Lichtmesstagung

Lichtmesstagung des Kreisbauernverbandes Reutlingen e.V.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum (Bild: © dpa)

Bei der Lichtmesstagung des Kreisbauernverbandes Reutlingen e.V. lag die gemeinsame Agrarpolitik der EU nach 2020 im Fokus. Dort wurden die Weichen für die Zukunft der baden-württembergischen Landwirtschaft gestellt.

„Die Weichen für die Gemeinsame Agrarpolitik der EU nach 2020 werden jetzt gestellt. Baden-Württemberg erhebt in Brüssel seine Stimme, wenn es darum geht, die Belange unserer bäuerlichen Familienbetriebe im Land zu berücksichtigen. Unser Handeln zielt im Kern darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Höfe zu stärken und den Landwirten Ausgleichszahlungen für Maßnahmen zur Verbesserung des Tierwohls und der Biodiversität sowie zum Erhalt unserer Kulturlandschaften bereitzustellen“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk bei der Lichtmesstagung des Kreisbauernverbands Reutlingen e.V. in St. Johann-Würtingen (Landkreis Reutlingen). Die Landwirte würden hart für unser tägliches Brot arbeiten. Sie könnten ihre vielfältigen gesellschaftlichen Aufgaben aber nur wahrnehmen, wenn sie ein existenzsicherndes Einkommen erzielen.

Die bewährte integrierte Agrar- und Strukturpolitik des Landes habe sowohl die Interessen der Landwirte als auch aller Menschen im Land im Blick. Eine ausgewogene Agrarförderung könne und wolle zwar die Gesetze des Marktes nicht außer Kraft setzen. Sie schaffe aber einen finanziellen Ausgleich für die umfassenden gesellschaftlichen Leistungen der Landwirte.
„Der baden-württembergische Weg zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit baut dabei auf vier Säulen auf. Neben der Agrarinvestitionsförderung und der Förderung der Marktstrukturverbesserung setzen wir auch auf Maßnahmen im agrarstrukturellen Bereich, insbesondere auf die Flurneuordnung“, betonte Peter Hauk.

Gut ausgestattete Förderung essentiell

„Baden-Württembergs Landwirtschaft erhält bisher in der 2. Säule jährlich EU-Gelder in Höhe von rund 100 Millionen Euro für Maßnahmen zur Erhaltung unserer Kulturlandschaften, zur Verbesserung des Tierwohls, zur Erhaltung der Artenvielfalt und zur Entwicklung des Ländlichen Raumes. Diese Förderung ist und bleibt für die kleinstrukturierte baden-württembergische Landwirtschaft essentiell, zum Teil sogar überlebenswichtig. Das Land setzt sich deshalb auf EU- und Bundesebene dafür ein, diese Förderung zu erhöhen, mindestens aber im bisherigen Umfang zu erhalten“, sagte Minister Hauk.

Die von der EU vorgesehene Kürzung der 2. Säule um 15 Prozent sei völlig unangebracht, da diese Kürzungen nicht mit den vermehrten Aufgaben und den gesellschaftlichen Erwartungen an die Landwirtschaft vereinbar sind. „Wir fordern, dass Mittel der EU aus der 1. Säule vermehrt umgeschichtet werden. Nur so können die wirkungsvollen Agrarumwelt-, Tierwohl- und Naturschutzprogramme im Land weiter ausgebaut werden“, betonte Hauk.

Zudem sollte in der GAP-Reform auch eine Anreizkomponente für Agrarumwelt- und Tierwohlmaßnahmen eingeführt werden. „Kostenausgleich reicht nicht mehr aus. Wir brauchen hier finanzielle Anreize im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik“, so Hauk. Außerdem benötigten wir EU-Fördermittel auch für innovative Projekte und Techniken, um die ambitionierten Ziele in den Bereichen Klimaschutz, Biodiversität und Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit umzusetzen.

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Landwirtschaft

Weitere Meldungen

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Integration

Lucha kritisiert Zulassungsstopp bei Integrationskursen

Stuttgart Neckarpark
Wohnraumoffensive

Land unterstützt Kommunen mit Bau-Turbo

Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

Ein Windrad ist auf der Holzschlägermatte bei Freiburg zu sehen.
Erneuerbare Energien

Mehr Windkraft für Baden-Württemberg

Ein Clown der Narrenzunft Rottenburg läuft beim großen Umzug des Weißnarrentreffens in Villingen-Schwenningen durch die Innenstadt (Quelle: dpa).
Verbraucherschutz

Produktkontrollen für ein unbe­schwertes Feiern des Faschings

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Dritter von rechts) und der Antisemitismusbeauftragte Dr. Michael Blume (Vierter von links) mit den Vorständen der Israelitischen Religionsgemeinschaften Württembergs und Baden
Religion

Kretschmann trifft Vorstände der jüdischen Gemeinschaften

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Flur in einem Krankenhaus
Gesundheit

248 Millionen Euro für Investitionen an 20 Kliniken

Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal eines Reformhauses. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Land mit vielfältiger Bio-Qualität auf BIOFACH präsent

Eine Frau sitzt an einem Computer.
Verbraucherschutz

Chancen und Risiken von Chatbots im Kundenservice

Container werden auf einem Container-Terminal transportiert. (Foto: © dpa)
Außenwirtschaft

Wirtschaftsrepräsentanz in Japan neu besetzt und gestärkt

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Auffälliger Wolf im Nordschwarzwald soll entnommen werden

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Furtwangen bewilligt

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Bewerbungsstart für „Spitze auf dem Land!“