Polizei

„Strategiepatenschaft für Demokratie und Toleranz“ wird ausgeweitet

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)

30 Polizistinnen und Polizisten wurden als Strategiepaten ausgebildet, um ganz gezielt die Widerstandskraft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei in Baden-Württemberg zu stärken. Zum Jahreswechsel wird das Projekt zur Förderung von demokratischer Resilienz und Toleranz nun landesweit ausgerollt.

„Extremistische, diskriminierende oder staatsfeindliche Einstellungen stellen unsere Gesellschaft gerade stark unter Druck. Damit demokratiegefährdende Gedanken und Tendenzen auch in der Polizei erst gar nicht Fuß fassen können, tun wir alles, um unsere Polizistinnen und Polizisten gegen jegliche Form extremistischen Gedankenguts abzuhärten. Aus diesem Grund haben wir das Projekt ‚Strategiepatenschaft für Demokratie und Toleranz‘ auf den Weg gebracht: 30 Polizistinnen und Polizisten wurden von April 2021 bis April 2022 als Strategiepaten ausgebildet, um ganz gezielt die Widerstandskraft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei in Baden-Württemberg zu stärken. Zum Jahreswechsel wird das Projekt zur Förderung von demokratischer Resilienz und Toleranz nun landesweit ausgerollt“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl anlässlich der landesweiten Ausweitung des Projektes „Strategiepatenschaft für Demokratie und Toleranz“ in der Polizei Baden-Württemberg.

Erfolgreiches Pilotprojekt

Vor zwei Jahren startete das Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex), das beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg angesiedelt ist, gemeinsam mit den Polizeipräsidien Heilbronn, Stuttgart, Ludwigsburg, Karlsruhe und Mannheim das Pilotprojekt „Strategiepatenschaft für Demokratie und Toleranz“. Insgesamt wurden bereits 30 Polizistinnen und Polizisten vom konex gemeinsam mit Kooperationspartnern wie der Landeszentrale für politische Bildung, dem Demokratiezentrum Baden-Württemberg und dem Haus der Geschichte zu Strategiepatinnen und Strategiepaten ausgebildet. Diese sollen innerhalb der Polizei Impulse setzen, die den Dialog zu Fragen der demokratischen Resilienz fördern und zum Mitdenken und Mitdiskutieren anregen. Hierzu halten sie beispielsweise Vorträge, veranstalten Seminare und Workshops, organisieren Fahrten zu Museen und Gedenkstätten, gestalten interkulturelle Austauschformate und Wanderausstellungen oder erstellen Inhalte für die interne Öffentlichkeitsarbeit. Das Projekt wurde wissenschaftlich begleitet.

„Die begleitende Forschung zum Pilotprojekt zeigt, dass die Maßnahmen der Strategiepatinnen und Strategiepaten sehr positiv aufgenommen werden. Hier sind wir auf dem richtigen Weg“, so Innenminister Thomas Strobl. Deshalb wird das Projekt jetzt zum Jahreswechsel auch landesweit ausgerollt: Alle Polizeidienststellen und Einrichtungen der Polizei im Land können dann ihre eigenen Strategiepatinnen und Strategiepaten durch das konex qualifizieren lassen.

Positive Resonanz bei der Zielgruppe

„Nach dem erfolgreichen Abschluss des Pilotprojektes freut es mich sehr, dass wir das Projekt nun im ganzen Land ausrollen. Das ist eine Unterstützung für alle Polizeibediensteten, um ihren verantwortungsvollen und herausfordernden Dienst für uns alle bestmöglich erfüllen zu können“, so Innenminister Thomas Strobl.

Mit den Maßnahmen der Strategiepatinnen und Strategiepaten konnten bisher bereits rund 2.500 Beschäftigte erreicht werden. Und das mit Erfolg: 90 Prozent waren sehr zufrieden mit den Veranstaltungen. Die Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitforschung unterstreichen, dass das Pilotprojekt einen deutlichen Mehrwert und sehr positive Resonanz bei der Zielgruppe erzielt hat.

Weitere Meldungen

Übergabe des neuen Dienstgebäudes der Staatsanwaltschaft Ellwangen
Justiz

Neues Dienstgebäude für die Staatsanwaltschaft Ellwangen

Zentrale Vereidigungsfeier der Polizei Baden-Württemberg in der voll besetzten Helios Arena in Villingen-Schwenningen
Polizei

Über 1.100 neue Polizistinnen und Polizisten feierlich vereidigt

von links nach rechts: Präsidentin des Landesarbeitsgerichts Dr. Betina Rieker, Direktor des Arbeitsgerichts Heilbronn a.D. Dr. Carsten Witt und Amtschefin Gerda Windey
Justiz

Direktor des Arbeitsgerichts Heilbronn tritt in Ruhestand

von links nach rechts: Präsidentin des Landesarbeitsgerichts Dr. Betina Rieker, Direktor des Arbeitsgerichts Freiburg a.D. Martin Gremmelspacher, und Amtschefin Gerda Windey
Justiz

Direktor des Arbeitsgerichts Freiburg tritt in Ruhestand

Ein Mädchen watet durch die überschwemmte Innenstadt von Veringenstadt.
Gesellschaft

Pilotkommunen erproben verbesserte Zusammenarbeit im Krisenfall

Staatssekretär Siegfried Lorek MdL
Opferschutz

Land stärkt Opferschutz und stellt sich Antisemitismus entgegen

Ein Mann tippt auf einer beleuchteten Tastatur eines Laptops.
Justiz

Strafverfolgungsstatistik 2025 veröffentlicht

Schülerinnen mit Smartphones
Internet

Junge Menschen im Umgang mit Gefahren im Netz stärken

Symbolbild: Eine Frau versucht sich vor der Gewalt eines Mannes zu schützen (Bild: dpa).
Opferschutz

13 Millionen Euro für Opfer aus Gewalttaten

Schematische Darstellung von CCS-Prozessen zur on-shore-Speicherung (links) und off-shore-Speicherung (rechts).
Klimaschutz

Bürgerforum zur CO2-Speicherung

Logo des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“
Ländlicher Raum

29. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gestartet

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Auswahlprozess für neuen Jugendberaterkreis gestartet

Landgericht Ulm
Justiz

Staatsangehörigkeit von Tatverdächtigen wird genannt

Vordere Reihe (von links nach rechts): Julia Hellmann, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt und Petra Klein  Hintere Reihe (von links nach rechts): Dr. Sarah Straub, Michael Kühn, Anne Stöhr, Panajotis Neuert und Claudia Österle
Justiz

Tag der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer 2026

20261008_MIN Kriegsgräberfürsorge
Gedenken

Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.