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Polizei erprobt den Einsatz einer Mobilen Wache

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Polizeipräsident Markus Eisenbraun (links), Innenminister Thomas Strobl (2. von rechts) und der Stuttgarter Oberbürgermeister Frank Nopper stehen vor einer mobilen Einsatzwache.
Polizeipräsident Markus Eisenbraun (links), Innenminister Thomas Strobl (2. von rechts) und der Stuttgarter Oberbürgermeister Frank Nopper stehen vor einer mobilen Einsatzwache.

Die Polizei Stuttgart erprobt für ein Jahr den Einsatz einer Mobilen Wache in Form eines speziell ausgebauten Polizeifahrzeuges. Damit können Polizistinnen und Polizisten standortunabhängig die polizeilichen Aufgaben, die in einer Polizeiwache anfallen, wahrnehmen. 

„Die Menschen in Baden-Württemberg sollen Tag und Nacht sicher sein und sich auch sicher fühlen. Mit der neuen Mobilen Wache bringen wir die Polizei noch näher und flexibel zu den Menschen. In der Mobilen Wache sind unsere Polizistinnen und Polizisten schnell und unkompliziert dort, wo sie gebraucht werden. Von der Anzeigenaufnahme bis hin zur präventiven Beratung – mit dem mobilen Einsatzfahrzeug ist die Polizei für alle Fälle gewappnet. Damit verkürzen wir die Wege, stärken mit mehr Präsenz das Sicherheitsempfinden der Menschen und erleichtern zugleich den Dialog zwischen den Bürgerinnen und Bürger und der Polizei“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl anlässlich der Übergabe der Mobilen Wache an den Polizeipräsidenten des Polizeipräsidiums Stuttgart, Markus Eisenbraun.

Speziell ausgebautes Polizeifahrzeug

Die Mobile Wache ist ein vielseitig einsetzbares, speziell ausgebautes Polizeifahrzeug, mit dem die Polizistinnen und Polizisten standortunabhängig die polizeilichen Aufgaben, die in einer Polizeiwache anfallen, wahrnehmen können. So können die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten ihren alltäglichen Aufgaben, beispielsweise Fahndungsmaßnahmen, Kontrollen oder Sachbearbeitung ortsunabhängig nachgehen. Die mobile Wache ist ein Kleintransporter vom Typ MAN TGE 3.180 mit einer Motorleistung von 130 Kilowatt (177 Pferdestärken) und einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.500 Kilogramm. Das Fahrzeug ist in zwei Bereiche aufgeteilt: Im Heckbereich befindet sich ein mobiler Arbeitsplatz, im Frontbereich dient ein Arbeitstisch als Kontaktbereich. Durch eine umfangreiche Ausstattung, unter anderem einem vollwertig ausgestatteten mobilen Arbeitsplatz mit einem Laptop, einem Drucker, einem Dokumentenprüfgerät, einem W-LAN-Router mit 5G-Technik, zahlreichen Steckdosen, dem Zugang zu polizeilichen Datenbanken und einer Klimaanlage steht die Polizei mit der Mobilen Wache der Bevölkerung bei vielen Anlässen professionell zur Seite. Natürlich hat die Mobile Wache auch eine Markise und eine Kühlbox, um auf besonders heiße Tage vorbereitet zu sein. Die Polizei kann also in kürzester Zeit vor Ort eine erkennbare Ansprechstelle aufbauen und auf unterschiedliche Einsatzanlässe, wie beispielsweise Versammlungen oder besondere Straftaten im öffentlichen Raum, schnell, flexibel und professionell reagieren. Insgesamt hat die Polizei rund 115.000 Euro in die Mobile Wache investiert.

Einjährige Pilotierungszeit

Die Mobile Wache geht nun in eine einjährige Pilotierungszeit. Dabei soll die Mobile Wache in möglichst vielen, sich unterscheidenden Einsätzen in Stuttgart getestet werden. Auftakt hierfür ist die derzeit stattfindende Fußball-Europameisterschaft 2024. Die Ergebnisse der Pilotierung werden als Grundlage für eine Weiterentwicklung der Mobilen Wache und eine Entscheidung über einen eventuellen weiteren, landesweiten Rollout dienen. „Von Großveranstaltungen wie der Fußball-Europameisterschaft über Wochenmärkte bis hin zu Präventionsangeboten – die Mobile Wache unterstützt in Stuttgart von nun an in den unterschiedlichsten Situationen“, erklärte Minister Thomas Strobl.

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