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Nationales Centrum für Tumorerkrankungen erweitert

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NCT Forschung

Gleich zwei Standorte des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen bringen Krebsforschung und Krankenversorgung in Baden-Württemberg voran. In Heidelberg ist die Erweiterung des Verbunds ministeriell bestätigt und ein Erweiterungsbau übergeben worden.

Das Nationale Centrum für Tumorforschung (NCT) verbindet Krebsforschung und Patientenversorgung auf höchstem Niveau. Mit ihrer Unterschrift haben Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und ihre Amtskolleginnen sowie -kollegen aus Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen der Erweiterung des NCT-Verbunds zugestimmt. Gemeinsam mit Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger unterzeichneten sie in Heidelberg die Bund-Länder-Vereinbarung für das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen. Beim Festakt wurde zudem ein NCT-Erweiterungsbau an das Universitätsklinikum Heidelberg übergeben, den das Land mit 20 Millionen Euro mitfinanziert.

Großer Gewinn für die Krebsforschung

Baden-Württemberg erhält als erstes und einziges Land einen zweiten Standort: Zum schon seit 2004 bestehenden ersten NCT in Heidelberg kommt das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen SüdWest hinzu. Das Universitätsklinikum Tübingen hatte sich mit dem Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart und dem Universitätsklinikum Ulm in einem bundesweiten Auswahlverfahren durchgesetzt. „Für die Gesundheitsforschung im Land ist das NCT-SüdWest ein großer Gewinn. Durch die Verbindung von Wissenschaft und Krankenversorgung in Tübingen, Stuttgart und Ulm profitieren Krebspatientinnen und -patienten schnellstmöglich von Forschungsergebnissen. Die Erkenntnisse der NCT-Standorte werden aber auch über Baden-Württemberg hinaus Wirkung entfalten, indem sie die Krebsforschung weiter stärken“, sagte Wissenschaftsministerin Petra Olschowski am 24. November 2023 beim Festakt in Heidelberg.

Schwerpunkt des Standorts SüdWest – wie auch des gesamten NCT – ist die personalisierte Krebsmedizin. Dazu zählen insbesondere Immuntherapien, funktionelle Bildgebung und molekulare Therapieansätze. Für Neubauten in Tübingen und Ulm stellt das Land insgesamt rund 84 Millionen Euro bereit.

Vorbild für die Erweiterung des NCT ist das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg: Seit 2004 bündeln das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und das Universitätsklinikum Heidelberg in diesem ersten NCT-Standort ihre Kompetenzen. Der Fokus in Heidelberg liegt auf Chirurgie, Strahlentherapie und hochpräzisen Behandlungsansätzen durch die molekulare Klassifikation von Tumoren und ihrer Umgebung.

Erweiterungsbau vereint Ansprüche von Forschung und Versorgung

Im Zuge des Festakts übergaben Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und der DKFZ-Vorstand den symbolischen Schlüssel zum NCT-Erweiterungs­bau in Heidelberg an das Universitätsklinikum. „Der Erweiterungsbau entspricht dem NCT-Leitmotiv: Er vereint die Ansprüche von Krebsforschung und Patientenversorgung unter einem Dach. Damit bringen die Partner den international renommierten NCT-Standort Heidelberg und die forschungsstarke Rhein-Neckar-Region noch weiter voran“, so Wissenschaftsministerin Petra Olschowski. Der Erweiterungsbau umfasst Labore, Räume für kliniknahe Forschung sowie Büro- und Kommunikationsflächen.

Mit der Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung haben die Ministerinnen und Minister von Bund und den NCT-Sitzländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen die Voraussetzungen für eine gemeinsame Förderung des erweiterten NCT ab 2024 geschaffen. Die neuen Standorte erhalten in der Endausbaustufe jährliche Forschungsmittel in Höhe von jeweils bis zu 14,5 Millionen Euro. Bereits im laufenden Jahr haben Bund und Länder den vier neuen Standorten Projektförderungen für Aufbauarbeiten zur Verfügung gestellt.

Das nationale Zentrum für Tumorerkrankungen

Im Rahmen der Nationalen Dekade gegen Krebs hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vier neue NCT-Standorte ausgeschrieben. Als Ergebnis eines bundesweiten Verfahrens wurden Tübingen/Stuttgart-Ulm, Berlin, Essen/Köln sowie Würzburg mit den Partnern Erlangen, Regensburg und Augsburg als neue Standorte ausgewählt und nach einer gemeinsamen Strategiephase Anfang 2023 bestätigt. Die Koordination des bundesweiten NCT-Verbunds übernimmt das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. In der Endausbaustufe wollen Bund und Sitzländer der sechs NCT-Standorte diesen Verbund mit voraussichtlich bis zu 98 Millionen Euro jährlich fördern.

Vorbild für den Ausbau des NCT ist insbesondere das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg: Bereits seit 2004 verbinden das DKFZ und das Universitätsklinikum Heidelberg an diesem Standort die interdisziplinäre Krankenversorgung mit international anerkannter Forschung. Gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe sind beide Einrichtungen Träger des NCT in Heidelberg. 2015 kam ein weiterer NCT-Standort in Dresden hinzu.

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