Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt bleibt auch im Januar stabil

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Montage bei Kärcher (Foto: © Kärcher GmbH)

Im Januar ist die Arbeitslosenquote saisonbedingt auf 3,3 Prozent gestiegen. Trotzdem waren nur gut 200.000 Menschen ohne Arbeit. Im Jahresvergleich liegt die Arbeitslosenquote aber unter der von Januar 2018. Der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg ist weiterhin sehr dynamisch.

Ende Januar hat die Bundesagentur für Arbeit Baden-Württemberg 201.139 Arbeitslose gezählt. 8,4 Prozent mehr als im Vormonat und 5,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. 99.603 entfielen auf die Arbeitslosenversicherung (Arbeitsagenturen) und 101.536 auf die Grundsicherung (Jobcenter). Die Arbeitslosenquote betrug 3,3 Prozent nach 3,5 Prozent im Vorjahr.

Saisonüblich ist die Arbeitslosenquote im Januar um 0,3 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent gestiegen. „Wie jedes Jahr steigt die Arbeitslosigkeit, weil zum Jahresende viele Verträge auslaufen und witterungsbedingt einige Arbeitsplätze wegfallen. Der Arbeitsmarkt folgt dem alljährlich wiederkehrenden Saisonmuster. Der Vergleich mit dem Vorjahresmonat zeigt, dass der Arbeitsmarkt ungebrochen stabil ist”, kommentiert Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen.

Gute Aussichten für 2019

Die Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen steigt gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 2,4 Prozent.

„Ich erwarte, dass sich die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt auch im Jahr 2019 fortsetzen wird“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen. Der geringe Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar 2019 sei auf die üblichen saisonalen Einflüsse zurückzuführen und bewege sich auf dem Niveau der Vorjahre.

Gegenüber Dezember 2018 stieg die Arbeitslosigkeit jedoch saisonüblich um 15.659 Personen an. Die Nachfrage der Wirtschaft blieb mit 105.675 offenen Stellen ungebrochen hoch.

Langzeitarbeitslose profitieren überdurchschnittlich

„Von der anhaltend hohen Nachfrage nach Arbeitskräften profitieren erfreulicherweise ganz besonders langzeitarbeitslose Menschen. Ich bin zuversichtlich, dass sich dieser Trend auch 2019 fortsetzt“, betonte Hoffmeister-Kraut. Innerhalb eines Jahres sei die Zahl der Personen, die in Baden-Württemberg ein Jahr und länger arbeitslos sind, um 6.856 beziehungsweise 11,5 Prozent auf jetzt noch 52.516 zurückgegangen. Dieser erfreuliche Rückgang sei deutlich stärker ausgefallen als jener der arbeitslosen Personen insgesamt, der sich um 5,2 Prozent verringert habe, so Hoffmeister-Kraut weiter.

„Mit unserem Landesprogramm ‚Neue Chancen am Arbeitsmarkt‘ setzen wir die richtigen Akzente zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit: eine intensive Begleitung, passgenaue Fortbildungen und Unterstützungsangebote, die die Menschen und ihr familiäres Umfeld in den Blick nehmen“, erläutert die Arbeitsministerin. Das zu Jahresbeginn auf Bundesebene eingeführte Teilhabechancengesetz beinhalte einen Passiv-Aktiv-Tausch nach baden-württembergischem Vorbild. „Damit können wir noch mehr Menschen, die schon länger arbeitslos sind, an den Arbeitsmarkt heranführen. Hierfür haben wir in Baden-Württemberg maßgebliche Vorarbeit geleistet. Ich freue mich sehr, dass dieses Engagement nun Früchte trägt, in die bundesgesetzlichen Regelungen eingeflossen ist und vor allem bei den Menschen ankommt“, hob Hoffmeister-Kraut hervor.

Hohe Dynamik am Arbeitsmarkt

Im Laufe des Monats haben sich 65.206 Personen arbeitslos gemeldet. Gleich-zeitig konnten 49.506 ihre Arbeitslosigkeit beenden. Diese umfangreichen Bewegungen machen die hohe Dynamik des Arbeitsmarktes deutlich.

Ende November 2018 arbeiteten in Baden-Württemberg 4,75 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig, 1,9 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Meldung: Zahl der Beschäftigen erreicht neuen RekordPressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit zum Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg (PDF)

Arbeitsmarktreport für Baden-Württemberg Januar 2019 (PDF)

Quelle:

Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg; Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungbau Baden-Württemberg

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