Migration

Standortprüfung einer Erstaufnahmeeinrichtung in Lahr

Das Land hat Vertreter der Stadt Lahr darüber informiert, welche Auswirkungen eine Erstaufnahmeeinrichtung auf einen Standort hat.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Schild mit der Aufschrift „Flüchtlingserstaufnahmestelle“, im Hintergrund ein Fahrzeug an einer Einfahrt.
Symbolbild

Das Land prüft momentan, ob sich das im Landeseigentum befindliche Grundstück nördlich der Hochschule für Polizei in Lahr als Standort für eine Erstaufnahmeeinrichtung eignet. Die Prüfung des Grundstücks befindet sich in einem frühen Stadium und ist ergebnisoffen. Das Land nimmt die Prüfung unter Einbeziehung der örtlichen Belange vor. In diesem Zusammenhang haben Vertreter des Ministeriums der Justiz und für Migration am 7. Juli 2025 darüber informiert, welche Auswirkungen eine Erstaufnahmeeinrichtung auf einen Standort hat und Fragen der Vertreter der Stadt hierzu beantwortet. Bei dem Treffen erläuterte das Ministerium den Vertretern der Stadt die Situation der Erstaufnahme und informierte über den aktuellen Stand der Prüfung.

Stadt- und Landkreise, die Standort einer Einrichtung der Erstaufnahme des Landes sind, werden weniger Asylsuchende zugewiesen, als sie ohne eine solche Einrichtung erhalten würden. Die dauerhafte jährliche Entlastung beträgt ein Fünftel der Regelkapazität einer Einrichtung unabhängig davon, ob diese tatsächlich belegt wird. Zur Erläuterung dient folgendes Rechenbeispiel: Hat eine Erstaufnahmeeinrichtung eine Regelkapazität von 1.000 Personen, werden pro Jahr 200 Asylsuchende weniger zugewiesen. Abhängig von der tatsächlichen Belegung befinden sich damit (bei einer vollen Auslastung nach dem fünften Jahr, bei einer Auslastung nur zur Hälfte bereits nach zweieinhalb Jahren) in einem Kreis weniger Asylsuchende, wenn er über eine Erstaufnahmeeinrichtung verfügt. Die betroffenen Landkreise sollen die Kommune, in der sich die Einrichtung befindet, entsprechend von der Zuweisung in die kommunale Anschlussunterbringung freistellen.

In den Erstaufnahmeeinrichtungen werden grundsätzlich alle für die Unterbringung, Betreuung und Versorgung der Asylsuchenden erforderlichen Dienstleistungen erbracht, insbesondere die Kinderbetreuung und die ärztliche Versorgung.

Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes

Die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Baden-Württemberg verfügen derzeit über eine Regelkapazität für bis zu rund 6.400 Personen und sind aktuell zu circa 77 Prozent ausgelastet.

Der Ministerrat hat im Frühjahr 2024 beschlossen, die Regelkapazitäten der Erstaufnahmeeinrichtungen für bis zu 12.000 Personen auf 15.000 Plätze auszubauen.

Damit soll dem Wunsch der Kommunen Rechnung getragen werden, um möglichst nur Personen weiter zu verteilen, die eine Bleibeperspektive haben. Darüber hinaus geht es darum, für plötzliche Fluchtbewegungen, wie sie der Krieg in der Ukraine ausgelöst hat, über Pufferkapazitäten zu verfügen und zugleich Zivilschutzkapazitäten für Krisensituationen zu schaffen.

Die Suche nach geeigneten Liegenschaften ist zu einer Daueraufgabe aller Aufnahmeebenen geworden. Das Land ist daher gehalten, alle in Betracht kommenden Möglichkeiten zu prüfen, die zu einer Erweiterung der Kapazitäten der Erstaufnahme beitragen könnten.

Weitere Meldungen

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Integration

Land fördert 37 lokale Integrationsprojekte

Abgelehnte Asylbewerber steigen in ein Flugzeug. (Foto: © dpa)
Migration

Fünf Straftäter aus dem Land nach Afghanistan abgeschoben

Aus den Händen von Justizminister Moritz Oppelt (links( hat Thorsten-Peter Krapp (Mitte) seine Ernennungsurkunde zum neuen Leiter der Staatsanwaltschaft Freiburg – Zweigstelle Lörrach erhalten. Zu den ersten Gratulanten zählte der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Michael Krauß (rechts).
Justiz

Neuer Leiter der Staatsanwalt­schaft Freiburg – Zwst. Lörrach

Polizei mit BW-Wappen
Polizei

140 neue Polizistinnen und Polizisten

Eine Hand greift nach einem digitalen Paragrafen
Justiz

Auf dem Weg zur digital vernetzten Justiz der Zukunft

Landkreis Ravensburg
Gemeinsamer Antrag 2026

Ergebnisse des Flächenüber­wachungssystems einsehbar

Salbei-Glatthafer-Wiese auf einer Böschung im Frühsommer (Foto: © Dr. Tillmann Stottele)
Arten- und Klimaschutz

Wettbewerb „Straßenoasen“ geht in die nächste Runde

Vier Menschen stehen lächeld da und tragen Fahrradhelme.
Radverkehr

Sieger der STADTRADELN-Derbys stehen fest

Links: Prof. Dr. Andreas Gundelwein, rechts: Dr. Jens Bortloff
Kunst und Kultur

TECHNOSEUM erhält neue Doppelspitze

Ein Mitarbeiter des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, Abteilung Cyberkriminalität, während der Online-Recherche.
Sicherheit

Organisierte Kriminalität und Wirtschaftskriminalität in 2025

Neue Polizeimotorräder
Polizei

Neue Motorräder für die Polizei

Digitalfunk BOS
Polizei

Polizei rettet Leben

von links nach rechts: Landespolizeidirektor Carsten Höfler, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Offenburg Andreas Bjedov und Staatssekretär Reiner Moser
Polizei

Neuer Polizeipräsident beim Polizeipräsidium Offenburg

Polizeikräfte bei einem Einsatz im Fußballstadion.
Polizei

Positive Sicherheitsbilanz der Fußballsaison 2025/2026

Polizeistreife bei Verkehrsunfall
Verkehrssicherheit

Halbjahresbilanz der Verkehrsunfallentwicklung