Verkehr

Umstieg auf die Schiene statt Rheinbrücken-Stau

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Die Rheinbrücke Maxau zwischen Karlsruhe und Wörth (Foto: © dpa)

Ein umfangreiches Angebotspaket im Schienenpersonennahverkehr soll für Entlastung während der Straßen- und Brückensanierungsmaßnahmen bei Wörth sorgen.

Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg und der Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV) starteten am 10. September mit dem gemeinsamen Entlastungskonzept Schiene für die Rheinbrücke bei Wörth. Weil der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz angekündigt hatte, die Bauarbeiten im Bereich des Wörther Kreuzes noch vor Oktober von den eigentlichen Brückenarbeiten zu entkoppeln, startete bereits jetzt das Entlastungskonzept für Pendler, die normalerweise mit dem Pkw über die Rheinbrücke müssen. Mit dem Konzept besteht damit für Berufspendler eine gute Alternative im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) zwischen Karlsruhe und den pfälzischen Gemeinden.

Mit dem Start der Fahrbahnerneuerung im Bereich des Wörther Kreuzes werden Behinderungen im Pendlerverkehr auf der Straße erwartet. Deshalb haben sich das Verkehrsministerium und der ZSPNV gemeinsam dazu entschlossen, das Entlastungskonzept Schiene für die Rheinrücke Wörth mit Kapazitätserweiterungen und Zusatzzügen schon vor Beginn der eigentlichen Brückenbaumaßnahme zu starten und damit den Pendlern ein Angebot zum Umsteigen zu machen. Ende Oktober startet voraussichtlich die nun verschobene Brückensanierung seitens des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Dann soll das Angebot im SPNV lückenlos weitergeführt werden, und zwar bis Mitte Dezember 2019, bis zum dann folgenden internationalen Fahrplanwechsel.

Entlastungskonzept Schiene für die Rheinbrücke bei Wörth

Seit dem 10. September fahren mehrere zusätzliche S-Bahnen der DB Regio zwischen Karlsruhe, Wörth und Germersheim. Einzelne Stadtbahnen der AVG in Richtung Germersheim fahren am Nachmittag nach verändertem Fahrplan und halten zusätzlich in Rheinzabern Alte Römerstraße und Rülzheim Freizeitzentrum. Dies betrifft die Züge der Linie S52 mit den Nummern 85722, 85726 und 85730 mit Abfahrten in Wörth 16:18 Uhr, 17:18 Uhr und 18:18 Uhr. Damit fährt die Stadtbahn schon vor Ankunft des RE 6 (dieser kommt aus Karlsruhe Hbf) ab, um Platz für die zusätzliche S-Bahn Rhein-Neckar zu schaffen, die dann bis Germersheim fährt und so die Verbindung vom Karlsruher Hauptbahnhof herstellt. Wie schon mehrfach betont, werden aber die anderen beiden Express-Stadtbahnen mit Abfahrt in Wörth um 16:18 Uhr und 18:18 Uhr wegen der Zusatzhalte den Anschluss an die S-Bahn Rhein-Neckar in Germersheim verlieren.

Die Halte in Rheinzabern Alte Römerstraße und Rülzheim Freizeitzentrum werden insbesondere der Anbindung der dort zusätzlichen eingerichteten P&R-Plätze dienen, allerdings mit der Folge, dass die betreffenden Züge dann künftig später in Germersheim ankommen als üblich und so den Anschluss nach Speyer/Ludwigshafen planmäßig nicht erreichen können.

ÖPNV statt Rheinbrückenstau Flyer: Angebote auf der Schiene während der Straßen-und Brückensanierungsmaßnahmen bei Wörth (PDF)

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