Klimaschutz

Beschlüsse des Klimakabinetts enttäuschen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft (Bild: © dpa)

Umweltminister Franz Untersteller hat die Beschlüsse des Klimakabinetts kritisiert, vor allem das fehlende klare Preissignal für CO2. Mit Geld allein ließen sich die Versäumnisse in der Klimapolitik der vergangenen Jahre nicht aufholen. Wichtig seien verbindliche Vorgaben wie beispielsweise ambitionierte energetische Standards im Gebäudebereich.

Als „Klimaschutz mit Samthandschuhen“ hat Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller die Beschlüsse des Klimakabinetts bewertet. „‘Bloß niemandem wehtun‘ war offenbar das Motto der Regierung. Für wirksamen Klimaschutz ist das völlig unzureichend.“

Untersteller kritisierte vor allem, dass die Regierung kein klares Preissignal für CO2 gebe. Es sei Konsens, dass die Bepreisung von CO2 ein notwendiges und wirksames Instrument sei, um Treibhausgasemissionen in allen Bereichen nachhaltig zu reduzieren. Entscheidend für den Erfolg dieses Instruments sei aber die Höhe des Preises: „Drei Cent mehr für Diesel und Benzin an der Zapfsäule. Das ist lächerlich. An jeder Tankstelle erleben wir im Verlauf eines ganz normalen Tages schon größere Preisanstiege und -schwankungen. Von drei Cent Aufschlag geht Null Lenkungswirkung aus.“

Mit Geld lassen sich die Versäumnisse der Klimapolitik nicht aufholen

Gleiches gelte für den CO2-Preis, den die Koalition für Emissionen pro Tonne festlegen wolle: „Wir wissen, dass ein Preis unter vierzig, fünfzig Euro nichts ändert. In der Schweiz haben sie einen Tonnen-Preis von über 80 Euro! Und die Bundesregierung will mit 10 Euro einsteigen. Das ist mehr als mutlos.“       

Es sei zwar schön, dass die Bundesregierung bereit sei, jede Menge Geld für ihr so genanntes Klimaschutzprogramm in die Hand zu nehmen, sagte Untersteller weiter. Aber mit Geld ließen sich die Versäumnisse in der Klimapolitik der vergangenen Jahre nicht aufholen. Wir brauchen auch verbindliche Vorgaben, ambitionierte energetische Standards im Gebäudebereich zum Beispiel. Da fehlt Schwarz-Rot ganz offensichtlich die Kraft. Die Bürgerinnen und Bürger sind da schon deutlich weiter.“

Weitere Meldungen

Das Flügelrad für Radioaktivität ist auf einer sogenannte Ringleitung für hochkonzentriertes Radon zu sehen.
Strahlenschutz

Ergebnisse des Radon-Messprogramms

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk fordert schnelle Entlastungen bei Energiepreisen

Blick in den Saal bei der Eröffnung des 11. Donausalons in der Landesvertretung Baden Württemberg durch Verkehrsminister Winfried Hermann
11. Donausalon

Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Stuttgart, 03.03.2026: Staatssekretär Andre Baumann (zweiter von links) mit den Gründern des Ombudsverein Erdwärme e. V. (von links): Dr. Herbert Pohl (Geschäftsführer, Deutsche ErdWärme GmbH), Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Dr. Horst Kreuter (Vulcan Energie Ressourcen GmbH), Andreas Mühlig (Leiter GE Erzeugung Betrieb EnBW Energie Baden-Württemberg AG), Dr. Hansjörg Roll (Mitglied des Vorstands, MVV Energie AG), Klaus Preiser (Geschäftsführung, badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG), Jürgen Scheurer (Geschäftsführer, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.), Jörg Dürr-Pucher, (Vorsitzender, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.)
Energiewende

Ombudsverein Erdwärme für schnelle Schlichtungen gegründet

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheit

Landesregierung beschließt neuen Krankenhausplan

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026

Schriftzug „MEDI:CUS“ auf einer Bühne
Gesundheit

Gesundheitscloud MEDI:CUS wird verstetigt

Collage aus sechs Personen vor blauem Hintergrund
Schule

3 Fragen 3 Antworten: mit Gewinnerinnen und Gewinner des Lehrkräfte