Weinbau

Neue Fortbildung im Weinbau

Mit der neuen Fortbildung zum staatlich geprüften Wirtschafter für Weinbau und Oenologie schafft das Land ein attraktives Weiterbildungsangebot im Weinbau. Anmeldeschluss für den diesjährigen Jahrgang ist der 30. Juni 2026.

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Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Symbolbild

„Der Weinbau im Land steht vor großen Herausforderungen. Er braucht vor allem kluge Köpfe, die seine Zukunft aktiv gestalten und so zum Erhalt der einzigartigen Weinbaukultur in Baden-Württemberg beitragen. Mit der neu gestalteten Fortbildung zur staatlich geprüften Wirtschafterin oder zum staatlich geprüften Wirtschafter für Weinbau und Oenologie bieten wir Fachkräften die Chance, Tradition mit Innovation zu verbinden. Absolventen bekommen fundiertes Fachwissen, innovatives Denken sowie betriebswirtschaftliches Knowhow vermittelt, was ihnen neue Perspektiven für ihre berufliche Zukunft im Weinbau geben wird. Zudem steigern wir die Attraktivität der Fortbildung durch eine standortübergreifende Zusammenarbeit unserer drei renommierten Ausbildungsstätten für Weinbau in Baden-Württemberg“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

Drei Standorte – ein gemeinsames Ziel

Die Fortbildung werde künftig standortübergreifend an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg (LVWO Weinsberg), am Landwirtschaftlichen Bildungszentrum in Emmendingen-Hochburg (LBZ) sowie am Staatlichen Weinbauinstitut in Freiburg (WBI Freiburg) angeboten. „Damit wollen wir die Stärken der einzelnen Standorte bündeln und ein vielseitiges Lernumfeld schaffen“, betonte Minister Hauk. Erfahrene Fachreferenten sollen zukünftig jeweils ihr umfassendes Wissen aus Praxis, Forschung und Beratung näherbringen. „Dadurch können die Studenten von unterschiedlichen regionalen Schwerpunkten und vielfältigen Perspektiven innerhalb der Branche profitieren“, erklärte der Minister.

Fortbildungsdauer und -aufbau

Die Fortbildung zur Wirtschafterin oder zum Wirtschafter für Weinbau und Oenologie ist so konzipiert, dass sie sich optimal mit der beruflichen Tätigkeit der Studentinnen und Studenten vereinbaren lässt. Die Gesamtdauer beträgt dabei etwa anderthalb Jahre. Die erste Klasse startet in diesem Jahr. Geplant ist, dass alle zwei Jahre ein neuer Kurs angesetzt werden soll.

Der Unterricht findet dabei zeitlich aufgeteilt in zwei Bildungswintern statt, die jeweils vom November bis in den März des Folgejahres andauern. Strukturiert wird in zwei- bis vierwöchigen Blöcken zwischen den Standorten Weinsberg, Freiburg und Emmendingen gewechselt. Im dazwischenliegenden Sommer ist betriebliches Engagement vorgesehen, um das Gelernte direkt in die Praxis umzusetzen. Des Weiteren ist in dieser Zeit eine Facharbeit anzufertigen.

Abschluss und Qualifizierung

Die Qualifizierung richtet sich an engagierte Fachkräfte, die ihre Kenntnisse vertiefen und den nächsten Karriereschritt gehen möchten. Dabei ist eine abgeschlossene Berufsausbildung als Winzerin oder Winzer, Weintechnologin oder Weintechnologe, oder in einem anderen landwirtschaftlichen Beruf Voraussetzung.

Nach erfolgreichem Abschluss wird der Titel „Staatlich geprüfte Wirtschafterin für Weinbau und Oenologie“ oder „Staatlich geprüfter Wirtschafter für Weinbau und Oenologie“ verliehen.

„Dieser Abschluss steht für fundierte Fachkenntnisse, unternehmerisches Denken und hohe Kompetenz im zukunftsfähigen Weinbau und qualifiziert für verantwortungsvolle Aufgaben“, betonte Minister Hauk. Dazu seien die Absolventinnen und Absolventen im Anschluss bestens für die Qualifikation zur Winzermeisterin oder zum Winzermeister vorbereitet.

Eine Anmeldung ist über die LVWO Weinsberg möglich. Anmeldeschluss für den diesjährigen Wirtschafter-Jahrgang ist der 30. Juni 2026.

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