Gedenken

Scheckübergabe an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

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V.l.n.r: Staatssekretär Wilfried Klenk, Oberst Dieter Bohnert, stellvertretenden Kommandeurs des Landeskommandos, Oberstleutnant d. R. Joachim Fallert, Landesvorsitzender des Verbands der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V., und Justizminister Guido Wolf bei der Scheckübergabe. (Bild: Thomas Klink)

Anlässlich der symbolischen Scheckübergabe im Rahmen der jährlichen Sammelaktion für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat Staatssekretär Wilfried Klenk den Sammlerinnen und Sammlern gedankt und die Arbeit des Volksbunds als wichtigen Beitrag für den Frieden gewürdigt.

Staatssekretär Wilfried Klenk lud in den Marmorsaal des Neuen Schlosses zur symbolischen Scheckübergabe an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ein. Der Verein sorgt dafür, dass mehr als 2,7 Millionen Kriegsgräber in 44 Staaten gepflegt werden können. Justizminister Wolf nahm den Scheck in seiner Funktion als Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg entgegen. „Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hält die Erinnerung an Krieg und Gewaltherrschaft wach. Diese Erinnerungen haben 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges die alten Feindbilder überwinden helfen“, betonte Staatssekretär Klenk.

„Das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen des Gedenkens an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren – ein Gedenken gerade an die wechselvolle Beziehung zwischen Frankreich und Deutschland. 100 Jahre später haben die Menschen links und rechts des Rheins die alten Feindbilder überwunden. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge leistet einen ganz wichtigen Beitrag dazu, dass das Andenken an die Opfer der Kriege im Bewusstsein der Menschen bleibt. Mit diesem Andenken leistet der Volksbund einen wichtigen Beitrag zum Frieden. Die vielen Soldatinnen und Soldaten, Reservistinnen und Reservisten haben mit ihrer jährlichen Sammelaktion für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wieder eine beträchtliche Summe an Spenden gesammelt, um das Gedenken nicht verblassen zu lassen“, sagte Staatssekretär Wilfried Klenk anlässlich der symbolischen Übergabe des Schecks an den Volksbund.

Pflege der deutschen Kriegsgräber im Ausland

Seit mittlerweile mehr als 96 Jahren nimmt sich der Volksbund in vorbildlicher Weise der Pflege der deutschen Kriegsgräber im Ausland an. Diese Gräber erinnern an das Leid und an die Opfer der Kriege. Mit ihrer Pflege setzt sich der Volksbund für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und ein würdiges Leben für alle ein. Der stellvertretende Kommandeur des Landeskommandos Baden-Württemberg, Oberst Dieter Bohnert, konnte heute einen Spendenscheck in Höhe von 294.932 Euro übergeben. Dieser Betrag war Ergebnis der im vergangenen Jahr durchgeführten jährlichen Sammelaktion von ehrenamtlichen Helfern der Bundeswehr, Angehörigen der Reservistenverbände und Freiwilligen.

„Der Volksbund trägt dazu bei, dass die Kriegstoten nicht in Vergessenheit geraten. Kriegsgräber bleiben für die kommenden Generationen sichtbare Zeichen und Mahnmale der Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft. Dafür steht sinnbildlich auch das Leitwort des Volksbundes: Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“, sagte Staatssekretär Klenk MdL.

Der Volksbund sorgt dafür, dass mehr als 2,7 Millionen Kriegsgräber auf mehr als 836 Kriegsgräberstätten in 44 Staaten gepflegt werden können.

Kriegsgräberfürsorge in Deutschland

Die Bundesregierung hat dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Jahr 1954 die Aufgabe übertragen, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Der Volksbund steht dafür ein, jedem gefallenen, vermissten und in Gefangenschaft verstorbenen Soldaten im Ausland eine letzte Ruhestätte zu geben. Dazu gehören auch die Grabstätten der seit Ende des Zweiten Weltkrieges infolge des Krieges ums Leben gekommenen deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen im Ausland.

Die Kriegsgräberfürsorge in Deutschland wird überwiegend von der Bevölkerung durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Sammlungen getragen. Den Rest decken öffentliche Mittel des Bundes ab.

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