Biodiversität

Regenwurmprojekt gestartet

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Regenwurm liegt auf der Erde.

Am 15. Februar ist der Tag des Regenwurms. In einem Projekt am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg soll im Rahmen des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt die Regenwurmfauna auf über 100 ausgewählten Flächen erfasst werden.

„Regenwürmer leisten einen wichtigen Beitrag für die Qualität und die Leistungsfähigkeit unserer Böden, die oft als selbstverständlich hingenommen wird. Dabei macht der Klimawandel auch vor den feuchteliebenden Würmern nicht halt. In manchen Regionen ist ihre Population eingebrochen. In einem Projekt am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) wollen wir mehr über diese besondere Tierart erfahren sowie zu neuen Erkenntnissen zum landesweiten Vorkommen und zur Artenvielfalt von Regenwürmern auf landwirtschaftlich genutzten Böden kommen“, sagte Peter Hauk, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, zum Tag des Regenwurms am 15. Februar 2023 in Stuttgart.

Erforschung der Regenwurmarten im Land

Das LTZ Augustenberg wird im Rahmen des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt des Landes zusammen mit dem Büro für Bodenmikromorphologie und Bodenbiologie unter Dr. Otto Ehrmann untersuchen, welche Regenwurmarten in welcher Dichte und Menge auf landwirtschaftlichen Flächen in Baden-Württemberg vorkommen. Dazu wird die Regenwurmfauna auf über 100 ausgewählten Flächen genau erfasst, der Fokus liegt dabei auf Ackerflächen.

„Wir wollen wissen, wie viele Regenwurmarten es in Baden-Württemberg gibt und wo sie vorkommen. Welche Arten sich auf landwirtschaftlich genutzten Flächen wohlfühlen und mit welchen Bewirtschaftungsmethoden wir sie gegebenenfalls fördern können“, sagte Minister Peter Hauk.

Ein Ziel sei es, die agrarischen Standorttypen nach Boden, Klima und Bewirtschaftung repräsentativ abzudecken. Zudem solle an Maßnahmen gearbeitet werden, die Regenwürmer möglichst wenig beeinträchtigen oder sogar fördern, insbesondere mit Blick auf die Folgen des Klimawandels für Regenwurmpopulationen. Erstellt werde ein praxisnaher, geländetauglicher Leitfaden für die Beurteilung der Regenwurmfauna auf den eigenen Flächen sowie Bildungsmodule für die landwirtschaftliche Fort- und Weiterbildung.

„Mit dem Projekt wollen wir vor allem auch erreichen, dass die gewonnenen Erkenntnisse breit bekannt gemacht werden und in die landwirtschaftliche Praxis der Landwirtinnen und Landwirten ihren Eingang finden“, betonte Minister Peter Hauk.

Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt

Das Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt besteht seit 2018 und ist bundesweit einmalig. Es vereint Projekte des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sowie des Ministeriums für Verkehr. Für die nächsten drei Jahre stehen dafür rund 17,6 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Bislang wurden über 160 Vorhaben gefördert.

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt

Ministerium für Verkehr: Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt

Weitere Meldungen

Kreativland
Ländlicher Raum

„KreativLand BW gestalten!“ stärkt die Kreativwirtschaft

Dummy Image
Landwirtschaft

Informationen zum Gemeinsamen Antrag 2026 wegen Futterknappheit

Auftakt HighTech-Agenda BW
Wirtschaft

Austausch zur HighTech-Agenda BW

Luchs Luna
Forst

Luchskatze Luna ausgewildert und weiterer Luchsnachwuchs nachgewiesen

Tragkonstruktion aus Holz und Akustikbeplankung an der Decke im Foyer
Vermögen und Bau

Neubau für PH Schwäbisch Gmünd erföffnet

Ein Startläufer einer 4x100m-Staffel hält einen Staffelstab in der Hand.
Sport

Landesfinale von „Jugend trainiert“

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Forschung

Land unterstützt Ausbau von Forschungsinfrastruktur

Drei junge Mädchen sitzen an einem Laptop.
Medienbildung

Neustrukturierung der Medienbildung

Eine Besucherin der Ausstellung mit dem Titel: „Kunst & Textil“ sieht sich am 20. März 2014 in der Staatsgalerie in Stuttgart die Skulptur „Foud Farie“ aus dem Jahr 2011 von Yinka Shonibare an.
Kunst und Kultur

Acht hochbegabte Kunstschaffende reisen nach Paris

Veranstaltung Waldstrategie 2024
Forst

Programm für die Waldzukunft im Land

Die Hand einer jungen Frau hält eine Energiesparlampe, darin ist eine kleine Pflanze.
GreenTech

Mit Innovationen Zukunft gestalten

Gruppenbild der Preisträger des Schülermedienpreises 2026
Medienbildung

Schülermedienpreis 2026 verliehen

Ein Landwirt betankt sein Gespann mit Gülle um diese anschließend auf einem Feld auszubringen. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Gentges fordert Aufstockung des Hilfspakets für Düngerpreise

Rauchverbotsschild (Foto: © dpa)
Gesundheit

Schülerinnen und Schüler sagen Nein zu Tabak und Nikotin

Kisten mit Gemüse und Obst.
Ernährung

Ernährungsbildung junger Erwachsener stärken