Die Ergebnisse zur „Studie der Polizei und der Universitätsklinik Ulm zu Leistung und Stärke“ („PULS“) sind da. Mit diesen Ergebnissen kann die psychosoziale Betreuung der Polizistinnen und Polizisten in Baden-Württemberg weiter verbessert werden.

„Der Schutz der psychischen Gesundheit unserer Polizistinnen und Polizisten ist mir ein Herzensanliegen. Im Bereich der psychosozialen Betreuung haben wir bereits ein gutes Angebot an Ansprechstellen und Hilfen. Die PULS-Studie liefert uns nun weitere Erkenntnisse, wie wir unser Angebot gezielt verbessern und ausbauen können. Damit können wir traumabedingte Belastungen noch besser verhindern oder zumindest frühzeitig erkennen und so unsere Polizistinnen und Polizisten wirkungsvoll bei ihrer anspruchsvollen Arbeit unterstützen“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl anlässlich der Präsentation der Studienergebnisse am 8. Februar 2023.

Im März 2021 starteten die Deutsche Traumastiftung, das Universitätsklinikum Ulm und das Polizeipräsidium Ulm ein bislang einzigartiges Forschungsprojekt, um Möglichkeiten der Früherkennung und Prävention von traumabedingten Belastungen im Polizeidienst zu erforschen. Mit der „Studie der Polizei und der Universitätsklinik Ulm zu Leistung und Stärke“ wurde der Zusammenhang bisher erlebter beruflicher Belastungen, persönlicher Ressourcen wie Widerstandskraft, dem persönlichen Umgang mit Belastungen und physiologischen und biologischen Kennwerten untersucht. „Mein Dank gilt dem Universitätsklinikum Ulm und der Deutschen Traumastiftung e.V., die in Kooperation mit dem Polizeipräsidium Ulm dieses Leuchtturmprojekt durchführten“, so Innenminister Thomas Strobl.

Neue Maßnahmen ergänzen das etablierte System

Das Zusammenspiel von erlebten, teilweise sehr belastenden Alltagssituationen und individueller stress-biologischer Reaktionen wurden nun erstmals wissenschaftlich ausgewertet und in Ulm präsentiert. Orientiert an diesen Ergebnissen sollen nun präventive Maßnahmen, wie zum Beispiel ein auf die jeweiligen Zielgruppen angepasstes situatives Handlungstraining zur Vermeidung posttraumatischer Belastungsstörungen festgelegt werden. Diese Maßnahmen ergänzen das bereits innerhalb der Polizei Baden-Württemberg schon etablierte System der Psychosozialen Notfallversorgung. Ziel ist es, die betroffenen Polizistinnen und Polizisten in die Lage zu versetzten, ihren Stress so zu verarbeiten, dass möglichst keine negativen Gesundheitsfolgen entstehen.

Prof. Dr. Harald Gündel, Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm: „Aus der Klinik wissen wir, dass Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte, wie manche andere Menschen auch, oft lange die Zähne zusammenbeißen, bevor sie sich um eventuelle Beschwerden kümmern. So können aber leichte Symptome zu immer gravierenderen Folgen führen. Leichte Symptome lassen sich jedoch auch leichter bewältigen. An dieser Stelle setzt die PULS-Studie an. Wir schauen früher und genauer hin, um diese Zusammenhänge besser zu verstehen, damit Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte gesund und motiviert ihren Dienst weiter ausüben können.“

Zehn polizeiliche Tätigkeiten als hoch belastend analysiert

Insgesamt konnten in der Studie zehn polizeiliche Tätigkeiten als hoch belastend analysiert werden. Besonders belastend werden dabei die Konfrontation mit Straftaten zum Nachteil von Kindern etwa im Bereich des sexuellen Missbrauchs von Kindern, sowie der Suizid von Polizeikolleginnen oder Polizeikollegen wahrgenommen. Mehr als 250 Polizistinnen und Polizisten des Polizeipräsidiums Ulm – vorwiegend Angehörige des Streifendienstes, Kriminaldauerdienstes und des Verkehrsunfallaufnahmedienstes – meldeten sich für die Teilnahme auf freiwilliger Basis, 120 von ihnen wurden schlussendlich für die Studie ausgewählt.

„Unsere Polizistinnen und Polizisten setzen sich tagtäglich für unsere Sicherheit ein. Immer wieder – und leider auch immer häufiger – werden sie dabei mit belastenden Ereignissen unterschiedlichsten Ursprungs konfrontiert, die Spuren hinterlassen. Oftmals führt dies zu körperlichen und mentalen Überbelastungen. Dem können wir mit den Ergebnissen der PULS-Studie nun besser entgegenwirken. Mein Dank gilt allen, die zum Gelingen dieses wichtigen Projekts beigetragen haben. Als Vorsitzende der Polizeistiftung Baden-Württemberg bedanke ich mich auch für die Spende der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie, die hierfür auf ihre Aufwandsentschädigung verzichtet haben. Das ist ein starkes Signal der Solidarität und Kollegialität“, so Landespolizeipräsidentin Dr. Stefanie Hinz bei der Veranstaltung, an der sie die Spende in Höhe von insgesamt 1.500 Euro zu Gunsten der Polizeistiftung entgegennahm.

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Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
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