Frühkindliche Bildung

Start der Kita-Kampagne „Mehr bekommst du nirgendwo!“

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Erzieherin ließt drei Kleinkindern aus einem Buch vor (Bild: © dpa).

Mit der neuen Werbekampagne „Mehr bekommst du nirgendwo!“ wirbt das Land für den Erzieherinnen- und Erzieherberuf. Die Kampagne transportiert die Freude an der Arbeit mit kleinen Kindern und gibt Einblicke in den Beruf.

„Mehr bekommst du nirgendwo!“ lautet der Titel der Werbekampagne zur Gewinnung neuer Erzieherinnen und Erzieher sowie Sozialpädagogischer Assistentinnen und Assistenten. Die Kampagne transportiert die Freude an der Arbeit mit kleinen Kindern und gibt Einblicke in den Beruf, in dem viel mehr steckt als viele denken. Im Kinderhaus Egelsee in Neuhausen auf den Fildern hat Staatssekretär Volker Schebesta am 18. Januar 2023 den Startschuss gegeben und gemeinsam mit dem Leiter des Kinderhauses, Hannes Eisenbraun, bei der Kick-Off-Veranstaltung im Mini-Pressezentrum die Kampagne vorgestellt. Anschließend führte Hannes Eisenbraun, Staatssekretär Volker Schebesta und die anwesenden Pressevertreterinnen und -vertreter durch die Kinderkunst-Galerie, für welche die Kinder ihre Vorstellung von ihrer Traumerzieherin oder ihrem Traumerzieher gestalterisch umgesetzt haben.

„Wir brauchen noch mehr gut qualifiziertes Personal in unseren Kitas, um den steigenden Betreuungsbedarf zu decken und den pädagogischen Fachkräften bessere Arbeitsbedingungen bieten zu können“, sagt Staatssekretär Volker Schebesta. „Deshalb wollen wir zeigen, dass der Beruf als Erzieherin oder Erzieher absolut attraktiv ist. Dafür werben wir.“ Er ergänzt: „Um die angespannte Lage in den Kindertageseinrichtungen besser in den Griff zu bekommen, haben wir bereits vieles auf den Weg gebracht. Am deutlichsten zeigt sich dies bei den Ausbildungskapazitäten. Die Zahl der Erzieherinnen und Erzieher in Ausbildung hat sich gegenüber dem Jahr 2008/2009 nahezu verdoppelt. Von unserer Kampagne versprechen wir uns aber einen Beitrag für noch mehr qualifiziertes Personal für unsere Kitas.“

Kampagne im Rahmen des Pakts für gute Bildung und Betreuung

Ausschlaggebend für die Kampagne ist auch, dass immer weniger junge Menschen nach dem Schulabschluss eine Ausbildung beginnen. Mit der Werbekampagne „Mehr bekommst du nirgendwo!“ geht das Kultusministerium gegen diesen Trend an. Gemeinsam mit der Werbeagentur „von morgen“ aus Köln sowie dem Redaktionsbüro „R.OT“ aus Stuttgart hat es die Kampagne im Rahmen des Pakts für gute Bildung und Betreuung entwickelt. Sie soll multimedial mit analogen und digitalen Elementen auf verschiedenen Kanälen die entsprechenden Zielgruppen erreichen. Von Plakaten und Postkartenaktionen bis hin zu Youtube-Videos und einer zentralen Info-Website sollen verschiedene Zielgruppen angesprochen werden: Schulabgängerinnen und Schulabgänger in der Berufsorientierungsphase, Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher, aber auch ältere Personen, die sich neu orientieren möchten. Außerdem gesucht: Leute, die bisher als Zusatzkräfte in Kindertageseinrichtungen arbeiten und nicht zuletzt Träger von Kindertageseinrichtungen, die die vergüteten Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen.

Das Credo: Kinder auf ihren Entwicklungsschritten zu begleiten ist eine Bereicherung. Die Kampagne transportiert via Videoclips Geschichten von frisch gestarteten Auszubildenden, Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern sowie erfahrenen Erzieherinnen und Erziehern. Kultusministerin Theresa Schopper sagt zu der Kampagne: „Die Arbeit mit Kindern ist sinnstiftend und zählt zu den schönsten Tätigkeiten überhaupt. Ich verspreche mir von der Kampagne, Menschen für Berufe in der frühkindlichen Bildung zu begeistern und auf diese Weise mehr gut qualifiziertes Personal für unsere Kitas zu gewinnen.“

Studien belegen für Baden-Württemberg einen Mangel an Kita-Plätzen, die Bertelsmann Stiftung geht im jüngsten Ländermonitor von 57.600 aus. Um die Betreuungslücke zu schließen und den bundesgesetzlichen Betreuungsanspruch voll zu realisieren, müssten demnach in Baden-Württemberg bis zu 16.800 zusätzliche Fachkräfte eingestellt werden. Das Land investiert im Pakt für gute Bildung und Betreuung seit dem Jahr 2019 schrittweise bis zum Endausbau im Jahr 2024 bis zu 80 Millionen Euro jährlich. Bestandteil des Pakts für gute Bildung und Betreuung ist eine Offensive für gut ausgebildete Fachkräfte, wozu auch die aktuelle Werbekampagne gehört.

Kampagne „Mehr bekommst du nirgendwo!“

Weitere Meldungen

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Integration

Zehn Jahre Mentorinnen-Programm für Migrantinnen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Mitte) mit den Trägerinnen und Trägern der Wirtschaftsmedaille 2026
Wirtschaft

Wirtschaftsmedaille des Landes verliehen

Symbolbild: Bewohner des Mehrgenerationenhauses in Überlingen stehen auf Balkonen.
Wohnungsbau

Land unterstützt zehn innovative Wohnbauvorhaben

Ein Mitarbeiter der Porsche AG montiert im Porsche-Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen einen Porsche 718 Cayman.
Automobilwirtschaft

Zehn Punkte für einen starken Automobilstandort

Studierende sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

„Zukunftsprogramm Hochschule 2030“ stärkt Innovation

Eröffnung Technologiezentrum Bundesakademie Deutsches Bäckerhandwerk
Handwerk

Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks modernisiert

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Leichte Entspannung am Arbeitsmarkt

Finanzamt
Finanzämter

Strukturreform der Steuerverwaltung

Logo
Gründungsförderung

Start-up BW Pre-Seed nimmt weitere Unternehmen auf

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Mehr Steuereinnahmen, aber kein zusätzlicher Spielraum

Portraitbild vom neuen Leiter des Finanzamts Stuttgart-Körperschaften Götz Kriegel
Finanzverwaltung

Neuer Leiter des Finanzamts Stuttgart-Körperschaften

Zulieferertag 2026
Automobilwirtschaft

Wie Automobilzulieferer wettbewerbsfähig bleiben wollen

Start-up BW Local
Gründungsförderung

Auszeichnung für 23 Kommunen und Kommunalverbünde

Ein Basketball liegt auf dem Boden einer Turnhalle.
Schulsport

Erfolgreiche Schulsportmannschaften geehrt

Delegationsreise China
Außenwirtschaft

Dörflinger auf Delegationsreise in China