Tierseuchen

Keine tierischen Lebensmittel im Reisegepäck

Tierische Lebensmittel aus Urlaubsländern können Tierseuchen wie Maul- und Klauenseuche oder Schafpocken einschleppen. Rückkehrer aus Zypern und Griechenland sollten derzeit besonders vorsichtig sein.

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Fluggäste laufen mit ihren Koffern durch ein Flughafenterminal.
Symbolbild

„Lebensmittel tierischen Ursprungs im Reisegepäck können Tierseuchen wie die Maul- und Klauenseuche, Afrikanische Schweinepest oder die Schafpocken unbemerkt mit nach Deutschland bringen. Solche schmackhaften Erinnerungen an den Urlaub oder nett gemeinte Mitbringsel an Freunde können für die Tierbestände unserer heimischen Landwirtschaft verheerende Folgen haben. Zum Schutz unserer Tiere ist dringend davon abzuraten Fleisch- und Wurstwaren oder Milch und Milchprodukte aus dem Urlaub mit nach Deutschland zu bringen. Der Ausbruch von Tierseuchen muss unbedingt mit Achtsamkeit, Rücksicht und Sorgfalt vermieden werden“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges.

Krankheitserreger können in Lebensmitteln tierischen Ursprungs über lange Zeit und trotz Weiterverarbeitung überleben. Gelangen Reste solcher Lebensmittel beispielsweise über Speiseabfälle in Kontakt mit heimischen Wild- oder Nutztieren, droht ein Seuchenausbruch. Doch nicht nur mitgebrachte Lebensmittel stellen diesbezüglich eine Herausforderung dar. Die Erreger sind zum Teil extrem widerstandsfähig und können auch über Kleidung, Schuhe oder Ausrüstungsgegenstände weiterverbreitet werden.

Besondere Vorsicht bei Reisen nach Zypern und Griechenland

Aktuell ist die Aufmerksamkeit vor allem bei Rückkehrenden aus beliebten Urlaubsregionen im östlichen Mittelmeerraum gefragt. Auf Zypern und in Teilen von Griechenland herrscht derzeit ein aktives Infektionsgeschehen der Maul- und Klauenseuche (MKS), und auch das Schafpocken-Virus hat in Griechenland bereits 600.000 Schafe das Leben gekostet.

„Ich rufe alle Reisenden in diesen Regionen zu erhöhter Vorsicht und Achtsamkeit auf. Verzichten Sie auf das Mitbringen von Lebensmitteln tierischen Ursprungs und achten Sie auf eine gründliche Reinigung von Kleidung und Schuhwerk nach dem Aufenthalt in ländlichen Regionen betroffener Länder“, betonte Ministerin Gentges.

Weitere Achtsamkeit bei Afrikanischer Schweinepest

Nicht nur aber besonders auch in der Urlaubszeit ist es weiterhin wichtig, sich auch das Risiko des Einschleppens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch Lebensmittel- und Speisereste in unsere heimischen Schweinehaltungen und Wildschweinpopulation bewusst zu machen. „Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist ungefährlich für Menschen aber eine verlustreiche, bekämpfungspflichtige Tierseuche bei Schweinen. Urlauberinnen und Urlauber können einen wichtigen Beitrag leisten und eine Ausbreitung der ASP verhindern. Lassen Sie bitte keine Lebensmittel- und Speisereste beim Wandern oder dem Aufenthalt in der Natur zurück. Entsorgen Sie Speisereste am Rast- oder Parkplatz ausschließlich in gut verschließbaren Mülleimern oder nehmen die Reste wieder mit nach Hause, wo sie wiederverwendet oder wildschweinsicher im Mülleimer mit verschließbarem Deckel entsorgt werden können. Werfen Sie die Speisereste auf gar keinen Fall in die Landschaft. Die Afrikanische Schweinepest kann sowohl direkt von Tier zu Tier, als auch indirekt durch Menschen, Gegenstände oder Fleischprodukte übertragen werden. Ein bedachter Umgang mit Nahrungsresten hält unsere Landschaft sauber und ist die beste ASP-Prophylaxe“, betonte Ministerin Gentges.

Schafpockenvirus und Maul- und Klauenseuche

Die Pockenseuche und die Maul- und Klauenseuche (MKS) sind hochansteckende Viruserkrankungen. Während das Schafpockenvirus überwiegend Schafe betrifft, befällt die MKS Klauentiere wie Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen. Sowohl Schafpocken als auch Maul- und Klauenseuche sind zwar für den Menschen ungefährlich, haben jedoch im Falle eines Tierseuchenausbruches verheerende Auswirkungen auf die Tierbestände und die Wirtschaftsbeteiligten.

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