Corona-Pandemie

Zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Verordnung

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Polizei mit Maske

Am vergangenen Wochenende hat die Polizei insgesamt rund 16.000 Personenkontrollen durchgeführt. Dabei mussten die Polizeibeamten insgesamt 2.963 Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung verzeichnen, davon allein 2.311 wegen Verstößen gegen die Maskentragepflicht.

„Wer es immer noch nicht verstanden hat: Wir müssen alles dafür tun, um die Verbreitung des Virus zu stoppen. Denn in letzter Konsequenz stehen Menschenleben auf dem Spiel. Daher werden wir auch nach den heute in Kraft getretenen Verschärfungen der Corona-Verordnung an unseren intensiven Kontrollen weiterhin festhalten. Es gilt jetzt mehr denn je, die Regeln zum Schutz vor dem Corona-Virus einzuhalten und eine Trendwende bei den Infektionszahlen einzuleiten. Freilich fällt uns das nicht immer leicht, aber nur so können wir Hoffnung auf ein gemeinsames Weihnachtsfest im Kreise unserer Lieben haben. Das sollten wir uns stets vor Augen halten“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl mit Blick auf die vergangenen beiden Tage.

2.963 Ordnungswidrigkeiten wurden festgestellt

Am vergangenen Wochenende, 31. Oktober und 1. November 2020, hat die Polizei insgesamt rund 16.000 Personenkontrollen durchgeführt. Dabei mussten die Polizeibeamtinnen und -beamten insgesamt 2.963 Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung verzeichnen, davon allein 2.311 wegen Verstößen gegen die Maskentragepflicht.

Leider liefen mancherorts auch die Appelle ins Leere, auf die üblichen Halloween-Aktivitäten in diesem Jahr zu verzichten. In Mannheim zum Beispiel musste die Polizei in der Nacht zum Sonntag eine Party in einer Privatwohnung auflösen. Die rund 30 Gäste kümmerten sich nicht um die geltenden Corona-Regelungen und zeigten darüber hinaus auch wenig Verständnis für die Maßnahmen der Polizei.

In Geislingen an der Steige stellte die Polizei am Samstagabend fest, dass sich in einer Gaststätte rund 40 Gäste aufhielten, ohne auf die Corona-Regeln zu achten. Der alkoholisierte Gastwirt zeigte auch hier kein Verständnis für die anschließend angeordnete Schließung des Lokals.

„Wir setzen in allererster Linie auf die Vernunft und das Verständnis der Menschen im Land. Wer aber beides vermissen lässt, muss mit empfindlichen Konsequenzen rechnen. Es kann nicht sein, dass wenige durch ihr leichtfertiges Verhalten die Sicherheit und die Gesundheit vieler aufs Spiel setzen“, so Innenminister Thomas Strobl weiter.

Mit der heute in Kraft getretenen Verschärfung der Maßnahmen und der entsprechenden Anpassung der Corona-Verordnung des Landes hat die Landesregierung auf die aktuelle, besorgniserregende Entwicklung des Infektionsgeschehens in Baden-Württemberg reagiert. Die Regelungen gelten befristet bis zum 30. November 2020.

Regelungen ab 2. November

Neben den bisherigen Regelungen zur Maskentragepflicht gilt ab heute unter anderem:

Erlaubt sind Zusammenkünfte oder private Veranstaltungen (Feiern) im privaten oder öffentlichen Raum mit Teilnehmern aus maximal zwei Haushalten oder wenn alle miteinander in gerader Linie verwandt sind, einschließlich der Ehegatten, Lebenspartnern sowie Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft. In allen Fällen gilt: höchstens zehn Personen.

  • Zusammenkünfte im privaten oder öffentlichen Raum von Personen aus ausschließlich einem Haushalt sind in unbeschränkter Zahl möglich.
  • Schank- und Speisegaststätten (mit Ausnahme eines Außerhausverkaufs bzw. Lieferdienstes), Bars, Shisha- und Raucherlokale, Clubs sowie Kneipen aller Art werden geschlossen.
  • Touristische Ausflüge mit Reisebussen sind untersagt. Übernachtungsangebote für touristische Zwecke sind nicht gestattet.

Corona-Verordnung des Landes

Fragen und Antworten zur Corona-Verordnung

Weitere Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Mit unserem Messenger-Service bekommen Sie immer alle Änderungen und wichtige Informationen aktuell als Pushnachricht auf ihr Mobiltelefon.

Weitere Meldungen

Visualisierung vom Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen Ansicht West
Vermögen und Bau

Frauenklinik am Universitäts­klinikum Tübingen wird erweitert

Verkehrsunfallbilanz 2025
Verkehrsunfallbilanz 2025

Straßenverkehr in Baden-Württemberg wird immer sicherer

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Integration

Lucha kritisiert Zulassungsstopp bei Integrationskursen

Stuttgart Neckarpark
Wohnraumoffensive

Land unterstützt Kommunen mit Bau-Turbo

Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

Visualisierung Campus St. Alban
Innovationspreis

Zehn Preise für kirchliche Wohnprojekte

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

Justizministerin Marion Gentges (Vierte von links) mit dem Team des Projekts „DIE MUTMACHER“
Justiz

Begleithunde unterstützen in Strafprozessen

Flur in einem Krankenhaus
Gesundheit

248 Millionen Euro für Investitionen an 20 Kliniken

Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal eines Reformhauses. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Land mit vielfältiger Bio-Qualität auf BIOFACH präsent

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wird gestärkt

Wirtschaftsministerin Dr, Nicole Hoffmeister-Kraut (Zweite von rechts) überreicht Adolf Klek (Mitte) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Adolf Klek mit Staufermedaille geehrt

von links nach rechts: Justizministerin Marion Gentges, Sabine Gwarys, Adam Michel (Vorstand AMSEL) und der Bürgermeister der Stadt Ettenheim, Bruno Metz
Justiz

Bundesverdienstkreuz für Sabine Gwarys

Symbolbild: Schatten von Händen einer erwachsenen Person und dem Kopf eines Kindes sind an einer Wand eines Zimmers zu sehen. (Bild: dpa)
Polizei

Pädokrimineller Täter festgenommen

Auszubildende in einer Berufsschule (Foto: © dpa)
Ausbildung

Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Karrierechancen