Arbeit

Inkrafttreten der zweiten Welle der Bürgergeldreform

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Arbeits- und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat zum Inkrafttreten der zweiten Welle der Bürgergeldreform zum 1. Juli 2023 die Bedeutung der Qualifizierung für den Schritt ins Erwebsleben betont.

Zum Inkrafttreten der zweiten Welle der Bürgergeldreform sagte Arbeits- und Wirtschafsministerin Dr. Nicole-Hoffmeister Kraut in Stuttgart: „Damit der Schritt in Arbeit gelingt, müssen wir die Menschen im Sozialleistungsbezug ermutigen und befähigen, sich zu qualifizieren. Ab Juli werden unter anderem die Hinzuverdienstgrenzen verbessert, damit steht vielen Menschen mehr Geld als bisher zur Verfügung. Und das ist ein positiver Anreiz, Arbeit aufzunehmen oder auszuweiten.“ Richtig seien zudem die neuen Einkommensregelungen für junge Menschen. „Gerade junge Menschen, die schwierige Startbedingungen haben, müssen wir besonders motivieren. Da senden wir jetzt die klare Botschaft: Arbeiten lohnt sich und zahlt sich wortwörtlich aus“, betonte die Ministerin.

Neue Anreize für Qualifizierung

Wichtig seien zudem neue Anreize für Qualifizierung. „Qualifizierungen erhöhen meist die Chancen auf eine Arbeitsmarktintegration. Unsere Wirtschaft sucht händeringend nach qualifizierten Mitarbeitenden. Daraus kann also eine Win-Win-Situation entstehen“, erklärte die Wirtschaftsministerin. „Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass eine Aus- oder Weiterbildung nicht für alle Menschen sofort in Betracht kommt. Wer etwa noch Schwierigkeiten mit der Sprache hat oder sehr lange nicht gearbeitet hat, braucht zunächst andere Unterstützungsmaßnahmen. Hier sind unsere Jobcenter breit aufgestellt und können individuell helfen“, führte Hoffmeister-Kraut aus. Ein erfolgsversprechendes, neues Instrument sei dabei das ganzheitliche Coaching. „Diese Erfahrung haben wir bereits mit unserem Landesprogramm gemacht. Mit einer engen, individuellen Begleitung lassen sich große Fortschritte erzielen“, hob die Ministerin hervor.

Ausreichende Mittelausstattung angemahnt

Das beste Gesetz helfe aber nichts, wenn der Bund bei den Mitteln für die Jobcenter nicht nachlege. Hoffmeister-Kraut hat daher bereits mehrfach eine ausreichende Mittelausstattung angemahnt. „Unsere Jobcenter sind aktuell in einer schwierigen Situation. Sie betreuen durchschnittlich 20 Prozent mehr Menschen als Anfang des letzten Jahres, da seit Kriegsbeginn viele Menschen aus der Ukraine zu uns geflüchtet sind. Gleichzeitig müssen die Jobcenter die Bürgergeldreform schultern und haben zusätzliche Aufgaben vom Bund erhalten. Ich erwarte daher von der Bundesregierung, dass sie unsere Jobcenter nicht im Regen stehen lässt, sondern mehr Mittel freigibt. Die Reform muss bei den Menschen ankommen und Qualifizierungen gibt es nicht zum Nulltarif“, stellte Hoffmeister-Kraut klar.

Weitere Meldungen

Ein Mitarbeiter der Porsche AG montiert im Porsche-Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen einen Porsche 718 Cayman.
Automobilwirtschaft

Zehn Punkte für einen starken Automobilstandort

Studierende sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

„Zukunftsprogramm Hochschule 2030“ stärkt Innovation

Eröffnung Technologiezentrum Bundesakademie Deutsches Bäckerhandwerk
Handwerk

Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks modernisiert

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Leichte Entspannung am Arbeitsmarkt

Finanzamt
Finanzämter

Strukturreform der Steuerverwaltung

Logo
Gründungsförderung

Start-up BW Pre-Seed nimmt weitere Unternehmen auf

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Mehr Steuereinnahmen, aber kein zusätzlicher Spielraum

Das Bild zeigt den neuen Dienststellenleiter der LVT BW Peter Siller frontal im Porträt.
Landesvertretung

Peter Siller neuer Dienststellenleiter der Landesvertretung beim Bund

Portraitbild vom neuen Leiter des Finanzamts Stuttgart-Körperschaften Götz Kriegel
Finanzverwaltung

Neuer Leiter des Finanzamts Stuttgart-Körperschaften

Zulieferertag 2026
Automobilwirtschaft

Wie Automobilzulieferer wettbewerbsfähig bleiben wollen

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast.
Energieversorgung

Task Force soll Ausbau des Stromnetzes beschleunigen

Start-up BW Local
Gründungsförderung

Auszeichnung für 23 Kommunen und Kommunalverbünde

Ein Basketball liegt auf dem Boden einer Turnhalle.
Schulsport

Erfolgreiche Schulsportmannschaften geehrt

Delegationsreise China
Außenwirtschaft

Dörflinger auf Delegationsreise in China

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland