Nahverkehr

Land kürt „BWeger und BWegerin 2025“

Das Verkehrsministerium hat erstmals vier Menschen ausgezeichnet, die sich für den Öffentlichen Personennahverkehr in Baden-Württemberg besonders verdient gemacht haben.

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Die Preisträger und Preisträgerin mit Staatssekretärin Elke Zimmer und Ministerialdirektor Berthold Frieß

Staatssekretärin Elke Zimmer und Ministerialdirektor Berthold Frieß haben beim ÖPNV-Zukunftskongress in Freiburg Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für ihr besonderes Engagement geehrt.

Sie dolmetschen in Gebärdensprache, retten Leben oder machen ältere Menschen fit für Mobilitäts-Apps: Erstmals hat das Ministerium für Verkehr vier Menschen ausgezeichnet, die sich für den ÖPNV in Baden-Württemberg besonders verdient gemacht haben. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhielten die Auszeichnung Landesehrung „BWeger und BWegerin 2025“ beim ÖPNV-Zukunftskongress.

„Mit unserer Landesehrung ‚BWeger und BWegerin‘ zeichnen wir Menschen aus, die sich tagtäglich in außergewöhnlicher Weise für den Öffentlichen Personennahverkehr einsetzen. Menschen, die mit Mut, Einsatz, Ideenreichtum und Herz unsere Wege in Baden-Württemberg leichter machen und uns mit Rat und Tat zur Seite stehen“, sagt Elke Zimmer, Staatssekretärin im Verkehrsministerium Baden-Württemberg. „Gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ÖPNV sind unverzichtbar. Ohne sie würden die Züge und Busse stillstehen, keine Tickets verkauft, die Fahrgäste würden nicht ausreichend informiert. Mit dem neu geschaffenen Ehrenpreis wollen wir unsere Wertschätzung zum Ausdruck bringen.“

Die Preisträger 2025

Aus 144 eingereichten Vorschlägen hatte im April die Fachjury unter dem Vorsitz des baden-württembergischen Verkehrsministers Winfried Hermann eine Preisträgerin und zwei Preisträger ausgewählt, einen weiteren kürte das Publikum per Internet-Abstimmung:

  • Zugbegleiter Ron K. kommuniziert trotz seines Stotterns charmant und offen. Bei seinem Arbeitgeber Arverio BW dolmetscht er Durchsagen in Gebärdensprache für gehörlose Fahrgäste – ein gelebter Beitrag zu mehr Integration und Barrierefreiheit. „Mit Geduld und Wärme schafft er Nähe – Tag für Tag“, würdigt die Jury den Zugbegleiter in ihrer Begründung.
  • Kundenbetreuerin Ayse Tasdöner vom Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) macht seit 20 Jahren jeden Anruf beim VVS-Kundenservice in der Landeshauptstadt zur „kleinen Mission mit Herz“, so die Jury. Die Stuttgarterin Tasdöner gibt Orientierung im Liniennetz und hilft in Notfällen. „Sie ist für viele Fahrgäste nicht nur eine Stimme am Telefon, sondern eine echte Vertrauensperson und Anlaufstelle Nummer 1“, betont die Jury.
  • Busfahrer Dimitrios Tsaitas aus Schopfheim, beschäftigt bei der Südbadenbus SBG im Landkreis Lörrach, nimmt älteren Menschen die Angst vor Digitalisierung und Mobilitäts-Apps. „Er bindet neue Kolleginnen und Kollegen schnell ins Team ein“, so die Jury. „Wer ihm begegnet, spürt: Er ist ein echter Innovator mit Leidenschaft für fixe Umsetzung.“
  • Der Publikumspreis, der über ein öffentliches Internet-Voting ermittelt wurde, geht an Tobias Zimmermann aus Kraichtal Oberöwisheim. Er ist Stadtbahnfahrer bei der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) im Landkreis Karlsruhe. Zimmermann war im Dienst auf der Linie S31 Richtung Odenheim unterwegs. Zwischen Zeutern Ost und Odenheim West stoppte er seinen Zug auf freier Strecke, als er auf der nebenan verlaufenden Landstraße 552 einen brennenden, auf dem Dach liegenden Pkw entdeckte. Durch sein schnelles, entschlossenes Handeln rettete er Menschenleben. „Seine Tat verdient unseren tiefen Respekt“, würdigt die Jury seinen Mut.  

