Naturschutz

Biodiversitätskongress in Kornwestheim

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Eine Wildbiene sucht an Blüten des Mehlsalbeis nach Nektar. (Bild: © Uwe Anspach/dpa)

Umweltstaatssekretär Andre Baumann hat beim vierten Biodiversitätskongress in Kornwestheim eindringlich für ein umfassendes Engagement zur Stärkung der biologischen Vielfalt geworben.

„Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren! Die Nachrichten zum Insektensterben und der Bericht der Vereinten Nationen zum weltweiten Artenrückgang haben uns das noch einmal drastisch vor Augen geführt“, warnte Umweltstaatssekretär Andre Baumann

Aus diesem Grund habe die Landesregierung bereits im vergangenen Jahr 2018 mit ihrem Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt mit zusätzlichen mehr als 1.300 Vorhaben ihre Bemühungen hinsichtlich eines lebenswerten Landes intensiviert. Neben flächenwirksamen Maßnahmen habe sie die Finanzmittel und das Personal der Naturschutzverwaltung spürbar erhöht. „Es ist unsere Pflicht und unser originäres Interesse, unsere Lebensgrundlage auch für die kommenden Generationen zu erhalten und die dringend notwendige Trendwende möglichst schnell zu realisieren“, erklärte der Staatssekretär. 

Schutzgebiete spielen eine Schlüsselrolle

Um dies erreichen zu können, sei das Insekten-Monitoring als Teil des Sonderprogramms von entscheidender Bedeutung. Es sei notwendig, mehr über den Zustand der heimischen Natur zu erfahren und daraus zu lernen, sagte Baumann: „Nur dann können wir zukünftig überprüfen, ob die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, auch richtig wirken.“ 

Erfreulich sei in diesem Zusammenhang, dass die Naturschutzgebiete im Vergleich zu den landwirtschaftlich genutzten Flächen ein Drittel mehr an Insektenarten aufweisen. Dies zeigen bereits erste Ergebnisse des Monitorings. „Für den Erhalt der biologischen Vielfalt spielen unsere Schutzgebiete eine Schlüsselrolle“, betonte Baumann. „Gleichzeitig brauchen wir einen generellen Wandel in der Landwirtschaft. Bäuerinnen und Bauern dürfen nicht finanziell bestraft werden, wenn sie sich für die Natur einsetzen. Sie müssen vermehrt dafür honoriert werden.“

Umweltministerium: Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt

Umweltministerium: Naturschutzgebiete

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