Landwirtschaft

Spitzengespräch zu Erzeugerpreisen

Im Nachgang eines Spitzengesprächs zum Thema Erzeugerpreise hat Minister Peter Hauk betont, dass die Sichtbarmachung wertschätzender Partnerschaften in der gesamten Wertschöpfungskette allen Gesprächspartnern ein wichtiges Anliegen ist.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
von links nach rechts: Abteilungsleiter „Landwirtschaft" Dr. Konrad Rühl, Ministerialdirektorin Isabel Kling, Minister Peter Hauk und Abteilungsleiterin „Markt und Ernährung“ Petra Mock

„Bei aller Freiheit und den Gesetzen des Marktes müssen wir dafür Sorge tragen, dass unsere Landwirtinnen und Landwirte von ihrer Arbeit, von ihren hochwertigen Produkten leben können. Da wir bei uns in Baden-Württemberg nicht übereinander, sondern gemeinsam an einem Tisch miteinander sprechen und nach besten Lösungen suchen, habe ich heute die Vertreter des Einzelhandels, des Handelsverbands und der Bauernverbände zu einem Gespräch ins Ministerium eingeladen. Es ist insbesondere hinsichtlich der aktuellen Markt- und Preisentwicklungen sowie der oftmals emotionalen öffentlichen Diskussionen dazu wichtig, sich dieses komplexen Themas mit gebührender Tiefe anzunehmen. Die einfache Lösung in diesen komplexen Marktfragen gibt es nicht. Wir waren und sind uns jedoch einig, dass es unser gemeinsames Ziel sein muss, dass jeder Akteur auf jeder Stufe der Wertschöpfungskette auskömmliche Preise erzielen kann. Jeder Akteur auf jeder Stufe der Wertschöpfung trägt dabei ein besonderes Maß an Verantwortung. Die landwirtschaftlichen Erzeugerinnen und Erzeuger, die Hersteller und Verarbeiter sowie der Handel sind dabei ebenso Teil dieser Verantwortungsgemeinschaft, wie die Verbraucherinnen und Verbraucher“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, im Nachgang eines Spitzengesprächs zum Thema Erzeugerpreise auf Einladung des Ministers.

Teilnehmer bekannten sich zu fairer Marktpartnerschaft

Das Spitzengespräch im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz fand in offener und konstruktiver Atmosphäre statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekannten sich zu einer fairen Marktpartnerschaft und haben sich zu folgenden Punkten verständigt, in deren Mittelpunkt auch die Einhaltung des Kartellrechts stehen:

  • Starkes Bekenntnis zum Vorrang regionaler Produkte im Handel
  • Stärkung der Absatzförderung für Ware aus den Qualitätsprogrammen des Landes (Qualitätszeichen Baden-Württemberg (QZBW) und Biozeichen Baden-Württemberg (BIOZBW))
  • Vermehrte Listung und sichtbare Platzierung von Ware aus den Qualitätsprogrammen des Landes
  • Verstärkte Bewerbung der Qualitätsprogramme bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern
  • Prüfung und Ausbau privatwirtschaftlicher Rahmenverträge und/oder Vereinbarungen auf den verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette für regionale Produkte
  • Appell an die Verbraucherinnen und Verbraucher, bewusst zu regionalen Produkten zu greifen
  • Zeitnahe Entwicklung eines Prozesses durch den Marktbeirat, Erzeugerpreise transparenter zu machen, um damit verlässlich beidseitig gute Rahmenbedingungen zu schaffen

„Gespräche, wie das heutige bestätigen uns in unserem baden-württembergischen Weg. Diese sollten auch auf der Ebene des Bundes und der Europäischen Union (EU) im Sinne und zum Erhalt der Landwirtschaft geführt werden. Wir in Baden-Württemberg setzen gemeinsam auf eine regionale Produktion und Erzeugung. Insbesondere die Sichtbarmachung wertschätzender Partnerschaften in der gesamten Wertschöpfungskette ist uns allen ein wichtiges Anliegen. Diese Sichtbarkeit und Transparenz wollen wir auch in dem im vergangenen Jahr eingerichteten Marktbeirat fortsetzen. Ich freue mich sehr, dass Handel und Erzeuger bereit sind, sich dort einzubringen“, betonte Minister Hauk.

Angemessene und faire Bezahlung für landwirtschaftliche Erzeugnisse

Die Gesprächspartner bekannten sich zudem zum gemeinsamen Ziel, eine angemessene und faire Bezahlung für landwirtschaftliche Erzeugnisse zu ermöglichen und für mehr Verlässlichkeit und Verbindlichkeit in regionalen Wertschöpfungsketten zu sorgen.

„Uns allen muss klar sein, wenn ein landwirtschaftlicher Betrieb einmal aufhört, wird dieser auch nicht wieder anfangen. Wenn dies der Fall ist, zahlen wir am Ende alle drauf. Gerade in Zeiten in denen wieder viel über Ernährungssicherheit und Notfallversorgung gesprochen wird, brauchen wir landwirtschaftliche Produktion, brauchen wir eine Landwirtschaft, die regional und vor Ort erzeugt. Daher ist es uns wichtig, dass wir gemeinsam auch weiter an Lösungen und Konzepten arbeiten, wie wir Verbraucherpreise, Erzeugerpreise, Nachhaltigkeit und Ökonomie in Einklang bringen. Daher setzen wir in Baden-Württemberg weiterhin auf Partnerschaft, Verlässlichkeit und ein faires Miteinander“, betonte Minister Hauk.

Weitere Meldungen

Gesundes Essen bei der Zubereitung.
Ernährung

Impulse für eine gelungene Seniorenverpflegung

Auszeichnung der Gigabitkommunen mit Herrn Minister
Digitalisierung

Fast ein Drittel der Kommunen erreichen vollständige Gigabitversorgung

Bescheidübergabe Reallabor für physische KI am IPAI CAMPUS
Künstliche Intelligenz

Zehn Millionen Euro für Reallabor für physische KI am IPAI CAMPUS

Baden-Württemberg-Empfang am Landesstand auf der Frankfurter Buchmesse
Kultur- und Kreativwirtschaft

Landesstand auf der Frankfurter Buchmesse

Logo von Start up BW
Start-up BW

Gründerwasen 2026 in Stuttgart

Bescheidübergabe am 7. Oktober 2026
Technologie

Innovations- und Transferzentrum für Drohnen und Drohnenabwehr

Euro-Banknoten und -Münzen
Haushalt

Haushaltsentwurf für 2027 verabschiedet

Key Visual Wirtschaftsgipfel Afrika
Außenwirtschaft

Fünfter Wirtschaftsgipfel Afrika in Stuttgart

Erster Wolf im Süden Sachsen-Anhalts entdeckt
Wolf

Erlegter Wolf war nicht mehr überlebensfähig

Logo er Frauenwirtschaftstage 2026
Gleichstellung

22. Frauenwirtschaftstage eröffnet

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Hochschulen

Technologische Souveränität bei Künstlicher Intelligenz stärken

GAP 2026
Landwirtschaft

Internationaler Agrarkongress in Stuttgart

LWH 2026. Eingang Halle 1
Landwirtschaft

Positive Bilanz zum 102. Landwirtschaftlichen Hauptfest

ein Glas Mirabellen-Brand
Landwirtschaft

Start der Brennsaison 2026

Besucher laufen über das Landwirtschaftliche Hauptfest auf dem Cannstatter Wasen.
Landwirtschaft

Ehrungsabend auf dem 102. Landwirtschaftlichen Hauptfest