Wertschätzung für den Einsatz zum Wohl der Fahrgäste

Elke Zimmer, Staatssekretärin im baden-württembergischen Verkehrsministerium, und Ministerialdirektor Berthold Frieß überreichten der BWegerin und den drei BWegern Urkunde, Trophäe und eine Anstecknadel mit dem Signet der Landesehrung. Zudem erhielten sie ein Preispaket, bestehend aus einer Übernachtung für zwei Personen im Hotel Maier am Bodensee und einem Aufenthalt in der Bodensee-Therme Überlingen.

Der öffentliche Nahverkehr bildet das Rückgrat nachhaltiger Mobilität in Baden-Württemberg. Die Preisträgerinnen und Preisträger stehen beispielhaft für die vielen engagierten Menschen, die täglich dafür sorgen, dass Fahrgäste sicher, pünktlich und komfortabel ihr Ziel erreichen. Die Landesehrung wird nun alle zwei Jahre Menschen auszeichnen, die besonders freundlich und hilfsbereit sind, sowie durch Fachkompetenz und Flexibilität überzeugen.

Die Jury setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Verkehrsministeriums, der Verbände Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO), des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), des Fahrgastbeirats sowie der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) zusammen:

  • Winfried Hermann, Minister für Verkehr das Landes Baden-Württemberg (Vorsitzender)
  • Gerd Hickmann, Abteilungsleiter „Öffentlicher Verkehr“ – Ministerium für Verkehr des Landes Baden-Württemberg
  • Ulrich Weber, Geschäftsführer, Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, Landesgruppe Baden-Württemberg (VDV)
  • Monika Burkard, Geschäftsführerin, NVBW
  • Angela Dänner, Mitglied im landesweiten Fahrgastbeirat Baden-Württemberg
  • Yvonne Hüneburg, Geschäftsführerin WBO
  • Jörg Dengler, Landesvorsitzender Verkehrsclub Deutschland Landesverband Baden-Württemberg e.V. (VCD)

Starkes Signal für die Fachkräftegewinnung im Nahverkehr

Die Auszeichnung setzt auch ein wichtiges Signal für die Personalgewinnung: Seit März 2024 arbeitet das Bündnis für Fachkräftegewinnung im ÖPNV, bestehend aus 16 Institutionen, daran, die Jobs bei Bus und Bahn attraktiver und sichtbarer zu machen. Der Fachkräftemangel im ÖPNV ist enorm. Aufgrund des demographischen Wandels wird sich die Situation in den nächsten Jahren noch verschärfen. Ebenso im Bündnis vertreten sind, neben dem Ministerium für Verkehr, die Jury-Mitglieder Hüneburg (WBO) und Weber (VDV).

Das Fachkräftebündnis, initiiert vom Landesverkehrsministerium, bringt Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbände zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und zur Personalgewinnung für Berufe im ÖPNV. Die BWeger und BWegerinnen 2025 zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und erfüllend die Arbeit im öffentlichen Nahverkehr sein kann.

Für nachhaltige Mobilität in Baden-Württemberg

bwegt ist die übergreifende Initiative des Landes Baden-Württemberg für nachhaltige und klimafreundliche Mobilität. Mit den regionalen Eisenbahnverkehrsunternehmen und weiteren Partnern arbeitet bwegt daran, den Nah- und Regionalverkehr für die Fahrgäste immer weiter zu verbessern. Das Ziel ist die Fahrgastzahlen im ÖPNV bis 2030 zu verdoppeln. Für eine moderne, klimafreundliche Zukunft – bequem und bezahlbar für alle.

bwegt: Das sind die BWeger und BWegerinnen 2025

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