Gesundheit

Neues Digitales Herzzentrum mit Forschungsinstitut

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Zwei Mediziner*innen stehen vor Bildschirmen mit MRT-Aufnahmen des Herzens.

Ein neues Herzzentrum am Universitätsklinikum Heidelberg soll Patienten­versorgung, Wissenschaft und Transfer auf höchstem Niveau ermöglichen. Das Projekt wird von zwei Stiftungen mit knapp 130 Millionen Euro unterstützt. Die Landesregierung hat entschieden, das Projekt ebenfalls zu unterstützen.

Herz-Kreislauferkrankungen sind die Todesursache Nummer 1 in Deutschland. Innovationen in die Herzmedizin kommen daher vielen Menschen zugute. Am Universitätsklinikum Heidelberg soll deshalb ein digitales Herzzentrum entstehen, gekoppelt mit dem Forschungs­institut „Informatics for Life“. Es soll Patienten­versorgung, Wissenschaft und Transfer auf höchstem Niveau ermöglichen. Die Dietmar Hopp Stiftung sowie die Klaus Tschira Stiftung unterstützen das Projekt mit 129 Millionen Euro. Das Kabinett hat sich in seiner Sitzung am Dienstag, 25. Oktober 2022 zur Bedeutung des Bauvorhabens bekannt. Das Land wird gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg und den Stiftern dazu beitragen, das neue Herzzentrum zu realisieren.

„Die Landesregierung hat per Kabinettsbeschluss ein klares Bekenntnis für das Herzzentrum gegeben. Damit geht ein national wie international bemerkenswertes Konzept für modernste Herzmedizin in die weitere Umsetzung. Die Dietmar Hopp Stiftung und die Klaus Tschira Stiftung tragen maßgeblich zur Realisierung dieses wegweisenden Vorhabens bei. Ich danke den Spendern für ihr außergewöhnlich großzügiges Engagement“, sagte Wissenschaftsministerin Petra Olschowski am Mittwoch, 26. Oktober 2022 in Stuttgart.

„Mit dem Herzzentrum am Universitätsklinikum Heidelberg ermöglichen wir gleichermaßen Spitzenforschung und eine noch bessere Patienten­versorgung. Durch die enge räumliche und inhaltliche Verzahnung mit dem Forschungsinstitut Informatics for Life entsteht hier ein international herausragendes kardiologisches Wissenschaftszentrum“, betonte Olschowski.

Kompetenzen am Medizin­campus Heidelberg bündeln

„Wir stärken den Gesundheitsstandort Baden-Württemberg. Die Forschung und die Innovationen am neuen Herzzentrum werden konkreten medizinischen Nutzen für die Menschen haben“, sagte Finanzminister Dr. Danyal Bayaz.

Das neue Herzzentrum soll die herzmedizinischen Kompetenzen am Medizin­campus Heidelberg bündeln. Mit den Kliniken für Kardiologie, Kardiochirurgie, Kinderkardiologie und Kinderkardiochirurgie werden alle herzmedizinisch relevanten Fachabteilungen unter einem Dach in einem Gebäude vereint, das auf optimale Funktions­abläufe ausgerichtet sein soll. Geplant ist eine umfassende digitale Infrastruktur, die es ermöglicht, alle gewonnenen Daten zu erfassen und für eine bessere Individualisierung und Präzision der Herzmedizin zu nutzen.

Der Neubau sieht für das Forschungsinstitut Informatics for Life ein Industry-on-Campus-Konzept vor. Das bedeutet, dass Innovationspartnerschaften mit der Industrie geschlossen werden, um die Entwicklung neuer Therapien und Produkte zu beschleunigen.

Als Voraussetzung für weitere Schritte soll das Universitätsklinikum Heidelberg eine haushaltsreife Bauplanung erstellen. Das Land wird auf dieser Basis gemeinsam mit den am Projekt beteiligten Akteuren das Gesamtfinanzierungs­konzept erarbeiten. Durch ein straffes Projektmanagement und schnelle Entscheidungen soll die Realisierung vorangetrieben werden. Unter optimalen Voraus­setzungen könnte das Herzzentrum im Jahr 2029 in Betrieb gehen.

Weitere Meldungen

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal gewinnt den Regional Cup Tübingen

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Polizei mit BW-Wappen
Polizei

Neuer Studienjahrgang startet an der Hochschule für Polizei

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Verhaltene Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Ein Student im Praktischen Jahr am Universitätsklinikum Heidelberg spricht mit einem Patienten.
Gesundheitsberufe

Neuer Weg ins Medizinstudium startet

Ehrenamtskarte Baden-Württemberg
Bürgerengagement

Neue Angebote bei Ehrenamtskarte

von links nach rechts: Herr Knödler von der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall, Justizministerin Marion Gentges und Herr Mack von der Justizvollzugsanstalt Heimsheim
Justiz

108 neue Justizvollzugsbeamte im Land

Bauarbeiter laufen in Stuttgart an Neubauten der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) vorbei. (Foto: © dpa)
Wohnraumförderung

Bau von 3.367 Sozialwohnungen bewilligt

Gruppenbild mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (vorne, Mitte) und den Ordensprätendentinnen und Ordensprätendenten
Auszeichnung

Verdienstorden des Landes an 27 verdiente Persönlichkeiten

Titelseite der Broschüre Roadmap Antidiskriminierung „Stark gegen Diskriminierung – Unser gemeinsamer Weg“
Antidiskriminierung

Roadmap Antidiskriminierung 2026 bis 2030 veröffentlicht

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Verkehr

Landesmobilitätsgesetz macht gute Mobilität einfacher

Ein Arzt nimmt an dem Finger eines jungen Mannes Blut ab.
Medizinische Versorgung

Bericht zur anonymen Kranken­behandlung veröffentlicht

Ministerin Razavi mit den neuen Regierungsbaumeisterinnen und Regierungsbaumeistern 2026. V.l.: Manuel Riedlinger, David Maihöfer, Ministerin Nicole Razavi MdL, Annika Bauer, Johannes Martin Schöckle und Salome Cynthia Schwarz.
Städtebau

Regierungsbaumeisterinnen und -baumeister verabschiedet