Elektromobilität

Land fördert Ladeinfrastruktur für Elektrobusse in Ulm

Bis Ende 2026 wird die Hälfte der Ulmer Buslinien elektrisch unterwegs sein. Das Land unterstützt den Aufbau der Ladeinfrastruktur für Elektrobusse in Ulm mit 24,6 Millionen Euro.

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Elektromobilität Land fördert Ladeinfrastruktur für Elektrobusse in Ulm

In Ulm werden ab 2026 mehr klimafreundliche Elektrobusse unterwegs sein. Das Land unterstützt die Stadtwerke Ulm (SWU) beim Aufbau der entsprechenden Ladeinfrastruktur.

ÖPNV wird klimafreundlicher

Bei der Übergabe des Förderbescheids in Ulm betonte Landesverkehrsminister Winfried Hermann: „Schritt für Schritt machen wir den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) klimafreundlicher. Bis Ende 2026 wird die Hälfte der Ulmer Buslinien elektrifiziert sein. Dafür braucht es auch die entsprechende Ladeinfrastruktur. Aufgrund seiner vielen Anhöhen ist in Ulm ein besonders ausgeklügeltes System von Ladesäulen nötig. Daher fördern wir das Projekt mit einem erhöhten Fördersatz von 85 Prozent. Eine gute Investition für den Klimaschutz und für Modernisierung des ÖPNV Ulm.“ Die Förderquote setzt sich zusammen aus: 75 Prozent für klimafreundliche Maßnahmen und 10 Prozent als Planungskostenpauschale.

Der Aufbau der Ladeinfrastruktur für Elektrobusse auf dem Betriebshof in der Bauhofer Straße und an ausgewählten Endhaltestellen in Ulm wird aus Mitteln aus dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (LGVFG) gefördert.

„Der Zuschuss in Höhe von 24,6 Millionen Euro ermöglicht nicht nur den Ausbau einer modernen Ladeinfrastruktur, sondern leistet auch einen Beitrag zu einer umweltfreundlichen und zukunftsfähigen Mobilität vor Ort,” unterstrich der Tübinger Regierungspräsident Klaus Tappeser.

Beitrag zur Mobilitätswende

Oberbürgermeister Martin Ansbacher hob die Bedeutung des Projekts hervor: „Die Mobilitätswende ist ein entscheidender Baustein für die Zukunft unserer Stadt. Mit der Förderung des emissionsfreien Nahverkehrs investieren wir nicht nur in nachhaltige Infrastruktur, sondern auch in die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger. Diese Entwicklung zeigt, dass wir in Ulm gemeinsam vorangehen – mit klaren Zielen und einem starken Fokus auf Umweltfreundlichkeit, moderne Technik und eine zukunftsfähige Stadt. Ich freue mich, dass wir mit Unterstützung des Landes und der SWU diesen wichtigen Schritt umsetzen können.“

Klaus Eder, Geschäftsführer der SWU, freut sich über die Förderzusage: „Dieser Förderbescheid ist ein enormer Vertrauensbeweis in unsere Planungen und ein klares Signal für die Zukunftsfähigkeit des Nahverkehrs in Ulm und Neu-Ulm. Es zeigt, dass wir als regionaler Partner nicht nur zuverlässig, sondern auch innovativ und nachhaltig handeln. Im Namen der Stadtwerke danke ich dem Land Baden-Württemberg für die Unterstützung, ohne die ein solches Vorhaben nicht möglich wäre.“

Ausbau der emissionsfreien Fahrzeugflotte

Die SWU Verkehr wird im Rahmen der Richtlinie „Clean Vehicles Directive“ der Europäischen Union (EU) und der ÖPNV-Strategie der Landesregierung Baden-Württemberg die Fahrzeugflotte auf emissionsfreie Antriebe umstellen. Gleichzeitig wird das Angebot im ÖPNV erweitert. Dafür werden bis 2027 zunächst 46 weitere emissionsfrei betriebene Omnibusse benötigt. Die ersten 14 Elektrobusse wurden bereits – mit finanzieller Unterstützung des Bundes – bestellt und teilweise ausgeliefert. Damit diese Busse und weitere Fahrzeuge in den kommenden Jahren betrieben werden können, wird die Stromversorgung des Betriebshofs in der Bauhofer Straße ausgebaut. Zudem werden dort neue Ladepunkte installiert und die Werkstätten für die Wartung der Elektrobusse angepasst.

Topografische Herausforderungen in Ulm

Aufgrund der anspruchsvollen Topografie der Stadt Ulm mit zahlreichen Steigungsstrecken müssen Elektrobusse teilweise tagsüber an den Linienendpunkten regelmäßig nachgeladen werden. Um dies zu ermöglichen, werden ausgewählte Haltestellen im Liniennetz mit Ladetechnik ausgestattet.

Zeitplan und Umsetzung

Die Bauarbeiten für die Ladeinfrastruktur auf dem Betriebshof und an den Haltestellen haben im Herbst 2023 begonnen. Die Fertigstellung des Projekts ist für Ende 2026 geplant.

Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz

Das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) fördert verkehrswichtige kommunale Infrastrukturmaßnahmen in Baden-Württemberg. Neben dem ÖPNV zählen auch Projekte für den Rad- und Fußverkehr sowie der kommunale Straßenbau zu den Förderbereichen.

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