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Digitalisierung in der Landwirtschaft wird einfacher

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Ein Mähdrescher erntet ein Weizenfeld ab. (Foto: dpa)

Der Satellitenpositionierungsdienst SAPOS® ermöglicht Landwirten, ihre Maschinen autonom und zentimetergenau zu steuern. Seit 2019 testen 100 Landwirte in Baden-Württemberg erfolgreich den Dienst des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung, der nun flächendeckend und entgeltfrei eingeführt werden soll – auch in weiteren Branchen.

„Wir werden SAPOS® künftig als Teil der digitalen Daseinsvorsorge in Baden-Württemberg für jedermann für jedwede Zwecke für eine unbegrenzte Zahl an Nutzern performant, ausfallsicher und entgeltfrei bereitstellen“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am 26. März. Seit Jahren ist SAPOS® in der Vermessung etabliert, nun erhält der Dienst Einzug in die Landwirtschaft und weitere Branchen mit hochpräzisen Positionierungsaufgaben.

SAPOS® macht Präzisionslandwirtschaft möglich

Seit 2019 testen 100 Landwirte in Baden-Württemberg den amtlichen Satellitenpositionierungsdienst, den das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung im Rahmen der deutschen Landesvermessung in hoher Qualität betreibt. Die Erwartungen wurden im Modellprojekt übertroffen. Die Landwirte können mit SAPOS® ihre Traktoren, Mähdrescher und Anhängegeräte mit satellitengestützten Lenksystemen in Echtzeit zentimetergenau steuern. SAPOS® ermöglicht eine exakte Bodenbearbeitung ohne Überlappungen, ein flächenabhängiges Erntemonitoring, eine präzise Aussaat und eine genaue mechanische Unkrautregulierung. Landwirte können damit Zeit, Treibstoff, Dünge- und Pflanzenschutzmittel einsparen und die Umwelt aktiv schonen.

Großes Potenzial des Dienstes auch für andere Branchen

In vergleichbarer Weise können durch die hochpräzise Positionierung mit SAPOS® genauso Baumaschinen im Tiefbau exakt gesteuert, Umweltsensoren kontinuierlich verfolgt und autonom fliegende Drohnen präzise auf vorgegebenem Kurs gehalten werden. Ebenso unterstützt dieser Dienst die genaue Navigation von Schiffen bei Einfahrt in die Schleusen oder im Hafenbereich und nicht zuletzt die Aufnahme der Straßenlandschaft für das künftige autonome Fahren. Die vielfältigen Anwendungen zeigen das große Potenzial des satellitengestützten Positionierungsdienstes.

Aktuell arbeitet das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung mit Hochdruck an der Aufrüstung des SAPOS®-Systems, so dass Schritt für Schritt der Dienst für eine unbegrenzte Zahl an Nutzern rund um die Uhr zur Verfügung steht. „Mit dem hochwertigen SAPOS®-Angebot in Baden-Württemberg schaffen wir eine elementare Grundlage für die Präzisionslandwirtschaft und darüber hinaus, die ökonomische Innovation und ökologische Vorteile verbindet“, betonte Minister Hauk. SAPOS® kann künftig von jedermann dauerhaft entgeltfrei genutzt werden, es wird lediglich eine einmalige Anmeldegebühr pro Gerät von 150 Euro fällig.

Satellitenpositionierungsdienst SAPOS®

Der amtliche Satellitenpositionierungsdienst SAPOS® der deutschen Landesvermessung ermöglicht unter Nutzung der globalen Satellitennavigationssysteme GPS, GLONASS und Galileo bundesweit eine hochgenaue Positionierung an jedem Ort zu jeder Zeit. In Baden-Württemberg betreibt das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung im Rahmen seines gesetzlichen Auftrags den Dienst. Das Landesamt berechnet in der Karlsruher SAPOS®-Zentrale mit Hilfe von 16 Referenzstationen im Land sowie weiteren Stationen in den Nachbarländern laufend hochpräzise Korrekturdaten für die globalen Satellitennavigationssysteme und stellt diese über mobiles Internet bereit.

Satellitenpositionierungsdienst SAPOS®

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