Ernährung

Neue Strategie gegen Lebensmittelverschwendung

Mit der Strategie „Lebensmittel wertschätzen für eine nachhaltige Zukunft“ setzt das Land einen wichtigen Impuls zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung.

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Kisten mit Gemüse und Obst.
Symbolbild

„Lebensmittelverschwendung ist leider immer noch ein großes Problem in Deutschland, mit weitreichenden Auswirkungen auf unsere Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamts fallen jährlich 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle bundesweit an. Jeder Verbraucher wirft etwa 74,5 Kilogramm Lebensmittel im Jahr weg. Insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Krisen, internationaler Konflikte und Folgen des Klimawandels, müssen wir mit den verfügbaren Lebensmitteln sorgsamer umgehen und können uns diese Verschwendung nicht länger leisten. Daher hat das Land eine Strategie gegen Lebensmittelverschwendung beschlossen, um neue Impulse zu setzen die zu einer Trendwende führen sollen“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, mit Blick auf die jüngst im Ministerrat beschlossene Strategie gegen Lebensmittelverschwendung. Zudem findet vom 29. September bis zum 6. Oktober 2025 die jährliche landesweite Aktionswoche „Lebensmittelretter – neue Helden braucht das Land“ mit vielen Anregungen für einen wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln statt.

Lebensmittel wertschätzen für eine nachhaltige Zukunft

Die Strategie knüpfe an den Maßnahmenplan „Reduzierung von Lebensmittelverlusten“ an und formuliere ganzheitliche Lösungsansätze zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung in Baden-Württemberg.

„Wir nehmen die gesamte Lebensmittelwertschöpfungskette von der Landwirtschaft bis zu den Privathaushalten in den Blick, denn Lebensmittelverschwendung betrifft uns alle. Der Großteil der Lebensmittelabfälle entsteht mit 58 Prozent beziehungsweise mit 6,3 Millionen Tonnen in privaten Haushalten. Daher sind wir alle gefordert, uns diese Dimension bewusst zu machen und in unserem Alltag aktive Beiträge gegen Lebensmittelverschwendung einzubauen“, betonte Minister Hauk.

Die Strategie „Lebensmittel wertschätzen für eine nachhaltige Zukunft. Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung in Baden-Württemberg 2030“ nimmt mit fünf zentralen Handlungsfeldern Maßnahmen zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung, die die fünf Stufen der Lebensmittelwertschöpfungskette widerspiegeln in den Blick. Diese werden durch ein sechstes Handlungsfeld mit übergreifenden Maßnahmen ergänzt.

Die zentralen Ansätze der Strategie

Zentrale strategische, wertschöpfungskettenübergreifende Ansätze der Strategie sind:

  • Aufklärung und Bildung fördern, Wissen vermitteln: Bewusstsein für die Auswirkungen unseres Ernährungsverhaltens schärfen, theoretisches und praktisches Wissen über nachhaltige Ernährung vermitteln, Ernährungskompetenz stärken.
  • Kooperationen fördern: Austausch zwischen den Akteurinnen und Akteuren der Wertschöpfungskette fördern, Netzwerke aufbauen und Synergieeffekte nutzen.
  • neue Erkenntnisse nutzen: Aktuelle Forschung zum Thema „Reduzierung von Lebensmittelverschwendung“ bei der Maßnahmenentwicklung und -umsetzung berücksichtigen und Maßnahmen stetig weiterentwickeln.

„Eines der zentralen und wichtigsten Elemente bei der Reduzierung der Lebensmittelverschwendung ist und bleibt eine umfassende Aufklärung und Bildung. Hier müssen wir noch aktiver werden. Wir müssen ein noch stärkeres Bewusstsein für die Auswirkungen unseres Verhaltens schaffen, Wissen vermitteln und praktische Kompetenzen stärken, sodass jeder Einzelne von uns – sei es beruflich oder privat – nachhaltig mit unseren nur begrenzt verfügbaren Ressourcen umgehen kann. Nur so kann uns der Wandel hin zu einer nachhaltigeren Gesellschaftskultur gelingen. Hierzu trägt auch die Aktionswoche ‚Lebensmittelretter – neue Helden braucht das Land‘ bei“, sagte Minister Hauk.

Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung

Die Strategie „Lebensmittel wertschätzen für eine nachhaltige Zukunft. Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung in Baden-Württemberg 2030“ geht auf den Koalitionsvertrag Baden-Württemberg 2021 bis 2026 zurück und soll verstärkt zu dem Ziel der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen von 2015 beitragen, bis zum Jahr 2030 die Lebensmittelabfälle pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene zu halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Lebensmittelverluste einschließlich der Nachernteverluste zu verringern. Denn noch immer landen jährlich in Deutschland rund 11 Millionen Tonnen an Lebensmitteln im Müll (Bezugsjahr 2022, Quelle: Eurostat, 2024). Der Großteil der Lebensmittelabfälle entsteht mit etwa 58 Prozent (circa 6,3 Millionen Tonnen) in privaten Haushalten.

Das Land Baden-Württemberg setzt sich seit vielen Jahren für mehr Lebensmittelwertschätzung und einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln ein, so zum Beispiel mit der Kampagne „Lebensmittelretter – neue Helden braucht das Land“ und der gleichnamigen landesweiten Aktionswoche, die in diesem Jahr vom 29. September bis zum 6. Oktober stattfindet. 

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