Justiz

Neue Spürhunde für den Justizvollzug

Berechne Lesezeit
  • Teilen
v.l.n.r.: Philipp Weimann, Boris Wieczorek, Diensthundelehrwart Roman Schnetz, Justizminister Guido Wolf, Michael Geist und Florian Weiner
Diensthundelehrwart Roman Schnetz (l.) und Justizminister Guido Wolf (r.) mit dem Betäubungsmittelspürhund Coco

Fünf neue Spürhunde unterstützen den Justizvollzug im Land bei der Suche nach Betäubungsmitteln und unerlaubt eingebrachten Mobiltelefonen.

In den Justizvollzugsanstalten kommen ab diesem Jahr fünf Spürhunde zum Einsatz, die nach Betäubungsmitteln, aber auch nach unerlaubt eingebrachten Mobiltelefonen suchen. Insgesamt fünf Teams, jeweils ein Hundeführer mit seinem zugehörigen Hund, haben ihre Ausbildung abgeschlossen und können nun in allen 17 Justizvollzugsanstalten des Landes und den jeweiligen Außenstellen eingesetzt werden. Vier Hunde, nämlich Coco (Deutscher Schäferhund), Max und Dexx (jeweils Malinois) und Balin (Malinois/Deutscher Schäferhund-Mischling), sind für die Suche nach Betäubungsmitteln ausgebildet, ein weiterer Hund namens Emily (Deutscher Schäferhund) ist auf die Suche nach Mobiltelefonen und anderen Datenspeichern spezialisiert. Das Projekt war vom Justizministerium 2019 ins Leben gerufen worden.

Engmaschigere Kontrolle durch Spürhunde

Justizminister Guido Wolf sagte: „Ein flächendeckender Einsatz eigener Spürhunde war ein lang gehegter Wunsch des baden-württembergischen Justizvollzugs. Mit den fünf Teams wird der Justizvollzug deutlich flexibler und ist in normalen Lagen nicht mehr, wie in den vergangenen Jahren, auf die Mithilfe von Polizei und Zoll, für die wir uns herzlich bedanken, angewiesen. Mit den fünf Teams ist damit auch ein klarer Gewinn an Sicherheit in den Anstalten verbunden. Unerlaubte Gegenstände, vor allem Betäubungsmittel und Drogen, tolerieren wir in unseren Haftanstalten nicht. Mit den fünf vollzugseigenen Spürhunden gelingt uns eine deutlich engmaschigere Kontrolle.“

Die Rauschgiftspürhunde sind den Vollzugsstandorten Bruchsal, Freiburg, Heilbronn und Ravensburg zugeordnet, werden aber in allen Justizvollzugsanstalten des Landes eingesetzt. Zur Wahrnehmung der Aufgabe wurde den Stammdienststellen jeweils eine zusätzliche Stelle zugewiesen. Der Handyspürhund, der auf die Suche nach Mobiltelefonen und Datenträgern konditioniert ist, ist in zentraler Lage der Justizvollzugsanstalt Heimsheim zugeordnet und soll ebenfalls landesweit zum Einsatz kommen. Die Ausbildung der Rauschgiftspürhunde, die auch zur Suche an Personen zugelassen sind, erfolgte in Kooperation mit der Zollhundeschule Neuendettelsau.

Unerlaubter Gegenstände aufspüren

Das Einbringen unerlaubter Gegenstände, insbesondere von Betäubungsmitteln, zu verhindern, ist eine der wichtigsten Aufgaben für den Justizvollzug und zugleich eine seiner größten Herausforderungen. Im Rahmen der durch die Verfassung gesetzten Grenzen werden hierzu in Baden-Württemberg umfangreiche Maßnahmen ergriffen. Beispielsweise werden die Gefangenen und deren Hafträume regelmäßig, auch anlassunabhängig, kontrolliert. Eingehende Briefe und Pakete werden, gegebenenfalls unter Einsatz technischer Hilfsmittel, überwacht. Einen weiteren wichtigen Baustein stellen nun die fünf vollzugseigenen Spürhunde dar.

Vor einigen Jahren hatten dem baden-württembergischen Justizvollzug bereits zwei Spürhunde zur Verfügung gestanden, ergänzend dazu und nachdem diese beiden Hunde nicht mehr eingesetzt werden konnten, musste aber jeweils im Wege der Amtshilfe auf Hundeteams der Polizei und des Zolls zurückgegriffen werden.

Weitere Meldungen

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Polizei mit BW-Wappen
Polizei

Neuer Studienjahrgang startet an der Hochschule für Polizei

Fünf Exemplare der Publikation „Kabinettsausschuss für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung – Abschlussbericht“
Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung im Land weiter gestärkt

von links nach rechts: Herr Knödler von der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall, Justizministerin Marion Gentges und Herr Mack von der Justizvollzugsanstalt Heimsheim
Justiz

108 neue Justizvollzugsbeamte im Land

Landtag, Plenarsaal von oben
Landtagswahl

Endgültiges Ergebnis der Landtagswahl 2026

Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Polizei

Verstärkung für die Polizei nach erfolgreichem Studienabschluss

Verleihung des Bevölkerungsschutz Ehrenzeichen
Auszeichnung

Bevölkerungsschutz-Ehrenzeichen verliehen

Volker Stier, Polizeivizepräsident PP Stuttgart
Polizei

Neuer Polizeivizepräsident beim Polizeipräsidium Stuttgart

Podiumsgespräch im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
Frau und Beruf

Zehn Jahre Mentorinnen-Programm für Migrantinnen

Ein Rettungshubschrauber vom Typ H145 der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF)
Rettungsdienst

Ravensburg wird Luftrettungsstandort

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

Vorläufiges amtliches Ergebnis der Landtagswahl 2026

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

Wahlaufruf der Landeswahlleiterin

Ein Schild weist in einem Wahlbüro auf eine Wahlurne für die Briefwahl  hin.
Landtagswahl

Letzte Hinweise zur Briefwahl

Eine Frau steckt ihren Stimmzettel für die Bundestagswahl in einem Wahllokal in eine Wahlurne.
Landtagswahl

Stimmabgabe – so geht wählen