Gesundheit

Verbundprojekt zum Schutz gegen Hitze startet

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Logo HOT BW Hitzeaktionsplan Öffentlicher Gesundheitsdienst Baden-Württemberg

Hitzeaktionspläne sind für den Schutz der Bevölkerung wichtig. Wie der Öffentliche Gesundheitsdienst dabei unterstützen kann, klärt das Verbundprojekt „Hitzeaktionsplan Öffentlicher Gesundheitsdienst Baden-Württemberg“.

Die Klimakrise hat zahlreiche Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen. Dazu zählen beispielsweise häufigere, längere und intensivere Hitzewellen. Hier können Hitzeaktionspläne (HAP) einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung leisten. Bei der Erstellung und Umsetzung von HAP spielt der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) eine wesentliche Rolle. Aber wie kann der ÖGD am besten helfen? Diese Frage klärt das Verbundprojekt „Hitzeaktionsplan Öffentlicher Gesundheitsdienst Baden-Württemberg (HOT BW)“ des Landesgesundheitsamts, des Gesundheitsamts des Landkreises Esslingen und des Vereins „KLUG – Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e. V.“.

„Hitze bedeutet nicht nur fröhliches Eis-Essen und Freibadwetter, sie ist zugleich eine wirklich ernsthafte Bedrohung, die sogar zum Tod führen kann“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha am 14. August 2023 in Stuttgart anlässlich des Starts von HOT BW.

ÖGD wird von den Erkenntnissen profitieren

„Die Expertinnen und Experten des ÖGD unterstützen die Städte und Gemeinden bei der Entwicklung ihrer örtlichen Hitzeaktionsplänen wesentlich. Die Ergebnisse von HOT BW werden allen Beteiligten helfen, noch effektiver und zielgenauer vorzugehen“, so Minister Lucha weiter. „Ich bin überzeugt: Der Öffentliche Gesundheitsdienst in ganz Deutschland wird von den Erkenntnissen profitieren.“

Landrat Heinz Eininger des Landkreises Esslingen betonte: „Wir freuen uns, dass das Gesundheitsamt des Landkreises Esslingen als Projektpartner bei der Gestaltung von Strukturen und Steuerungselementen für Hitzeaktionspläne auf Landkreisebene wichtige Impulse setzen kann. Die Erkenntnisse aus dem Projekt HOT BW werden einen maßgeblichen Beitrag leisten, um die Rolle des Öffentlichen Gesundheitsdiensts im Hitzeschutz zu schärfen.“

„Aktuell sind wir in Deutschland nicht ausreichend auf die gesundheitlichen Gefahren durch Hitzewellen vorbereitet. Das Projekt HOT BW will zeigen, dass wir uns vor dieser Gefahr schützen können, wenn alle relevanten Akteure zusammenarbeiten und Hitzeschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden wird“, so Nathalie Nidens, die Projektleiterin seitens der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit.

Relevante Akteure von Anfang an eingebunden

HOT BW bindet daher alle relevanten Akteure auf Landes- und Landkreisebene von Anfang an ein und schafft Austausch- und Koordinationsstrukturen. Zusätzlich werden die rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen des ÖGD für die Umsetzung von Hitzeaktionsplänen in Baden-Württemberg bewertet. Die Ergebnisse und gewonnenen Erfahrungen fließen schließlich in konkrete Handlungsempfehlungen für den ÖGD auf Landes- und Landkreisebene ein. Auch in anderen Landkreisen und Bundesländern können die Ergebnisse zu einer Stärkung der Rolle des ÖGD im Bereich Hitzeschutz beitragen.

Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg koordiniert das Verbundprojekt HOT BW gemeinsam mit den Projektpartnern, dem Gesundheitsamt des Landkreises Esslingen und der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit. Das Bundesministerium für Gesundheit fördert HOT BW für zwei Jahre im Rahmen des Schwerpunkts „Strukturelle Stärkung und Weiterentwicklung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD)“.

Weitere Meldungen

Startbildschirm der Warn-App NINA.
Bevölkerungsschutz

Bundesweiter Warntag am 10. September 2026

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Delegationsreise

Land stärkt Kooperation mit Polen

Ministerin Theresa Schopper spricht auf der Pressekonferenz anlässlich der landesweiten Eröffnung des Tages und der Nacht des offenen Denkmals 2026 in Rottweil.
Denkmalpflege

Nacht und Tag des offenen Denkmals 2026

Ausbilderin mit Lehrling
Ausbildung

Unternehmen setzen auf berufliche Ausbildung

Eine Person hält ein Smartphone in der Hand. Auf dem Display sieht man die Startseite der Ehrenamtskarten-App für Baden-Württemberg.
Bürgerengagement

Mehr als 25.000 Ehrenamtskarten ausgegeben

Übergabe Tanklöschfahrzeuge Waldbrand
Feuerwehr

Sechs neue Tanklöschfahrzeuge zur Waldbrandbekämpfung

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Kinderschutz

Aktionstage Kinder- und Jugend­schutz gehen in zweite Runde

Icon eines Fahrrads. Darüber der Text "Mein Bike, mein Weg, mein Vorteil mit JobBike BW.
JobBike

40.000 JobBikes für Landesbeschäftigte

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Integration

Land fördert 37 lokale Integrationsprojekte

Landesstand „THE LÄND of Games“ auf der Gamescom 2026
Spielemesse

Baden-Württemberg auf der internationalen Games-Bühne

Aus den Händen von Justizminister Moritz Oppelt (links( hat Thorsten-Peter Krapp (Mitte) seine Ernennungsurkunde zum neuen Leiter der Staatsanwaltschaft Freiburg – Zweigstelle Lörrach erhalten. Zu den ersten Gratulanten zählte der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Michael Krauß (rechts).
Justiz

Neuer Leiter der Staatsanwalt­schaft Freiburg – Zwst. Lörrach

Eine Hand greift nach einem digitalen Paragrafen
Justiz

Auf dem Weg zur digital vernetzten Justiz der Zukunft

Eine auf Demenzkranke spezialisierte Pflegerin begleitet eine ältere Frau.
Innovationsprogramm Pflege

2,5 Millionen Euro für die Tagespflege

AzubiCardBW
Ausbildung

Startschuss für das neue Ausbildungsjahr

Salbei-Glatthafer-Wiese auf einer Böschung im Frühsommer (Foto: © Dr. Tillmann Stottele)
Arten- und Klimaschutz

Wettbewerb „Straßenoasen“ geht in die nächste Runde