Arbeitsmarkt

Lage auf Arbeitsmarkt bleibt angespannt

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.

Die Arbeitslosenquote im Land ist im August auf 4,4 Prozent gestiegen. Neben den saisonal bedingten Gründen bleiben auch die strukturellen Probleme auf dem Arbeitsmarkt sichtbar. Ein Zeichen dafür ist auch die sinkende Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften.

„Die aktuelle Entwicklung am Arbeitsmarkt ist überwiegend saisonal bedingt. In der Sommerpause finden naturgemäß weniger Stellenbesetzungen statt. Der Anstieg im August ist saisonal typisch. Dennoch bleiben auch die strukturellen Probleme auf dem Arbeitsmarkt sichtbar, die Lage bleibt angespannt“, erklärte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, am 30. August 2024 anlässlich der Veröffentlichung der neuen Arbeitsmarktdaten für Baden-Württemberg.

Arbeitslosenquote steigt um 0,2 Prozentpunkte

Die Arbeitslosenquote steigt im August 2024 um 0,2 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent. Der Anstieg ist im Sommer üblich und erklärt sich weiterhin durch das Ende von Ausbildungsverträgen und Betriebe, die während der Ferienzeit weniger Neueinstellungen vornehmen. Im August 2023 lag die Arbeitslosenquote bei 4,1 Prozent. Die gesamte Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg hat sich im August 2024 um 14.720 beziehungsweise 5,5 Prozent auf 283.913 Arbeitslose erhöht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es derzeit 25.018 (9,7 Prozent) Arbeitslose mehr.

Ländervergleich

Inhalte werden geladen.

Arbeitslosenquote

Baden-Württemberg hatte im August 2024 die bundesweit zweitniedrigste Arbeitslosenquote.

Mehr

„Wir wissen, dass wir auf dem höchsten Wert der Arbeitslosigkeit seit September 2020 liegen. Doch für einen Weg aus der Krise fehlen wichtige Impulse. Ich sehe derzeit keine Anzeichen für eine baldige Aufbruchstimmung. Unter diesen Umständen ist eine Stagnation auf dem Arbeitsmarkt ein Zeichen der Stabilität“, erläuterte die Ministerin.

Arbeitskräftenachfrage sinkt

Im August 2024 fällt die Anzahl der gemeldeten offenen Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit auf 83.828. Gegenüber dem Vormonat waren das 385 beziehungsweise 0,5 Prozent ausgeschriebene Stellen weniger. Im Vorjahresvergleich waren 10.430 (11,1 Prozent) Stellen weniger ausgeschrieben. Hoffmeister-Kraut: „Der konjunkturelle Abschwung senkt weiterhin die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften. Nach einer kurzen Phase, in der die Stellennachfrage wieder gestiegen ist, dominiert nun doch wieder die Zurückhaltung. Die Verunsicherung der Unternehmen und das zurückhaltende Konsumverhalten der Verbraucher trüben die Aussichten auf einen baldigen Aufschwung.“

Im August 2024 lag die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren bei 28.770. Saisonal bedingt haben Jugendliche im Sommer üblicherweise den stärksten prozentualen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Im Vergleich zum Juli sind das aktuell 4.873 (20,4 Prozent) gemeldete arbeitslose Jugendliche mehr. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosigkeit 13,2 Prozent höher. Die Jugendarbeitslosenquote stieg im August 2024 von 3,4 auf aktuell 4,1 Prozent. Die Vorjahresquote lag bei 3,7 Prozent. „Der Anstieg bei den jungen Menschen ist typisch für die Sommermonate. Allerdings gehen wir davon aus, dass sich diese Situation nach Beginn des neuen Ausbildungsjahres wieder entspannen wird. Gerade hier in Baden-Württemberg haben junge Leute erfahrungsgemäß gute Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt“, so Hoffmeister-Kraut.

Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg: Der Arbeitsmarkt im August 2024

Weitere Meldungen

Schülerinnen mit Smartphones
Internet

Junge Menschen im Umgang mit Gefahren im Netz stärken

Vertragsunterzeichnung "Programm Flächendeckung" beim BMDS
Digitalisierung

Digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen

Eine Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sitzt auf einem Finger und sticht zu.
Gesundheitsschutz

Kein erhöhtes Risiko wegen West-Nil-Virus

In einer Wohngemeinschaft sitzen Studierende um den Küchentisch und unterhalten sich (Bild: © dpa).
Wohnen

Land fördert im Neubau bundesweit die meisten Wohnheimplätze

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Bildung

Mit MINT- und Begabtenförderung das Land zukunftsfest machen

Ausbilderin mit Lehrling
Berufliche Ausbildung

Land baut Förderprogramm zur Ausbildungsqualität weiter aus

Tag der Nationalhymne in Rumänien
Handwerk

Wirtschaftsministerin reist nach Rumänien

Porträt Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke
Schule

ZSL-Präsident geht in Ruhestand

von links nach rechts: Prof. Peter Middendorf (Rektor der Universität Stuttgart), Ministerpräsident Cem Özdemir, Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Jan Hesthaven (Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT))
Sicherheit

Innovationen für Sicherheit, Verteidigung und Resilienz

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Auswahlprozess für neuen Jugendberaterkreis gestartet

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Wirtschaft

Erweiterung der SUSS MicroTec SE in Karlsruhe

Start-up WOW Challenge
Start-up BW

BLACKPIN.IOT im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Lang gestreckter, historisch verzierter Raum mit hohen Rundbogenfenstern, Parkettboden und einer Orgel am Ende des Saals. Moderne Sitzmöbel und Tische bilden verschiedene Arbeits- und Aufenthaltsbereiche.
Vermögen und Bau

MINT-Exzellenzgymnasium in Bad Saulgau eröffnet

Erzieherin und Kind beim Lesen
Literatur

Frederick Tag 2026 gestartet

Vordere Reihe (von links nach rechts): Julia Hellmann, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt und Petra Klein  Hintere Reihe (von links nach rechts): Dr. Sarah Straub, Michael Kühn, Anne Stöhr, Panajotis Neuert und Claudia Österle
Justiz

Tag der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer 2026