Pflegeberufe

Pflegefachkräfte im Ausland anwerben

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Pflegerin im Gespräch mit einem alten Mann.

Die Landesregierung und die Bundesagentur für Arbeit haben eine gemeinsame Erklärung zur Gewinnung von Pflegefachkräften im Ausland unterzeichnet. Das soll der angespannten Personalsituation im Pflegebereich entgegen wirken.

Um mehr Pflegefachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen und damit der angespannten Personalsituation im Pflegebereich entgegen zu wirken, wird die Landesregierung gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit langfristig enger zusammenarbeiten. Eine entsprechende gemeinsame Erklärung haben Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha und Vanessa Ahuja, Vorständin Leistungen und Internationales der Bundesagentur für Arbeit, am 17. August 2022 in Stuttgart unterzeichnet. Ziel ist es, den Gesundheitssektor durch eine verantwortungsvolle Fachkräftegewinnung zu entlasten Hierfür stellt die Landesregierung eine Million Euro zur Verfügung und fördert gezielt Sprachkurse für ausländische Pflegekräfte im Ausland.

Fachkräftesicherung durch Zuwanderung

„Wir freuen uns, dass wir als Land an das etablierte Programm ‚Triple Win‘ der Bundesagentur für Arbeit und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit anknüpfen können. Es ist von der Weltgesundheitsorganisation als Programm für nachhaltige berufliche Mobilität anerkannt, hier können alle Beteiligten nur gewinnen“, sagte Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha. „Wir haben heute einen wichtigen Schritt unternommen, um ausländische Pflegefachkräfte zu gewinnen. Grundlage unserer gemeinsamen Erklärung ist es, die Schlüsselqualifikation Sprache schon in den Herkunftsländern zu fördern und so wesentlich schneller qualifizierte Fachkräfte zu uns ins Land zu holen“, so Manne Lucha weiter.

Vanessa Ahuja sagte: „Triple Win wurde im Jahr 2013 ins Leben gerufen, um Pflegekräfte aus geeigneten Drittstaaten zu gewinnen, zu qualifizieren und bei ihrer Integration zu begleiten. Dabei entfaltet die Fachkräftesicherung durch Zuwanderung vor allem dann ihre Wirkung, wenn die beteiligten Akteure im Netzwerk gemeinsam an einem Strang ziehen. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz war ein richtiger Schritt für die aktive Fachkräfterekrutierung aus dem Ausland. Der Spracherwerb im Ausland ist jedoch eine Hürde, die trotz Erleichterungen weiterhin besteht. Ich freue mich, dass das Förderprogramm genau da ansetzt und damit gute Chancen für Pflegefachkräfte und für Arbeitgeber in Baden-Württemberg bietet.“

Christian Rauch, Leiter der Regionaldirektion Baden-Württemberg, ergänzt: „Bereits im Herkunftsland erworbene Sprachkenntnisse erleichtern sowohl den interessierten ausländischen Fachkräften als auch den beteiligten Institutionen und Pflegeeinrichtungen im Land den Prozess der Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Vor allem kleinere Pflegebetriebe können davon profitieren.“

Finanzielle Förderung auch für kleinere Einrichtungen

Durch die enge Kooperation wollen das Land Baden-Württemberg und die Bundesagentur für Arbeit ein Modell mit bundesweiter Strahlkraft schaffen. Die finanzielle Förderung des Landes soll künftig insbesondere auch kleineren Einrichtungen und solchen, die sich bisher nicht oder nur punktuell an entsprechenden Programmen der Bundesagentur beteiligt haben, eröffnet werden. Damit soll die gezielte und faire Anwerbung dringend benötigter Pflegefachkräfte im Ausland verbessert werden. Länder, zu denen über „Triple Win“ bereits eine Kooperation besteht, sind Philippinen, Tunesien, Jordanien, Bosnien-Herzegowina, Indonesien, Vietnam und Indien. Die Bundesagentur für Arbeit setzt das Projekt gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH um.

Quelle:

Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration; Bundesagentur für Arbeit

Weitere Meldungen

Eine Polizistin löst zur Demonstration einen sogenannten Taser aus.
Polizei

Breiter Praxischeck für den Taser bei der Polizei

Ein Wanderer geht beim Naturschutzzentrum Kaltenbronn im Schwarzwald einen Weg entlang. (Bild: © Uli Deck / dpa)
Forst

Appell zur Stärkung des Waldumbaus

Eine Frau tippt auf einem Tablet. Daneben liegt ein Smartphone.
GesellschaftsReport BW

Vielfältige Angebote zur Stärkung der Medienkompetenz

Seitenansicht eines Doppelstockzuges
Schienenverkehr

Weitere 26 Doppelstockzüge für Baden-Württemberg

Symbolbild: Symbolbild: Ein Passant geht an dem Logo der Agentur für Arbeit vorbei. Das Bundesverfassungsgericht hat am Dienstag, 5. November 2019, sein Urteil zu Leistungskürzungen für unkooperative Hartz-IV-Bezieher verkündet. (Bild: picture alliance/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa)
Bürgergeld

Hoffmeister-Kraut unterstützt geplante Bürgergeld-Reform

Tasten einer beleuchteten Tastatur. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Digitalisierung

Erster erfolgreicher Datenabruf über nationales Datensystem

Freilichtspiele auf einer Treppe
Kunst und Kultur

Land stärkt Festspiele mit zusätzlich 320.000 Euro

Übergabe von Breitbandförderbescheiden
Breitbandausbau

Land unterstützt Breitbandförderung mit über 231 Millionen Euro

Pressekonferenz LKA zu Terrorgram
Sicherheit

Kriminologische Studie zur deutschen „Terrorgramszene“

Kisten mit Gemüse und Obst.
Ernährung

Sechster Förderaufruf für regionale Bio-Produkte

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht den Sternsingerinnen und Sternsingern eine Geldspende.
Aktion Dreikönigssingen

Kretschmann empfängt Sternsingergruppen

von links nach rechts: Abteilungsleiter „Landwirtschaft" Dr. Konrad Rühl, Ministerialdirektorin Isabel Kling, Minister Peter Hauk und Abteilungsleiterin „Markt und Ernährung“ Petra Mock
Landwirtschaft

Spitzengespräch zu Erzeugerpreisen

Eine Frau bedient die Smartphone-App eines Onlinehändlers. (Foto: © dpa)
Marktüberwachung

Mehr Schutz bei Online-Einkäufen

Eine Sozialarbeiterin führt in der Landeserstaufnahme für Asylbewerber in Karlsruhe eine Beratung mit einem Flüchtling durch.
Migration

Landkreis Karlsruhe erfolgreich bei Arbeitsgelegenheiten für Geflüchtete

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

Landeswahlausschuss lässt 21 Landeslisten zu