Hochbau

Neubauprojekte an der Hochschule Offenburg

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Neubau des „Peter-Osypka-Institute for Pacing and Ablation“ (POI) (Foto: © Bernhard Strauss Photographie)

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett hat den Spatenstich für den Forschungsneubau des Regionalen Innovationszentrums für Energietechnik vorgenommen und zudem den Neubau des „Peter-Osypka-Institute for Pacing and Ablation“ an die Hochschule Offenburg übergeben.

Mit dem Regionalen Innovationszentrum für Energietechnik (RIZ Energie) entsteht in Offenburg eine wichtige Forschungsplattform. „Wir schaffen die räumlichen Voraussetzungen, um Umwelttechnologie, Erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz bestmöglich zu bündeln“, sagte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett. „Ich freue mich, dass dieses wichtige Themenfeld gestärkt wird und beste Voraussetzungen geschaffen werden, um intensiv zu forschen und Nachwuchskräfte zu qualifizieren“, so Splett.

Intelligente Vernetzung und neuartige Energieanwendungen

„Die Energiewende braucht Innovationstreiber. Damit es uns gelingt, die Elektromobilität in Kombination mit regenerativen Energien voranzubringen, benötigen wir intelligente Vernetzung und neuartige Energieanwendungen. Beides wird im RIZ Energie künftig erforscht. Dass damit auch die Basis für eine Intensivierung der wissenschaftlichen Kooperation in der Trinationalen Metropolregion Oberrhein geschaffen wird, ist eine sehr erfreuliche Entwicklung“, so Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

Der Neubau erschließt das Gelände nördlich des Campusareals. Es ist der erste Baustein einer langfristig angelegten Erweiterung zur Innenstadt hin. Auf rund 1.600 Quadratmetern wird neben modernen Arbeitsplätzen auch eine sogenannte Technikumshalle entstehen, in der komplexe Versuchsaufbauten errichtet werden können.

Der Neubau selbst setzt ein Zeichen für energieeffizientes Bauen. Er soll weitestgehend CO2-neutral betrieben werden. Die Gebäudehülle wird energetisch fast so gut wie bei einem Passivhaus sein, eine Wärmepumpe unterstützt die Heizung mit Wärme aus Grundwasser, und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert einen Teil des benötigten Stroms.

Insgesamt sollen für den aus dem RegioWIN-Wettbewerb hervorgegangenen Forschungsneubau RIZ Energie 10 Millionen Euro investiert werden. Das Geld kommt dabei zur Hälfte aus Fördermitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). 30 Prozent werden über Stiftungs- und Eigenmittel der Hochschule finanziert. Die übrigen 20 Prozent investiert das Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Spende von 2 Millionen Euro

Bei den Feierlichkeiten für den Spatenstich des RIZ Energie wurde auch das Ende vorigen Jahres fertiggestellte „Peter-Osypka-Institute for Pacing and Ablation“ (POI) offiziell der Hochschule übergeben. Splett bedankte sich bei Professor Peter Osypka für dessen Spende von 2 Millionen Euro für den Bau des nach ihm benannten Forschungsinstituts.

Das Institut forscht und entwickelt im wichtigen Bereich der Kardiologie. „Industrie und Öffentlichkeit schätzen die Arbeit des POI sehr. Es bietet zahlreiche Lehr- und Weiterbildungsveranstaltungen an, die neben der Theorie vor allem die praktische Handhabung der verschiedenen Verfahren in den Vordergrund stellen“, sagte Splett. 

„Mit dem Peter-Osypka-Institut (POI) verfügt die Hochschule Offenburg nun über beste Voraussetzungen, sich als Hochschulstandort im Bereich der angewandten medizintechnischen Forschung über die Landesgrenzen hinaus weiter profilieren zu können“, so Ministerin Bauer abschließend.

Der Neubau des POI umfasst auf rund 500 Quadratmetern Labor- und Büroräume. Insgesamt wurden für den Neubau 2,14 Millionen Euro investiert.

Peter Osypka Institute for Pacing and Ablation

Regionales Innovationszentrum für Energietechnik

Weitere Meldungen

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Euro-Banknoten
Haushalt

Ratingagenturen bestätigen Spitzenbewertungen für das Land

Ein Student im Praktischen Jahr am Universitätsklinikum Heidelberg spricht mit einem Patienten.
Gesundheitsberufe

Neuer Weg ins Medizinstudium startet

Hand hält Smartphone mit geöffneter MeinELSTER+-App, die eine vorausgefüllte Steuererklärung und Abgabe per Klick zeigt, im hellen Bürohintergrund.
Steuern

Anmeldestart für Steuererklärung mit einem Klick

Ministerin Razavi mit den neuen Regierungsbaumeisterinnen und Regierungsbaumeistern 2026. V.l.: Manuel Riedlinger, David Maihöfer, Ministerin Nicole Razavi MdL, Annika Bauer, Johannes Martin Schöckle und Salome Cynthia Schwarz.
Städtebau

Regierungsbaumeisterinnen und -baumeister verabschiedet

Eine Person in medizinischer Kleidung hält eine Digitalkamera speziell für den klinischen Einsatz. (Bild: Maja Hitij/dpa)
Technologie

Land fördert Miniatur-Batterien für Medizintechnik

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht Prof. Dr. Hubert Klausmann (rechts) die Staufermedaille in Gold.
Auszeichnung

Staufermedaille in Gold an Prof. Dr. Hubert Klausmann

Studenten sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

Drei Exzellenzuniversitäten in Baden-Württemberg

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.
Innovation

Baden-Württemberg bleibt Patent-Spitzenreiter

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land fördert zukunftsweisende Chip-Technologien

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
Wirtschaft

Strategieprozess stärkt Zukunft der Dienstleistungswirtschaft

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Besucher der Gamescom erleben mit VR-Brillen die virtuelle Realität.
Digitalisierung

Land fördert immersive Technologien mit 2,4 Millionen Euro