Schule

Qualität des Schulsystems verbessern

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Lehrerin steht vor einer Schulklasse an der Tafel. (Foto: © dpa)

Ein wissenschaftlicher Beirat soll die geplante Neuordnung der Qualitätsentwicklung des baden-württembergischen Schulsystems begleiten und unterstützen. Kultusministerin Susanne Eisenmann hat ein vierköpfiges Gremium für diese Aufgabe berufen.

Kultusministerin Susanne Eisenmann hat einen wissenschaftlichen Beirat berufen, der die geplante Neuordnung der Qualitätsentwicklung des baden-württembergischen Schulsystems begleiten und unterstützen soll. Als Vorsitzenden des vierköpfigen Gremiums benannte die Ministerin Prof. Dr. Ulrich Trautwein (Universität Tübingen). Ebenfalls in den Beirat berufen wurden Prof. Dr. Anne Sliwka (Universität Heidelberg), Prof. Dr. Reinhold Nickolaus (Universität Stuttgart) und Prof. Dr. Timo Leuders (Pädagogische Hochschule Freiburg).

„Bei unserem Ziel, die Qualität unseres Schulsystems zu verbessern, muss die Wissenschaft eine zentrale Rolle spielen. Dem Beirat kommt dabei die wichtige Aufgabe zu, wissenschaftlich fundierte Impulse zu setzen“, sagt die Kultusministerin anlässlich der konstituierenden Sitzung des Beirats. „Ich freue mich, dass wir für den Beirat Persönlichkeiten der Forschung und Lehre gewinnen konnten, die sich mit ihrer jeweiligen Fachexpertise bei der Umsetzung unseres Qualitätskonzepts einbringen werden“, so Eisenmann.

Breite und ausgewogene thematische Expertise

Ende Juni hat Kultusministerin Eisenmann angekündigt, bis zum Jahr 2019 mit dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung und dem Institut für Bildungsanalysen zwei neue Institutionen einzurichten. Diese strukturellen Änderungen sind eingebettet in ein neues Qualitätskonzept mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit und Qualität des Schulsystems auf lange Sicht zu verbessern. Unterrichtspraxis, Lehrerbildung und Schulberatung sollen sich künftig stärker am aktuellen Stand der Wissenschaft ausrichten. Der wissenschaftliche Beirat hat den zentralen Auftrag, seine Expertise bei der der Ausgestaltung und der Einrichtung der neuen Strukturen einzubringen sowie anschließend die laufende Arbeit des Instituts für Bildungsanalysen und des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung wissenschaftlich zu begleiten.

Die Auswahl der vier Mitglieder erfolgte unter dem Gesichtspunkt einer breiten und ausgewogenen thematischen Expertise – von der empirischen Bildungsforschung über die Themen Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie Lehrerbildung bis hin zur Wirtschafts- und Berufspädagogik. Auch die regionale Verteilung wurde bei der Auswahl bedacht – mit den Mitgliedern sind Hochschulen aus allen vier Regierungsbezirken des Landes vertreten. Ferner wird mit der Auswahl sowohl das allgemein bildende als auch das berufliche Schulwesen abgedeckt.

Die Beiratsmitglieder

Ulrich Trautwein ist Professor für Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen. Nach einem Studium der Psychologie in Göttingen war er Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Trautwein forscht unter anderem zur Effektivität im Bildungssystem und wurde für seine wissenschaftlichen Arbeiten vielfach ausgezeichnet. Er gehört mehreren Expertenkommissionen und Beiräten im Bereich der Bildungsforschung an.

Anne Sliwka ist Professorin für Bildungswissenschaft an der Universität Heidelberg. Sie studierte in Bonn, Paris und Oxford und promovierte dort zum interkulturellen Transfer von Bildungskonzepten. Der internationale Vergleich von Schulsystemen und Schulentwicklung ist einer ihrer Forschungsschwerpunkte. Sliwka ist wissenschaftlicher Vorstand am Landesinstitut für Schulentwicklung.

Reinhold Nickolaus ist Professor für Berufspädagogik an der Universität Stuttgart. Nach einer Lehre und dem Elektrotechnikstudium in Mannheim und Stuttgart war er Professor für Berufspädagogik in Hannover. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Lehr-Lernforschung in der gewerblich-technischen Berufsbildung und die Lehrerausbildung für berufliche Schulen.

Timo Leuders ist Professor für Mathematik und Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Leuders hat Physik und Mathematik in Dortmund studiert, als Gymnasiallehrer unterrichtet und am nordrhein-westfälischen Kultusministerium gearbeitet. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Lehrerbildungsforschung und die Unterrichtsentwicklung im Fach Mathematik.

Weitere Meldungen

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Mitte) mit dem Gewinnerteam „Cover Curtains“ des „Start-up BW Young Talents 2026“-Wettbewerbs.
Start-up BW

Schülerteam „Cover Curtains“ gewinnt „Start-up BW Young Talents“

Auf durchsichtigem Grund steht Rrealschulpreis NANU?!", dahinter ist verschwommen ein Gebäude zu sehen.
Schule

Landessieger des NANU?!-Wettbewerbs 2026 gekürt

Logo des Wirtschaftsgipfels BW-EU
Wirtschaft

„Wirtschaftsgipfel BW-EU on Tour“ in Stuttgart

Eine Gruppe an Kindern steht auf einer Bühne, rechts daneben ein Mann mit weißem Hemd.
Werkrealschule

Werkrealschulpreis 2026 verliehen

Ein Mitarbeiter bei Zeiss in Oberkochen
Konjunkturprognose

Baden-Württemberg wieder auf Wachstumskurs

Die deutsche und französische Flagge. (Bild: picture alliance/Rainer Jensen/dpa)
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Land lädt Schulen und Kitas zur Fête de la Musique ein

EU-Schulprogramm
Ernährung

Landesweite Aktionstage zum EU-Schulprogramm

Ein Bild der teilnehmenden beruflichen Schulen am Projekt „Stadt – Land – Future“
Schule

Berufliche Gymnasien präsentieren innovative Projekte

Ein 13 Jahre alter Schüler arbeitet an einem iPad mit der Lernplattform Moodle.
Start-up BW

Zwei Schülerfirmen aus Baden-Württemberg ausgezeichnet

Symbolbild: Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. (Bild: picture alliance/Uli Deck/dpa)
Demokratie

Bundesverfassungsrichterin besucht Schule in Leimen

Kultusminister Jung (Mitte) mit Grundschulkindern. Der Minister schüttelt einem Jungen die Hand.
Schule

Jung besucht Grundschule Stockach

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 verliehen

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Bodenverunreinigungen

1,2 Millionen Euro für PFAS-Forschung

von links nach rechts: Präsidentin des Landesjustizprüfungsamts Sintje Leßner, Lukas Wörner, Dr. Fabian Haller, Paul Schwarz, stellvertretende Leiterin des Landesjustizprüfungsamtes Dr. Cornelia Iffland
Justiz

Examensfeier 2026 zum Zweiten juristischen Staatsexamen

IW JUNIOR Landeswettbewerb - Dorfgemeinschaftsladen
Start-up BW

Zwei Schülerfirmen beim Landeswettbewerb ausgezeichnet