Landwirtschaft

Verabschiedung ukrainischer Landwirtschafts-Praktikanten

Staatssekretärin Sabine Kurtz hat 13 ukrainische Landwirtschafts-Praktikanten verabschiedet. Sie haben ein halbes Jahr auf Betrieben in Süddeutschland gelebt, gearbeitet und gelernt.

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Ein Mähdrescher erntet in Langenenslingen-Andelfingen ein Getreidefeld mit Wintergerste ab. (Bild: picture alliance/Thomas Warnack/dpa)
Symbolbild

„Ich freue mich sehr, den neun Praktikantinnen und 13 Praktikanten aus der Ukraine zum erfolgreich abgeschlossenen Praktikum gratulieren zu dürfen. Sie haben auf landwirtschaftlichen Betrieben in Süddeutschland gelebt, gearbeitet und gelernt. Äußerst dankbar bin ich, dass sie sich trotz des andauernden furchtbaren Krieges in ihrer Heimat ein halbes Jahr lang durch Lernen und Leben in der Landwirtschaft in Süddeutschland weiterbilden konnten. Ich wünsche allen Praktikantinnen und Praktikanten, dass sie auf ihren landwirtschaftlichen Betrieben das erworbene Wissen zu Hause anwenden können. Vor allem aber hoffe ich, dass sie die gesamte Zeit in den Gastfamilien in guter Erinnerung behalten. Ebenso gilt mein Dank den Gastfamilien, ohne die die Durchführung nicht möglich wäre, sowie AgrarKontakte International (AKI) für die Organisation der Praktikantenprogramme. Seit über 30 Jahren führt AKI Praktika mit verschiedenen Ländern durch, bei denen jährlich bis zu 100 Jungbäuerinnen und Jungbauern ein landwirtschaftliches Praktikum in Süddeutschland absolvieren“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Sabine Kurtz anlässlich der Verabschiedung ukrainischer Praktikantinnen und Praktikanten in der Evangelischen Tagungsstätte Bernhäuser Forst in Filderstadt.

Im Rahmen der offiziellen Verabschiedung erhielten die Praktikantinnen und Praktikanten, die in ihrer Heimat in der Ukraine landwirtschaftliche Fachschulen in unterschiedlichen Regionen besuchen, die von Minister Peter Hauk unterzeichneten Zertifikate über die erfolgreiche Teilnahme überreicht. Die besten Praktikanten wurden mit Preisen ausgezeichnet. Kurze Vorträge von zwei Praktikanten ebenso wie von zwei teilnehmenden Betrieben gaben einen Rückblick über das vergangene halbe Jahr.

Landwirtschaft spielt in der Ukraine eine bedeutende Rolle

„Die Ukraine ist bekannt für ihre fruchtbaren Schwarzerdeböden und die scheinbar endlosen Weizen- und Sonnenblumenfelder. Wir alle kennen die ukrainische Flagge, den blauen Himmel über dem gelben Feld. Landwirtschaft spielt in der Ukraine eine bedeutende Rolle. Flächenmäßig fast doppelt so groß wie Deutschland, bei nur der Hälfte der Einwohner, gibt es in der Ukraine sehr viel Raum für Agrarerzeugung. Die Ukraine versorgt den Weltmarkt mit wertvollem Getreide und leistet zur weltweiten Ernährungssicherung einen wichtigen Beitrag. Auch wenn unsere Betriebe in Baden-Württemberg für ukrainische Verhältnisse klein erscheinen mögen, hoffe ich, dass die Praktikantinnen und Praktikanten mit neuen Ideen nach Hause zurückkehren. Ich wünsche Ihnen, dass sie auch weiterhin offen für Neues bleiben. In der Landwirtschaft ist lebenslanges Lernen notwendig, denn die Rahmenbedingungen für die landwirtschaftliche Erzeugung verändern sich fortlaufend. Nur durch eine gute Bildung werden auch Perspektiven eröffnet, um sich persönlich und beruflich zu verwirklichen und neue Herausforderungen besser zu meistern“, sagte Staatssekretärin Sabine Kurtz.

Praktikantenprogramm mit der Ukraine

Das Praktikantenprogramm mit der Ukraine existiert bereits seit 2009, zuerst in direkter Kooperation mit den Fachschulen in der Ukraine bis 2014. Seit 2022 organisiert AKI das Praktikantenprogramm selbständig in Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlich-methodischen Zentrum für die Hochschul- und weiterführende Berufsbildung WMZ VFPO in der Ukraine. Dieses koordiniert die Auswahl der Fachschülerinnen und Fachschüler und die Vorbereitung in der Ukraine inklusive Deutsch-Sprachkursen.

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