Schule

Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“ startet

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Eine Schülerin und ein Schüler lesen gemeinsam einen Text (Bild: © dpa).

Ziel der bundesweiten Initiative „Leistung macht Schule“ ist es, passgenaue Förderkonzepte für leistungsstarke und potenziell besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler zu entwickeln. In den kommenden zehn Jahren stellen der Bund und die Länder dafür zu gleichen Teilen insgesamt 125 Millionen Euro bereit.

Unter dem Motto „Leistung macht Schule“ startet am 1. Februar 2018 die Bund-Länder-Initiative zur Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler. Ziel der bundesweiten Initiative ist es, passgenaue Förderkonzepte für leistungsstarke und potenziell besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler zu entwickeln. In den kommenden zehn Jahren stellen der Bund und die Länder dafür zu gleichen Teilen insgesamt 125 Millionen Euro bereit. Die Initiative setzt auf eine enge Verzahnung von Schule und Wissenschaft und soll durch praxisnahe Bildungsforschung begleitet werden. Heute treffen sich die 300 teilnehmenden Schulen – darunter 39 aus Baden-Württemberg – auf einer Auftaktveranstaltung in Berlin, die insbesondere den Schulleitungen und Lehrkräften die Gelegenheit gibt, sich miteinander auszutauschen und mit den Vertreterinnen und Vertretern der wissenschaftlichen Begleitforschung ins Gespräch zu kommen.

Die Initiative soll einen Beitrag dazu leisten, das Bildungswesen in Deutschland qualitativ weiterzuentwickeln. Internationale Studien wie PISA oder zuletzt IGLU zeigen, dass die Schulsysteme bundesweit und auch in Baden-Württemberg vor erheblichen Herausforderungen bei der Unterrichtsqualität und Leistungsfähigkeit stehen. So erzielen im internationalen Vergleich relativ wenige Schülerinnen und Schüler Spitzenleistungen. „Wir müssen gezielt leistungsfähige Schülerinnen und Schüler entdecken und fördern. Denn es gilt, auch im Wettbewerb der Staaten wieder aufzuholen und in Spitzenpositionen aufzurücken. Deshalb begrüße ich diesen gemeinsamen Schulterschluss von Bund und Ländern als Beispiel eines harmonischen Zusammenwirkens“, sagt Kultusministerin Susanne Eisenmann. Die Initiative ergänze die baden-württembergischen Anstrengungen in der Begabtenförderung.

39 Schulen in Baden-Württemberg stehen in den Startlöchern

Bundesweit nehmen 300 Schulen am Programm teil. In Baden-Württemberg sind es gemäß Königsteiner Schlüssel 39 Schulen: 15 Grundschulen und 24 weiterführende Schulen (vier Haupt-/Werkrealschulen, vier Realschulen, vier Gemeinschaftsschulen und zwölf Gymnasien). Bei der Ausschreibung im vergangenen Jahr hat das Kultusministerium sieben regionale Cluster definiert, die eine Netzwerkbildung vor Ort begünstigen (siehe Liste im Anhang). Den Kern dieser Cluster bildet jeweils ein Gymnasium mit Hochbegabtenzug. Dabei wurde darauf geachtet, dass sich diese nicht nur in Städten befinden, sondern auch im ländlichen Raum, um bewusst eine ausgewogene Stadt-Land-Verteilung bei der Begabtenförderung zu fördern.

Enge Verzahnung von Schule und Wissenschaft

Die zehnjährige Initiative besteht aus zwei Phasen, die jeweils auf fünf Jahre angelegt sind. In der ersten Phase erarbeiten die Schulen Konzepte für eine leistungsfördernde Schulentwicklung. Dabei werden sie von einer Gruppe von Wissenschaftlern beraten und unterstützt. Diese evaluieren die Ansätze aus Praxissicht und überprüfen sie auf ihre Wirksamkeit. Während der zweiten Phase sollen die Ergebnisse in die Fläche getragen werden. Die in der ersten Phase beteiligten Schulen sollen dabei als Multiplikatoren für weitere Schulen dienen.

Forschungsverbund unter baden-württembergischer Leitung

Wissenschaftlich begleitet wird das gesamte Vorhaben von einem deutschlandweiten Forschungsverbund unter der Leitung von Prof. Gabriele Weigand von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Der Verbund besteht aus 28 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie acht Kooperationspartnern aus empirischer Bildungsforschung, Erziehungswissenschaft, Fachdidaktik unterschiedlicher Fächer und pädagogischer Psychologie.

