Kinder und Jugendliche

Über 220 Aktionen für mehr Kinderschutz im Land

Mit einer hohen Beteiligung sind die landesweiten Aktionstage Kinder- und Jugendschutz 2025 erfolgreich zu Ende gegangen. Das Land förderte die Aktionen mit rund 300.000 Euro.

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Von hinten sind Kinder zu sehen, die im Wald mit einem Anhänger spielen.
Symbolbild

Mit einer hohen Beteiligung sind die landesweiten Aktionstage Kinder- und Jugendschutz 2025 in dieser Woche erfolgreich zu Ende gegangen. Mehr als 220 Aktionen von Kommunen und der Zivilgesellschaft haben in den vergangenen Monaten ein starkes Zeichen für den Schutz und die Rechte von Kindern und Jugendlichen gesetzt.

„Kinderschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und muss dort beginnen, wo Kinder und Jugendliche leben, spielen und lernen – in Familien, Vereinen, Kitas, Schulen und im digitalen Raum,“ sagte Sozialminister Manne Lucha zum Abschluss der Aktionstage Kinder- und Jugendschutz 2025 am Freitag, 1. August 2025, in Stuttgart. „Dass sich so viele Akteure beteiligt haben, zeigt: Baden-Württemberg steht zusammen, wenn es um die Rechte und das Wohlergehen unserer Kinder und Jugendlichen geht.“

Kinderschutz stärken: kreativ, vielfältig und wirksam

Die Aktionsformate reichten von Selbstbehauptungskursen für Kinder und Jugendliche, Elternabende zur Mediennutzung, Kinderschutztagen auf dem Marktplatz, Theaterprojekten zum Umgang mit Grenzverletzungen, Kinderrechte-Rallyes für Familien bis hin zu einem Tanzprojekt für Mädchen mit Behinderungen – immer standen die Stärkung und Selbstwirksamkeit von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien im Mittelpunkt. Eine Übersicht über alle Aktionen gibt es auf der interaktiven Landkarte des Sozialministeriums.

Lucha lobte das breite Engagement der Beteiligten: „Die Aktionstage machen sichtbar, was an vielen Orten tagtäglich geleistet wird. Sie zeigen aber auch, dass wir weiter investieren müssen – in Prävention, Schutzstrukturen und die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen.“

Sozialministerium fördert die Aktionen mit 300.000 Euro

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration hat die landesweiten Aktionstage initiiert und die Umsetzung durch Informationen, Materialien sowie einer übergreifenden Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Zudem förderte das Sozialministerium die Aktionen vor Ort mit insgesamt etwa 300.000 Euro über das Programm „Aktionstaler Kinder- und Jugendschutz“ der Allianz für Beteiligung. So konnten niedrigschwellig ganz unterschiedliche Projekte ermöglicht werden.

Sozialminister Lucha betonte die nachhaltige Wirkung der Aktionstage: „Wir müssen das Schweigen brechen und eine Kultur des Hinsehens und Handelns schaffen. Die Aktionstage setzen Impulse, die weit über den Tag hinauswirken – sie schaffen Aufmerksamkeit, stärken lokale Strukturen und fördern langfristiges Engagement.“

Strategie Masterplan Kinderschutz: Mittel wurden erhöht

Die Aktionstage Kinder- und Jugendschutz sind Teil der Strategie Masterplan Kinderschutz (PDF), die auf eine systematische, verbindliche und nachhaltige Stärkung des Kinder- und Jugendschutzes in Baden-Württemberg abzielt. Die Strategie wurde unter der Federführung des Sozialministeriums erarbeitet, im Juli 2025 veröffentlicht und wird in den kommenden Jahren umgesetzt.

Um den Kinderschutz wirksam weiterzuentwickeln, hat das Land die Mittel im Haushalt deutlich erhöht: Statt der bis 2023 im Haushalt veranschlagten 700.000 Euro jährlich stehen mit dem Masterplan Kinderschutz nun dauerhaft rund fünf Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung.

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