Die Landesregierung hat am 10. Februar 2026 auf Vorschlag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus eine Förderung in Höhe von 25 Millionen Euro für den Aufbau einer diagnostischen und therapeutischen Forschungs- und Entwicklungseinheit im Digitalen Innovationszentrum (DIGIZ) am Universitätsklinikum Freiburg beschlossen.
Mit dem DIGIZ entsteht ein bundesweit einzigartiges Innovations- und Translationszentrum an der Schnittstelle von Medizintechnik, Digitalisierung und klinischer Patientenversorgung. Die Förderung ermöglicht Investitionen in hochmoderne bildgebende Diagnosetechnik, IT-Infrastruktur sowie qualifiziertes Fachpersonal. Ziel des Gesamtvorhabens DIGIZ ist es, technologische Innovationen – insbesondere in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), moderne Bildgebung und datenbasierte Präzisionsmedizin – systematisch und zügig in die medizinische Praxis zu überführen. Erstmals werden Wissenschaft, klinische Versorgung und Industrie in dieser Form unter einem Dach zusammengeführt.
Führender Standort für digitale Gesundheitsinnovationen
„Das DIGIZ stärkt Baden-Württemberg als führenden Standort für digitale Gesundheitsinnovationen. Es verbindet exzellente klinische Forschung mit industrieller Entwicklung und beschleunigt so den Transfer von Innovationen in die Versorgung und in den Markt“, sagte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus.
Der vom Kabinett beschlossene Aufbau der Forschungs- und Entwicklungseinheit soll noch in diesem Jahr beginnen. Die Inbetriebnahme des Gesamtgebäudes DIGIZ, das in der Verantwortung einer Projektgesellschaft rund um die heute zur Förderung beschlossene Forschungs- und Entwicklungseinheit als Keimzelle entstehen soll, ist für das Jahr 2030 vorgesehen.
Leistungsfähiges Innovationsökosystem
Ein zentrales Element des Projektes ist die Forschungskooperation und Ansiedlung von Siemens Healthineers einschließlich des Tochterunternehmens Varian am DIGIZ in Freiburg. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Freiburg entsteht ein leistungsfähiges Innovationsökosystem, das auch für Start-ups sowie für kleine und mittlere Unternehmen attraktive Entwicklungsperspektiven bietet.
Das DIGIZ ist eng mit bestehenden, vom Land geförderten Initiativen verknüpft. Dazu zählen vor allem die Ausgangsprojekte PC3 und PC3-AIDA, in denen seit 2021 der digitale Datenaustausch und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz – insbesondere in der modernen Bildgebung – konsequent vorangetrieben wurden, sowie die Medizindaten-Infrastruktur MEDI:CUS. Damit kann Freiburg seine international anerkannte Spitzenstellung als Reallabor für digitale Gesundheitslösungen mit landesweiter Ausstrahlung weiter ausbauen.
Gesundheits- und Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg stärken
Prof. Dr. Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg, sagte: „Das DIGIZ ermöglicht es, klinische Exzellenz, moderne Medizintechnik und datengetriebene Innovationen mit KI systematisch zusammenzuführen. Dadurch schaffen wir einen nachhaltigen Mehrwert für Patientinnen und Patienten sowie für den Gesundheits- und Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg.“
Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Unternehmen, zur Schaffung hochqualifizierter Arbeitsplätze und zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Gesundheitsstandorts Baden-Württemberg.
