Beteiligte Schulen in BW

Cluster 1 „Heilbronn“ (5 Schulen):

  • Robert-Mayer-Gymnasium Heilbronn (Stadtkreis Heilbronn) – Gymnasium mit Hochbegabtenzug
  • Lise-Meitner-Gymnasium Crailsheim (Landkreis Schwäbisch-Hall)
  • Realschule Güglingen (Landkreis Heilbronn)
  • Grundschule Frankenbach (Stadtkreis Heilbronn)
  • Staufenbergschule Grundschule (Stadtkreis Heilbronn)

Cluster 2 „Marbach“ (6 Schulen):

  • Friedrich-Schiller-Gymnasium Marbach (Landkreis Ludwigsburg) – Gymnasium mit Hochbegabtenzug
  • Gymnasium Neckartenzlingen (Landkreis Esslingen)
  • Ludwig-Uhland-Schule Werkrealschule  Leinfelden-Echterdingen (Landkreis Esslingen)
  • Glemstalschule Schwieberdingen-Hemmingen Gemeinschaftsschule (Landkreis Ludwigsburg)
  • Ludwig-Uhland-Schule Gemeinschaftsschule (Primarbereich) Wendlingen a. N. (Landkreis Esslingen)
  • Friedrich-Schelling Gemeinschaftsschule Besigheim (Primarbereich) (Landkreis Ludwigsburg)    

Cluster 3 „Pforzheim“ (6 Schulen):

  • Reuchlin-Gymnasium Pforzheim (Stadtkreis Pforzheim) – Gymnasium mit Hochbegabtenzug
  • Otto-Hahn-Gymnasium Nagold (Landkreis Calw)
  • Gemeinschaftsschule Neubulach (Landkreis Calw)
  • Willy-Brandt-Realschule Königsbach-Stein (Enzkreis)
  • Grundschule Kieselbronn (Enzkreis)
  • Gutermann Grundschule Horb (Landkreis Freudenstadt)   

 Cluster 4 „Lahr“ (5 Schulen):

  • Scheffel-Gymnasium Lahr (Landkreis Ortenau) – Gymnasium mit Hochbegabtenzug
  • Berthold-Gymnasium Freiburg (Stadtkreis Freiburg)
  • Nikolaus-Christian-Sander-Schule Werkrealschule Teningen (Landkreis Emmmendingen)
  • Fritz-Boehle-Werkrealschule (Landkreis Emmendingen)
  • Vigeliusschule I Grundschule Freiburg (Stadtkreis Freiburg)   

Cluster 5 „Lörrach“ (5 Schulen):

  • Hans-Thoma-Gymnasium Lörrach (Landkreis Lörrach) – Gymnasium mit Hochbegabtenzug
  • Alemannenschule - Gemeinschaftsschule Wutöschingen (Landkreis Waldshut)
  • Johann-Peter-Hebel-Schule Grundschule Gundelfingen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald)
  • Johann-Peter-Hebel-Grundschule Tiengen (LandkreisWaldshut)
  • Schule an der Rheinschleife – Grundschule Jestetten (Landkreis Waldshut)   

Cluster 6 „Rottweil“ (4 Schulen):

  • Leibniz-Gymnasium Rottweil (Landkreis Rottweil) – Gymnasium mit Hochbegabtenzug
  • John-Bühler-Realschule Dornhan (Landkreis Rottweil)
  • Südstadtschule - Grundschule Villingen (Landkreis Schwarzwald-Baar)
  • Schroten-Grundschule Tuttlingen (Landkreis Tuttlingen)   

Cluster 7 „Ravensburg“ (8 Schulen):

  • Spohn-Gymnasium Ravensburg (Landkreis Ravensburg) – Gymnasium mit Hochbegabtenzug
  • Störck-Gymnasium Bad-Saulgau (Landkreis Sigmaringen)
  • Federseeschule Gemeinschaftsschule Bad Buchau (Landkreis Biberach)
  • Dollinger-Realschule Biberach (Landkreis Biberach)
  • Sechslindenschule Werkrealschule Pfullendorf (Landkreis Sigmaringen)
  • Grundschule Neuwiesen Ravensburg (Landkreis Ravensburg)
  • Johann-Baptist-von-Hirscher-Schule, Grundschule (Landkreis Ravensburg)
  • Birkendorf-Grundschule Biberach (Landkreis Biberach)

Grundlagenforschung für noch bessere Förderung besonders leistungsstarker Schüler

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