Bundesrat

Steuervorteile bei Abschreibungen und Elektro-Rädern

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Frau unterwegs mit einem Elektrofahrrad (Foto: © dpa)

Der Bundesrat hat mehrere Initiativen des Landes zu Steuerverbesserungen bestätigt. Unter anderem waren Anträge für eine höhere Abschreibungsgrenze für Anschaffungen von Unternehmen und zur Einbeziehung von Pedelecs und Fahrrädern in die Steuererleichterung elektrischer Dienstfahrzeuge erfolgreich.

In der heutigen Sitzung des Bundesrates sind mehrere Initiativen des Landes Baden-Württemberg zu Steuerverbesserungen bestätigt worden. Erfolgreich waren unter anderem die Anträge für eine höhere Abschreibungsgrenze für Anschaffungen von Unternehmen und zur Einbeziehung von Pedelecs und Fahrrädern in die Steuererleichterung elektrischer Dienstfahrzeuge. „Unsere Initiativen für mehr Klimaschutz und weniger Bürokratie haben eine wichtige Hürde genommen“, sagte Finanzministerin Edith Sitzmann.

Höhere Abschreibungsgrenze für Anschaffungen von Unternehmen

„Eine höhere Abschreibungsgrenze von 1000 Euro würde die aufwändige Poolabschreibung auf fünf Jahre bei Unternehmen überflüssig machen“, so die Finanzministerin. Derzeit liegt die Grenze für die Sofortabschreibung von sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgütern bei 800 Euro. Zwischen 800 und 1000 Euro ist die Poolabschreibung notwendig. Neben der Entbürokratisierung wäre ein weiterer Vorteil, dass die Steuerentlastung sich direkt zugunsten der Betriebe auswirken würde. Bereits 2017 hatte sich Baden-Württemberg für eine Erhöhung von 410 Euro auf 1000 Euro eingesetzt, die damalige Große Koalition hatte sich jedoch nur auf 800 Euro geeinigt – und die Poolabschreibung damit erhalten.

Steuervorteile auch für Pedelecs und Fahrräder

Eine klimafreundliche Mobilität steht im Vordergrund des zweiten Antrages. „Wenn Steuervorteile auch für Pedelecs und Fahrräder gelten, verschafft dies Beschäftigten viel mehr Flexibilität. Pedelecs sind beliebt und für sie sollten hier die gleichen Regeln gelten wie für Elektroautos“, so Sitzmann. Hintergrund für diese Initiative des Landes sind die Pläne des Bundesfinanzministeriums, den zu versteuernden geldwerten Vorteil bei privater Nutzung eines elektrischen Dienstwagens von 1 Prozent auf 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises zu senken. „Damit ist die elektrische Variante des Fahrrads genauso attraktiv wie ein Elektroauto. Weil Räder günstiger sind, kommt das sicherlich für mehr Unternehmen in Frage. Und es kann eine wichtige Komponente für die Luftreinhaltung in vielen Ballungsräumen sein“, kommentierte Finanzministerin Sitzmann. Zudem entspräche eine solche Erweiterung der Fahrzeuge auch dem zunehmend breitgefächertem Mobilitätsverhalten der Bevölkerung.

Anhebung der Steuerfreigrenze für gemeinnützige Vereine

Auch die Initiative zur Anhebung der Steuerfreigrenze von 35.000 Euro auf 45.000 Euro für gemeinnützige Vereine hat Baden-Württemberg zusammen mit anderen Ländern beantragt. Grundsätzlich sind gemeinnützige Vereine von der Körperschafts- und Gewerbesteuer befreit, werden jedoch Einnahmen im sogenannten wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb erzielt, können Ertragssteuern anfallen. Mit der höheren Freigrenze, die zum Beispiel bei Getränke-und Speisenverkauf eines Vereines bei einem Fest greift, wird das Ehrenamt entlastet. „Das stärkt die ehrenamtliche Arbeit im Land”, stellte Sitzmann fest. „Eine Änderung der Steuerfreigrenze wirkt sich unmittelbar und positiv für die Vereine aus.”

Weitere Meldungen

Das Flügelrad für Radioaktivität ist auf einer sogenannte Ringleitung für hochkonzentriertes Radon zu sehen.
Strahlenschutz

Ergebnisse des Radon-Messprogramms

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk fordert schnelle Entlastungen bei Energiepreisen

Verkehrsminister Winfried Hermann
Online-Dialog

Online-Dialog mit Verkehrsminister Winfried Hermann

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Stuttgart, 03.03.2026: Staatssekretär Andre Baumann (zweiter von links) mit den Gründern des Ombudsverein Erdwärme e. V. (von links): Dr. Herbert Pohl (Geschäftsführer, Deutsche ErdWärme GmbH), Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Dr. Horst Kreuter (Vulcan Energie Ressourcen GmbH), Andreas Mühlig (Leiter GE Erzeugung Betrieb EnBW Energie Baden-Württemberg AG), Dr. Hansjörg Roll (Mitglied des Vorstands, MVV Energie AG), Klaus Preiser (Geschäftsführung, badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG), Jürgen Scheurer (Geschäftsführer, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.), Jörg Dürr-Pucher, (Vorsitzender, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.)
Energiewende

Ombudsverein Erdwärme für schnelle Schlichtungen gegründet

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Mehr Förderung und Flexibilität für den Weinbau

Ein Brennstoffzellen-Hybridbus der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) steht in Stuttgart an einer Bushaltestelle.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Kommunale Wärmeversorgung mit Biogas in Weikersheim

Ein Intercity steht in einem Bahnhof. (© picture alliance/Klaus-Dietmar Gabbert/zb/dpa)
Sicherheit

Landesweiter Prozess für mehr Sicherheit im Bahnverkehr

Minister Winfried Hermann mit der AMEISE des Fraunhofer-Instituts
Autonomes Fahren

Autonomes Fahren im ÖPNV macht weiter Fortschritte