Industriekonjunktur

Stabilisierungsmaßnahmen greifen, aber noch keine Entwarnung

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Monteurin arbeitet im Werk zwei des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen an einem Getriebe für Lastwagen, das ZF Traxon heißt. (Bild: © picture alliance/Felix Kästle/dpa)

Das Statistische Landesamt hat aktuelle Zahlen zur Industriekonjunktur veröffentlicht. Aus Sicht von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut greifen die Stabilisierungsmaßnahmen von Bund und Land, für eine Entwarnung sei es zu früh.

„Die Entwicklung der Indikatoren zeigt, dass die baden-württembergische Industrie sich zunehmend vom Corona-Schock erholt. Konsumenten und Unternehmen fassen wieder verstärkt Vertrauen. Das alles sind deutliche Anzeichen dafür, dass die Stabilisierungsmaßnahmen von Bund und Land greifen. Für eine Entwarnung ist es dennoch zu früh. Der coronabedingte wirtschaftliche Tiefpunkt mag hinter uns liegen, aber wir dürfen nicht vergessen: Die Industriekonjunktur war schon vor Corona abwärtsgerichtet. Auch im zweiten Halbjahr gilt es, den Aufschwung mit wirksamen Impulsen zu stützen“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der vom Statistischen Landesamt veröffentlichten Juni-Zahlen zur Industriekonjunktur.

Rahmenbedingungen für Wachstum und Beschäftigung zukunftsfest gestalten

Produktion und Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe seien schon etwa seit dem vierten Quartal 2019 tendenziell gesunken, die Auftragseingänge sogar bereits seit 2018, so die Ministerin. „Rettungsmaßnahmen waren zu Beginn der Pandemie das Gebot der Stunde. Jetzt müssen wir dazu übergehen, die Rahmenbedingungen für Wachstum und Beschäftigung unseres Standorts zukunftsfest zu gestalten.“ Das Ziel sei eine Wachstumspolitik, die sich an digitalen und ökologischen Herausforderungen orientiere.

Einen zentralen Beitrag zur Stärkung des Standorts Baden-Württemberg sieht Hoffmeister-Kraut in dem von ihr vorgeschlagenen einzelbetrieblichen Innovationsförderprogramm „Invest BW“. „Mit einem solchen Programm schaffen wir Anreize für Investitionen und können Baden-Württemberg als Standort für Zukunftstechnologien noch stärker im nationalen und internationalen Wettbewerb platzieren“, so die Ministerin. „Für entsprechende Investitionen und Innovationen benötigen unsere Unternehmen aber auch international wettbewerbsfähige Unternehmenssteuern, Energiekosten, die nicht aus dem Ruder laufen, und Planungsverfahren, die sich nicht endlos in die Länge ziehen.“

Pressemitteilung des Statistischen Landesamts vom 3. August 2020: Südwestindustrie im Juni 2020: Corona-bedingter Umsatzeinbruch schwächt sich deutlich ab

Pressemitteilung des Statistischen Landesamts vom 3. August 2020: Südwestindustrie im Juni 2020: Nach Shutdown – Aufholungsprozess setzt sich fort

bw-invest.de

Weitere Meldungen

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal gewinnt den Regional Cup Tübingen

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Eine Mitarbeiterin des Kunstmuseums in Stuttgart geht durch eine Ausstellung.
Kunst und Kultur

Land fördert nichtstaatliche Museen mit 300.000 Euro

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Verhaltene Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Bescheidübergabe am 31. März 2026
Wirtschaft

Land stärkt Automotive-Standort im Rems-Murr-Kreis

Euro-Banknoten
Haushalt

Ratingagenturen bestätigen Spitzenbewertungen für das Land

Ein Student im Praktischen Jahr am Universitätsklinikum Heidelberg spricht mit einem Patienten.
Gesundheitsberufe

Neuer Weg ins Medizinstudium startet

Hand hält Smartphone mit geöffneter MeinELSTER+-App, die eine vorausgefüllte Steuererklärung und Abgabe per Klick zeigt, im hellen Bürohintergrund.
Steuern

Anmeldestart für Steuererklärung mit einem Klick

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Straßenbau

500 Millionen Euro für Straßenerhalt im Land

Bauarbeiter laufen in Stuttgart an Neubauten der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) vorbei. (Foto: © dpa)
Wohnraumförderung

Bau von 3.367 Sozialwohnungen bewilligt

Gruppenbild mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (vorne, Mitte) und den Ordensprätendentinnen und Ordensprätendenten
Auszeichnung

Verdienstorden des Landes an 27 verdiente Persönlichkeiten

Ein Arzt nimmt an dem Finger eines jungen Mannes Blut ab.
Medizinische Versorgung

Bericht zur anonymen Kranken­behandlung veröffentlicht

Neue Herausforderungen für die Kriminaltechnik in Bayerns
Wirtschaft

Länder fordern Anpassung der Chemieagenda 2045