Ländlicher Raum

Bahnfahrt rund um den Kaiserstuhl zeigt Vielfalt des Ländlichen Raums

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Bahnfahrt 2024

Eine ganztägige Bahnfahrt rund um den Kaiserstuhl mit Minister Peter Hauk hat die Vielfalt des Ländlichen Raums gezeigt. Die Förderprogramme des Landes setzen Impulse für eine nachhaltige Wertschöpfung.

„Unser leistungsfähiger und attraktiver Ländlicher Raum ist ein Markenkern Baden-Württembergs. Gemeinsam wollen wir ihn weiterentwickeln und stärken. Unser Ziel sind gleichwertige Lebensverhältnisse, Infrastrukturen und Arbeitsbedingungen im gesamten Land. So fördern wir beispielsweise mit dem Kabinettsausschuss Ländlicher Raum in der Zusammenarbeit aller Fachressorts der Landesregierung gezielt und effektiv die zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Ländlichen Raums“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am 10. Juni 2024, bei einer ganztägigen Bahnfahrt rund um den Kaiserstuhl in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen.

An vier Stationen in Eichstetten am Kaiserstuhl, Endingen am Kaiserstuhl, Vogtsburg im Kaiserstuhl und Ihringen erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Vereinen und Verbänden spannende Eindrücke zu den vielfältigen Themen im Ländlichen Raum. „Unsere Förderprogramme setzen starke Impulse für nachhaltige Wertschöpfung. Mit dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) haben wir ein wirkungsvolles und flexibles Instrument. Die Stärkung der Klimaresilienz, die Schaffung von flächensparendem Wohnraum, ein intelligenter Umgang mit dem demografischen Wandel und der anstehenden wirtschaftlichen Transformation gehören auch auf kommunaler Ebene zu den wichtigen Herausforderungen. All diese Aspekte sind Teil der vom ELR angestoßenen umfassenden Strukturförderung“, betonte Minister Hauk.

Wertschöpfung für regionales Bio stärken

Die erste Station in Eichstetten am Kaiserstuhl im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald stand ganz im Zeichen der Bio-Musterregion Freiburg. Im Fokus stehen die Förderung des Ökolandbaus und die Stärkung der regionalen Wertschöpfung von der Erzeugung über die Verarbeitung bis hin zur Vermarktung und der Außer-Haus-Verpflegung. Aktiver Partner im Weinbau ist das PIWI-Kollektiv, das die Umstellung auf pilzwiderstandsfähige Rebsorten (PIWI) fördert. Minister Hauk dankte allen Akteuren für die erfolgreiche Zusammenarbeit in der Bio-Musterregion und betonte, dass die Landesregierung regionale Wertschöpfungspotentiale im Rahmen des Aktionsplans „Bio aus Baden-Württemberg“ auch weiterhin konsequent unterstützen werde. „Für einen nachhaltigen Weinbau vor dem Hintergrund des Klimawandels bieten PIWIs große Chancen. Ich bin mir sicher, dass von dem Projekt der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) weitere wichtige Impulse für die Weinwirtschaft ausgehen werden“, sagte der Minister.

Innovative Unternehmen im Ländlichen Raum

In Endingen am Kaiserstuhl im Landkreis Emmendingen besuchte der Minister zwei erfolgreiche Unternehmen. Keller Blechtechnik bietet professionelle Blechbearbeitung und vielfältige Baugruppen-Fertigung mit höchsten Qualitätsansprüchen. Krumm Tec zählt mit seinen industriellen Reinigungsanlagen und Luftfiltersystemen zu den führenden Unternehmen weltweit. Die Neubauten beider Unternehmen wurden unterstützt mit dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) beziehungsweise mit der Förderlinie „Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg“. „Damit setzen wir gezielte Impulse für innovative Unternehmen im Ländlichen Raum. Denn diese schaffen hochqualifizierte Arbeitsplätze und sichern die Zukunft auf dem Land“, sagte der Minister.

Weinbau mit Tradition und Zukunft

Vogtsburg im Kaiserstuhl im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald ist mit sieben traditionsreichen Winzerorten die größte Weinbaugemeinde in Baden-Württemberg. Innovation und Nachhaltigkeit stehen im Mittelpunkt der Burkheimer Winzer am Kaiserstuhl eG, die mit 288 Mitgliedern rund 120 Hektar Rebfläche bewirtschaften. Bei einem Rundgang durch die Rebterrassen war Minister Hauk beeindruckt von den vielfältigen Effekten der Rebflurneuordnung Vogtsburg-Burkheim im Nonnental: „Dieses Verfahren zeigt vorbildlich, wie die Folgen des Klimawandels abgefedert, die Produktivität erhöht, die Natur- und Artenvielfalt gefördert, die Kulturlandschaft erhalten, der Tourismus unterstützt und das soziale Miteinander positiv beeinflusst werden.“

Mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen im Weinbau stehe die Landesregierung in engem Austausch mit den Verantwortlichen. Die Transformation im Weinbau werde mit vielfältigen Maßnahmen und angepassten Förderprogrammen flankiert. „Insgesamt müssen wir noch stärker aktiv werden in Sachen Absatzmarketing für unsere Weine im In- und Ausland, und wir müssen den Weintourismus stetig weiterentwickeln,“ so der Minister abschließend.

Den Wald der Zukunft aktiv gestalten – Forschung für klimastabile Wälder

Ihringen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald bildete den Abschluss der Bahnfahrt. Im Waldgebiet Liliental informierte sich Minister Hauk auf einem Rundgang durch die Versuchsflächen der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) über die Bereitstellung von hochwertigem und widerstandsfähigem Saat- und Pflanzgut. In Bezug auf den Klimawandel bekräftigte der Minister: „Wir können unseren Wald und seine Funktionen für die Gesellschaft nur erhalten, wenn wir den Wald aktiv und nachhaltig bewirtschaften und an das Klima anpassen. Das geschieht zum Beispiel, indem wir die Mischung der Baumarten erhöhen und ihn damit stabilisieren und seine Widerstandsfähigkeit erhöhen. Das dabei anfallende Holz steht für klimafreundliches Bauen und für die Bioökonomie zur Verfügung. Diese natürlichen Kohlenstoffdioxid(CO2)-Speicherpotenziale von Wald und Holz gilt es viel stärker in Betracht zu ziehen und zu heben.“

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