Ländlicher Raum

Land gibt 3,1 Millionen Euro zu EU-Förderprogramm LEADER

Das Land stärkt das bewährte EU-Förderprogramm LEADER mit zusätzlichen 3,1 Millionen Euro aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum. Damit wird die Arbeit von 20 LEADER-Aktionsgruppen unterstützt.

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Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Symbolbild

„Das Förderprogramm LEADER der Europäischen Union (EU) ist etabliert und hat sich bewährt. Es unterstützt die Menschen dabei ihre Projekte im Ländlichen Raum umzusetzen, um die Lebensqualität vor Ort zu verbessern und die Wirtschaft in der Region zu stärken. Daher unterstützt das Land das LEADER-Programm mit weiteren 3,1 Millionen Euro aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR), die wir unseren 20 LEADER-Aktionsgruppen zur Verfügung stellen“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

Das EU-Programm LEADER stehe in besonderer Weise für den Subsidiaritätsgedanken im Land. „Entscheidungen über die Förderung regionaler Entwicklungsprojekte werden dort getroffen, wo die Menschen leben. Bürgerinnen und Bürger kennen die Herausforderungen vor Ort am besten. Durch die Verlagerung von Verantwortung auf die regionale Ebene stärkt LEADER die kommunale Selbstgestaltungskraft, fördert bürgerschaftliches Engagement und ermöglicht passgenaue Lösungen für den Ländlichen Raum“, betonte Minister Hauk. Daher unterstütze das Land diesen Ansatz, da nachhaltige Entwicklung am wirksamsten gelinge, wenn sie von unten nach oben gestaltet werde.

Förderung für 20 Gebiete

Seit Beginn der Neunzigerjahre wird LEADER in Baden-Württemberg erfolgreich in den Regionen umgesetzt. Mittlerweile erhalten 20 Aktionsgebiete insbesondere in ländlich geprägten Regionen Baden-Württembergs Fördermittel von der EU und vom Land Baden-Württemberg.

„Wir schätzen die Arbeit der Aktionsgruppen sehr. Mit viel Engagement wird dort darüber nachgedacht und entschieden, in welche Projekte Fördermittel investiert werden sollten. Zudem entstehen in LEADER-Aktionsgebieten Netzwerke, die einen großen Mehrwert für die Bürgerschaft vor Ort haben. Daher haben wir die Zahl der LEADER-Aktionsgruppen im Land in dieser Förderperiode auch von 18 auf 20 Gruppen erweitert“, betonte Minister Hauk. Mit den zusätzlichen Landesmitteln können die Aktionsgruppen auch in den nächsten Jahren wirkungsvoll ihre Arbeit fortsetzen.

Förderprogramm LEADER

LEADER („Liaison entre actions de développement de l'économie rurale“) steht für die „Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ und ist ein Förderinstrument der Europäischen Union zur Stärkung und Weiterentwicklung der ländlichen Räume. Die Europäische Union unterstützt mit dem LEADER-Ansatz seit 1991 modellhafte Projekte im ländlichen Raum. LEADER unterstützt in Baden-Württemberg in 20 Aktionsgruppen lokale Akteure passgenaue Lösungen für individuelle Herausforderungen vor Ort zu entwickeln und den Ländlichen Raum zukunftsfähig und lebenswert zu machen. Nach den Vorgaben der Europäischen Union verpflichten sich die Nationalstaaten, bei der Umsetzung des Programms entsprechende nationale Kofinanzierungsmittel zur Verfügung zu stellen.

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