Klimaschutz

Landesflotte soll CO2-Ausstoß weiter reduzieren

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Elektroauto steht in Stuttgart an einer öffentlichen Ladesäule (Bild: © dpa).

Das Land will den CO2-Ausstoß seiner Fahrzeugflotte weiter reduzieren. Ziel ist es bis 2020 im Schnitt nur 95 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer auszustoßen. Derzeit liegt der Ausstoß der gesamten Flotte bei durchschnittlich 115,5 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer.

Der CO2-Ausstoß der Fahrzeuge im Fuhrpark des Landes soll weiter reduziert werden. Einer entsprechenden Kabinettsvorlage des Verkehrsministeriums hat der Ministerrat am Dienstag zugestimmt. Bislang gilt der Grenzwert von 130 Gramm CO2 pro Kilometer im Pkw-Fuhrpark der Landesverwaltung, der bereits seit 2014 erreicht werden konnte. Mit seinem Kabinettsbeschluss vom 28. Juli 2015 wurde das damalige Ministerium für Finanzen und Wirtschaft damit beauftragt, die kombinierte Emissionsobergrenze des Ausstoßes von klimaschädlichen Treibhausgasen von bislang 130 g CO2/km im Flottenmix für Dienstfahrzeuge zur Personenförderung sukzessive auf durchschnittlich 95 g CO2/km ab dem Jahr 2020 abzusenken. Damit kommt die Landesregierung ihrer Verantwortung für den Klimaschutz auch im eigenen Fuhrpark nach. Aus den Meldungen der Ressorts geht hervor, dass die bislang anvisierte kombinierte Emissions-Obergrenze von 130 g CO2/km durch die Landesverwaltung wieder eingehalten wurde. 

Insgesamt weist die Fahrzeugflotte der Landesverwaltung zum Stichtag 31. Dezember 2017 einen durchschnittlichen Flottenausstoß von 115,5 g CO2/km aus. Im Vergleich zu 2016 (Stichtag 1. August 2016) konnte die Landesverwaltung somit den durchschnittlichen Flottenausstoß innerhalb von eineinhalb Jahren um 8,5 g CO2/km senken. Dies entspricht einer Minderung von rund sieben Prozent.

Auch Förderung für Pedelecs sowie für elektrische Nutz- und Kurierfahrzeuge

„Wir unterstützen die Ressorts weiterhin bei der Beschaffung von Elektro- und Hybridfahrzeugen, Elektrorollern, Pedelecs und E-Bikes sowie der dazugehörigen Ladeinfrastruktur“, so Verkehrsminister Winfried Hermann. Neu in das Förderprogramm mit aufgenommen wurden erstmals elektrische Nutz- und Kurierfahrzeuge sowie Lasten-Pedelecs. Seit dem Ministerratsbeschluss am 20. Juni 2017 wurden die anteilige Förderung der Beschaffung von insgesamt 116 Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb (Hybrid- und Elektrofahrzeuge) sowie 81 Pedelecs für den Landesfuhrpark bewilligt. Seit Beginn des ersten Förderprogramms im Jahr 2012 wurden insgesamt 285 Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb (Hybrid- und Elektrofahrzeuge) sowie 576 Pedelecs für die Landesfahrzeugflotte gefördert. Die Nachfrage nach diesen Fördermitteln ist in der Landesverwaltung weiterhin hoch.

Es ist noch Luft nach oben: weitere Maßnahmen notwendig

„Es sind allerdings weitere Anstrengungen notwendig, um ab dem Jahr 2020 den her-abgesetzten Wert von 95 g CO2/km im Flottenmix zu erreichen. Insbesondere die schrittweise Elektrifizierung der Fuhrparks sowie der Ersatz älterer Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß durch umweltfreundlichere neuere Fahrzeuge werden dazu beitragen, den Ausstoß maßgeblich abzusenken“, erklärte Verkehrsminister Hermann.

In einigen Fuhrparks wurden die bislang in der Praxis realisierbaren Modernisierungspotentiale nahezu ausgeschöpft. „In den verbleibenden zweieinhalb Jahren sind bei einer bloßen Fortschreibung der bisherigen Maßnahmen keine signifikanten Reduzierungen mehr zu erwarten. Ohne größere Änderungen wird das Land seinen Zielwert von 95 g CO2/km im Flottenmix bis 2020 verfehlen“, so Minister Hermann. Aus diesem Grund sind neue und zusätzliche Maßnahmen erforderlich, die über die bisherigen hinausgehen, wie der Ausbau der landeseigenen Ladeinfrastruktur, die Anerkennung von Herstellerzertifikaten für klimaneutrale Gas-Fahrzeuge, künftige Sammelausschreibungen von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben und das „Sonderprogramm Fuhrparkmodernisierung“.

Weitere Meldungen

Verkehrsminister Winfried Hermann
Online-Dialog

Online-Dialog mit Verkehrsminister Winfried Hermann

Blick in den Saal bei der Eröffnung des 11. Donausalons in der Landesvertretung Baden Württemberg durch Verkehrsminister Winfried Hermann
11. Donausalon

Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Stuttgart, 03.03.2026: Staatssekretär Andre Baumann (zweiter von links) mit den Gründern des Ombudsverein Erdwärme e. V. (von links): Dr. Herbert Pohl (Geschäftsführer, Deutsche ErdWärme GmbH), Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Dr. Horst Kreuter (Vulcan Energie Ressourcen GmbH), Andreas Mühlig (Leiter GE Erzeugung Betrieb EnBW Energie Baden-Württemberg AG), Dr. Hansjörg Roll (Mitglied des Vorstands, MVV Energie AG), Klaus Preiser (Geschäftsführung, badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG), Jürgen Scheurer (Geschäftsführer, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.), Jörg Dürr-Pucher, (Vorsitzender, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.)
Energiewende

Ombudsverein Erdwärme für schnelle Schlichtungen gegründet

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheit

Landesregierung beschließt neuen Krankenhausplan

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026

Schriftzug „MEDI:CUS“ auf einer Bühne
Gesundheit

Gesundheitscloud MEDI:CUS wird verstetigt

Collage aus sechs Personen vor blauem Hintergrund
Schule

3 Fragen 3 Antworten: mit Gewinnerinnen und Gewinner des Lehrkräfte

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Eine Sozialarbeiterin misst die Blutdruckwerte eines Probanden und übermittelt diese drahtlos per Smartphone an einen Arzt.
Medizintechnik

Land setzt sich für Reformen in der Medizintechnikbranche ein