Innovationsreise

Hoffmeister-Kraut besucht Landkreis Ludwigsburg

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat drei innovative Unternehmen im Landkreis Ludwigsburg besucht.

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vier Personen, darunter Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (dritte Person von links) auf Innovationsreise im Landkreis Ludwigsburg

„Die Unternehmen, bei denen ich heute zu Gast war, haben anschaulich demonstriert, dass sich wirtschaftlicher Erfolg dann einstellt, wenn Unternehmensleitung und Belegschaft gemeinsam bereit sind, den sich ständig wandelnden Makroerfordernissen anzupassen und ihr Portfolio ständig weiterentwickeln“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut im Anschluss an ihre Gespräche mit den drei Unternehmen Konzelmann GmbH (Löchgau), Weiss Robotics GmbH & Co. KG und King Racoon Games GmbH, (beide Ludwigsburg).

Die Landesregierung stelle ein großes Angebot zur Verfügung, um Unternehmen beispielsweise bei der Digitalisierung und Nutzung neuer Technologien wie der Künstlichen Intelligenz (KI) zu unterstützen. „Diese Angebote sollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups dabei unterstützen, den Strukturwandel zu bewältigen, den wir aktuell gerade auch im Mittleren Neckar Raum durchlaufen. Meine Aufgabe sehe ich zudem darin, mit dafür zu sorgen, dass Unternehmen den notwendigen Freiraum und die passenden Rahmenbedingungen haben, um innovativ und erfolgreich arbeiten zu können. Deshalb ist mir der Abbau unnötiger regulatorischer Vorschriften und Berichtspflichten ein großes Anliegen. In meinen Gesprächen mit der Kommission der Europäischen Union (EU) in Brüssel setze ich mich für unternehmensgerechte praktikable Lösungen ein, zum Beispiel auch bei der Umsetzung des europäischen Gesetzes zur Künstlichen Intelligenz“, so die Ministerin. „Es muss uns gelingen, in Deutschland und der EU ein innovationsfreundliches Klima zu schaffen, damit wir den Abschluss an die Wachstumsregionen USA und den asiatischen Raum nicht verlieren.“

Baden-Württemberg biete sehr gute Voraussetzungen für Technologietransfer

Gerade für die kleinen und mittleren Unternehmen, aber auch für Start-ups sei der Zugang zu Einrichtungen des Technologietransfers von immer größerer Bedeutung, so Hoffmeister-Kraut. Das Land biete mit seiner flächendeckenden Wissenschafts- und Wirtschaftsinfrastruktur dafür sehr gute Voraussetzungen. Neben Förderprogrammen wie Invest BW, seien steuerliche Anreize wirkungsvolle Instrumente, um die Innovationsfähigkeit der Unternehmen zu stärken.

„Wir müssen unsere Vorteile effizient und erfolgreich einsetzen, um im immer härter werdenden globalen Wettbewerb um die Technologiemärkte zu bestehen. Vor allem muss gezielt in Wachstums- und Zukunftsbereiche wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz investiert werden, um den Vorsprung Baden-Württembergs halten und ausbauen zu können“, so Hoffmeister-Kraut. Dafür bräuchten die Unternehmen, vor allem im Mittelstand, verlässliche und stützende Rahmenbedingungen.

Start bei der Konzelmann GmbH

Zum Start ihrer Innovationsreise besuchte Ministerin Hoffmeister-Kraut die Firma Konzelmann GmbH in Löchgau. Das familiengeführte Unternehmen steht seit über 60 Jahren für Innovationen aus Kunststoff für die Bereiche Automotive, Medizintechnik und Industrietechnik. Die Konzelmann GmbH entwickelt und fertigt Kunststoffspritzgießprodukte mit dem Schwerpunkt auf technischen und individuellen Spezialanwendungen. Im Fokus stehen hierbei ebenso nachhaltige Lösungen und die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen. Für die Neuentwicklung einer Notentgasung von Li-Ionen-Batterien, erhielt das Unternehmen 2023 den Innovationspreis des Landes. „Am Beispiel der Konzelmann GmbH sehen wir, wie der Wandel in Unternehmen trotz aller Herausforderungen, durch neue innovative und hochqualitative Produkte für den Markt aber eben auch durch das entsprechende Mindset aktiv gestaltet werden kann“, hob Hoffmeister-Kraut im Rahmen ihres Besuchs hervor.

Besuch der Weiss Robotics GmbH & Co. KG

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Knecht besuchte die Ministerin als zweites Unternehmen die Weiss Robotics GmbH & Co. KG in Ludwigsburg. Der heute führende Spezialist für mechatronische Greifsysteme wurde im Jahr 2008 gegründet. Ziel des Einsatzes von Robotern in der Produktion ist die Produktivitätssteigerung. Die smarten Greifmodule der Weiss Robotics GmbH & Co. KG optimieren mit ihrer integrierten Werkstückerkennung und Griffüberwachung den Greifprozess. Greifer für Roboter sind eine Kernkomponente beim Bewegen sowie der Aufnahme und Abgabe von Objekten. Ohne innovative Greifsystem wäre das Teilehandling mittels Roboter nicht möglich. Neben Greifmodulen bietet das Unternehmen auch Systemlösungen zur einfachen Integration der Endeffektoren in Cobot- oder industrielle Roboteranwendungen an. „Das inhabergeführte Familienunternehmen mit Sitz in Ludwigsburg ist ein hervorragendes Beispiel für die Innovationskraft unserer kleinen und mittleren Unternehmen in Baden-Württemberg und ein Treiber für Lösungen im Kontext von Industrie 4.0 und der Smart Factory.Text“, stellte Hoffmeister-Kraut anerkennend fest.

Abschluss bei der King Racoon Games GmbH

Zuletzt führte die Reise der Wirtschaftsministerin zu King Racoon Games GmbH, die ebenfalls in Ludwigsburg ansässig ist. Brettspiele spielen auch im digitalen Zeitalter eine bedeutende Rolle, da sie nicht nur Unterhaltung bieten, sondern die soziale Interaktion fördern. In einer zunehmend von Bildschirmen dominierten Welt, schaffen Brettspiele Räume für persönliche Begegnungen und gemeinsames Erleben. King Racoon Games ist eine echte Kreativ-Schmiede für Brettspiele, die kognitive Fähigkeiten wie strategisches Denken, Problemlösungsfähigkeit, Kreativität und Teamarbeit befördern. In einer Zeit, in der digitale Ablenkungen allgegenwärtig sind, bietet King Racoon mit seinen Spielen und Spiele-Treffs eine willkommene kreative Abwechslung. Brettspielläden sind prosperierende Anlaufstellen in Innenstädten. Rund 75 Prozent der Wertschöpfung bei Brettspielen entsteht zudem in Deutschland. „Die kreativen Ideen und innovativen Ansätze des Unternehmens King Racoon Games sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil unserer Wirtschaft, sondern auch ein essenzieller Teil eines agilen und kreativen Standortes“, so Hoffmeister-Kraut. Oft unterschätzt, bietet die Kreativwirtschaft zudem zahlreiche Verbindungen zu den klassischen Branchen, wie sich im Rahmen des Besuchs zeigte.

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