Frühkindliche Bildung

Land fördert Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistenz

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Erzieherin spielt auf einem Spielplatz mit einem Kind.

Zusammen mit den kommunalen Partnern hat das Kultusministerium ein Konzept für eine vergütete, praxisintegrierte Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistenz entwickelt. Diese Ausbildung fördert das Land nun auch finanziell. Das sorgt für mehr attraktive Ausbildungsplätze und letztlich mehr pädagogische Fachkräfte.

Nach wie vor ist der Bedarf an gut ausgebildetem pädagogischen Personal groß. Aus diesem Grund hat das Kultusministerium – anknüpfend an das Erfolgsmodell der vergüteten, praxisintegrierten Erzieherinnen- und Erzieherausbildung (PiA) – gemeinsam mit den kommunalen Landesverbänden, den kirchlichen und freien Kindergartenträgerverbänden sowie dem Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) ein Konzept für eine vergütete, praxisintegrierte Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistentin und zum sozialpädagogischen Assistenten entwickelt. Auf Grundlage einer neuen Verwaltungsvorschrift fördert das Land die Ausbildung nun auch finanziell.

Die Ausbildung richtet sich an Personen mit Hauptschulabschluss und abgeschlossener Berufsausbildung und ist eine Alternative zur klassischen Kinderpflegeausbildung. Sie befähigt dazu, in sozialpädagogischen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, zum Beispiel in Krippen und Kindertageseinrichtungen bei der Erziehung, Bildung, Pflege und Betreuung von Kindern unter Anleitung einer Erzieherin oder eines Erziehers mitzuwirken. Der neue Ausbildungsweg hat zum Ziel, andere Zielgruppen zu erreichen. „Herausforderungen wie dem hohen Fachkräftebedarf in der frühkindlichen Bildung begegnen wir mit neuen Ideen, so zum Beispiel mit der praxisintegrierten Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistentin oder Assistenten“, sagt Kultusministerin Theresa Schopper und fügt an: „Mit diesem Ausbildungsformat erleichtern wir Personen mit Hauptschulabschluss und einer abgeschlossener Berufsausbildung den Ein- beziehungsweise Umstieg in einen pädagogischen Beruf und sorgen dafür, dass sich noch mehr Personen für einen Beruf mit und für Kinder entscheiden.“  

Förderung für Kindertageseinrichtungen 

Das Konzept für die Ausbildung wird nun auf Grundlage einer neuen Verwaltungsvorschrift finanziell unterstützt. So stellt das Land Fördergelder für die Träger von Kindertageseinrichtungen bereit, die im September 2021 einen zusätzlichen vergüteten Ausbildungsplatz im Rahmen der praxisintegrierten Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistentin und zum sozialpädagogischen Assistenten schaffen und dadurch ihre Ausbildungskapazität um mindestens einen Ausbildungsplatz im Vergleich zum Vorjahr erhöhen. Im ersten Ausbildungsjahr fördert das Land den Ausbildungsplatz mit 1.300 Euro pro Auszubildenden und Monat, im zweiten Ausbildungsjahr mit 1.450 Euro. „Fördern heißt voranbringen – das tun wir mit den Fördergeldern jetzt ganz konkret“, sagt der für die frühkindliche Bildung zuständige Staatssekretär Volker Schebesta. Er fügt an: „Denn sie kommen schlussendlich allen zugute: Die Auszubildenden erhalten eine angemessene Vergütung und die Einrichtungen freuen sich über zusätzliche, motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – davon profitieren am Schluss vor allem die Kinder und Eltern.“ 

Für die Förderung wird vorausgesetzt, dass die Ausbildung an einer öffentlichen oder staatlich anerkannten Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz (praxisintegriert) erfolgt und die Schülerinnen und Schüler dafür im Rahmen der Ausbildung kein Schulgeld entrichten müssen.

Erprobung des Modells an zwei Schulen

Die Ausbildung erstreckt sich über drei Jahre und gliedert sich in eine theoretische Ausbildung an der Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz und eine praktische Ausbildung in einer Kindertageseinrichtung.  

Das neue Ausbildungsmodell wird seit dem aktuellen Schuljahr 2020/2021 bereits an zwei Schulen im Land mit je einer Klasse erprobt – an der Hedwig-Dohm-Schule Stuttgart sowie der Edith-Stein-Schule Freiburg. Den beiden Berufsfachschulen wollen weitere Berufsfachschulen zum Schuljahr 2021/2022 folgen und das Angebot damit landesweit ergänzen.

Die Durchführung des Förderprogramms erfolgt durch die L-Bank.

Ministerium für Kultus, Jugend und Sport: Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz

Weitere Meldungen

Quantum for all
Quantenforschung

Weitere 4,5 Millionen Euro für Graduiertenschule

Wanderer gehen bei Reichelsheim durch den herbstlichen Odenwald (Hessen).
Forst

KI unterstützt Waldmanagement im Klimawandel

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal gewinnt den Regional Cup Tübingen

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Polizei mit BW-Wappen
Polizei

Neuer Studienjahrgang startet an der Hochschule für Polizei

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Ein Student im Praktischen Jahr am Universitätsklinikum Heidelberg spricht mit einem Patienten.
Gesundheitsberufe

Neuer Weg ins Medizinstudium startet

von links nach rechts: Herr Knödler von der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall, Justizministerin Marion Gentges und Herr Mack von der Justizvollzugsanstalt Heimsheim
Justiz

108 neue Justizvollzugsbeamte im Land

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Verkehr

Landesmobilitätsgesetz macht gute Mobilität einfacher

Ministerin Razavi mit den neuen Regierungsbaumeisterinnen und Regierungsbaumeistern 2026. V.l.: Manuel Riedlinger, David Maihöfer, Ministerin Nicole Razavi MdL, Annika Bauer, Johannes Martin Schöckle und Salome Cynthia Schwarz.
Städtebau

Regierungsbaumeisterinnen und -baumeister verabschiedet

Ein Schüler mit Schutzbrille und Handschuhen in einer Autowerkstatt
Schule

Neues Portal zum Arbeits- und Gesundheitsschutz an Schulen

Gruppenbild auf der Bühne: Sozialminister Manne Lucha mit allen Preisträgern des Präventionspreises 2026
Gesundheit

Zwölf Projekte zur Gesundheits­prävention ausgezeichnet

Eine Schülerin meldet sich in einer Schule in Stuttgart während des Unterrichts.
Schule

Zahlen zum Potenzialtest und zur Unterrichtsversorgung

Eine Person in medizinischer Kleidung hält eine Digitalkamera speziell für den klinischen Einsatz. (Bild: Maja Hitij/dpa)
Technologie

Land fördert Miniatur-Batterien für Medizintechnik