Bioökonomie

Baden-Württemberg setzt auf Bioökonomie und Biogas

Mit zwei neuen Förderprogrammen in den Bereichen Biogas und Bioökonomie stärkt das Land die zukunftsweisende und nachhaltige Nutzung erneuerbarer Ressourcen in Baden-Württemberg.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Silphienblüte mit einer Biene vor einem Silphienfeld. Im Hintergrund sieht man einen Biogasfermenter.
Symbolbild

„Das Land Baden-Württemberg hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2040 die Netto-Treibhausgasneutralität zu erreichen. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist die optimale Nutzung der Potenziale heimischer und nachwachsender Rohstoffe. Die Bioökonomie kann hierbei wichtige Beiträge leisten, indem sie die effiziente und umweltschonende Nutzung biologischer Ressourcen fördert. Durch Innovations- und Investitionsförderung in genau diesem Bereich bringen wir in Baden-Württemberg die effiziente Nutzung erneuerbarer Ressourcen voran. Wir wollen, dass unsere Unternehmen und Forschungseinrichtungen Vorreiter bei der Entwicklung zukunftsweisender Technologien und Lösungen sind. Deshalb starten wir zwei neue Förderaufrufe in den Bereichen Biogas und Bioökonomie und stellen insgesamt zehn Millionen Euro für unsere Unternehmen bereit. Durch die Maßnahmen wollen wir den Verbrauch endlicher, fossiler Ressourcen reduzieren. Gleichzeitig können Lösungsansätze für eine regenerative und klimafreundliche Energie- und Rohstoffwirtschaft entwickelt und gefördert werden. Dies stärkt die baden-württembergische Wirtschaft insgesamt und trägt zu einer nachhaltigen Zukunft bei“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich der Veröffentlichung des „Bioökonomie-Innovativ-Programms“ in Stuttgart.

Förderaufruf „Zukunft Biogas Plus“

Mit dem Förderaufruf „Zukunft Biogas Plus“ fördert das Land innovative Geschäftsmodelle für bestehende Biogasanlagen, um diese durch effiziente Technologien und nachhaltige Betriebskonzepte langfristig zu erhalten. Ziel ist es, die Bedeutung von Biogasanlagen im erneuerbaren Energiesystem zu stärken, regionale Wertschöpfung zu schaffen und gleichzeitig die Kreislaufwirtschaft sowie die Sektorkopplung voranzubringen.

„Der Förderaufruf ,Zukunft Biogas Plus' setzt wichtige Anreize für die Weiterentwicklung von Biogasanlagen und ist ein bedeutender Bestandteil unserer Strategie, um die Potenziale der Biogastechnologie auszuschöpfen und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zu stärken. Durch den Förderaufruf können Zuschüsse für Investitionen in innovative Betriebsstätten und Betriebszweige beantragt werden, um zukunftsfähige Geschäftsmodelle aufzubauen. Biogas hat eine hohe Bedeutung für unsere Versorgungssicherheit. Die Nutzung von Biogas schafft regionale Wertschöpfung und sichert zukunftsfähige Arbeitsplätze im Ländlichen Raum“, erläuterte Minister Hauk.

Förderaufruf „Bioökonomie als Innovationsmotor für den Ländlichen Raum“

Der zweite Förderaufruf „Bioökonomie als Innovationsmotor für den Ländlichen Raum“ ermöglicht Förderungen in weiteren Themenfeldern der Bioökonomie mit Bezug zur Land-, Wald- und Ernährungswirtschaft. Ziel ist es, die Ressourcen- und Rohstoffbasis der Bioökonomie zu stärken und Innovationen entlang der Lebensmittel-Wertschöpfungskette sowie die Entwicklung hochwertiger Materialien für vielfältige Anwendungen voranzutreiben.

„Der Förderaufruf ,Bioökonomie als Innovationsmotor für den Ländlichen Raum' ermöglicht mit seiner thematischen Breite die bedarfsgerechte Förderung unserer Unternehmen im Ländlichen Raum. Er umfasst den Innovations- und Technologietransfer, Durchführbarkeits- und Machbarkeitsstudien zur Erforschung des technoökonomischen und gesellschaftlichen Potenzials neuer Wertschöpfungsketten, Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie modellhafte Demonstrationsvorhaben,“ unterstrich Minister Hauk.

Die Fristen für die Einreichung von Projektvorschlägen sind der 1. Juli sowie der 1. September (Biogas) beziehungsweise der 1. August (Bioökonomie) diesen Jahres.

Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie Baden-Württemberg (LSNB)

Mit der bereits im Jahr 2019 beschlossenen, ressortübergreifenden Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie Baden-Württemberg (LSNB) wird angestrebt, Baden-Württemberg zu einer Leitregion für biobasiertes, kreislauforientiertes Wirtschaften zu entwickeln. Im Jahr 2024 wurde die Fortschreibung der Landesstrategie für die Jahre 2025 bis 2029 veröffentlicht. Die Biogasstrategie Baden-Württemberg wurde im Jahr 2023 beschlossen und flankiert die LSNB. Die Förderaufrufe tragen zur Umsetzung der Ziele der LSNB bei.

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Zukunft Biogas Plus

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Bioökonomie als Innovationsmotor für den Ländlichen Raum

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie Baden-Württemberg

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Biogasstrategie des Landes Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Streuobstwiese
Streuobst

20. landesweiter Streuobsttag in Hohenheim

Jugendliche halten ein Banner mit der Aufschrift «Ehrenamt» in den Händen.
Ländlicher Raum

Jugendliche fürs Ehrenamt begeistern

Drohne mit Auslegearm zum Einölen der Eier beim Anflug an einen Baum mit Kormorannestern
Fischerei

Drohnen-Testflug zum Kormoranmanagement am Bodensee

links: Behältnis, das am Ostersonntag (5. April 2026) in einem Garten gefunden wurde; rechts: Laboranalyse
Strahlenschutz

Fundstück enthielt zu keinem Zeitpunkt Polonium-210

Polizeistreife bei Verkehrsunfall
Polizei

Bilanz des europaweiten Speedmarathons 2026

Asiatische Hornisse
Artenmanagement

Königinnen und Nester der Asiatischen Hornisse melden

Businessfrau sitzt an einem PC
Arbeitsmarkt

Mehr Frauen in Beschäftigung

Logo "Turmwärts"
Ländlicher Raum

Kreative Nachnutzung von Trafo­türmen im Ländlichen Raum

Kläranlage des Abwasserzweckverbandes Raum Offenburg bei Griesheim (Symbolbild: © dpa).
Wasserwirtschaft

Land unterstützt Wasserwirt­schaft mit 265 Millionen Euro

Erläuterungen für Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Mitte) und Umweltministerin Thekla Walker (rechts)
Nationalpark

Erweiterung des Nationalparks Schwarzwald

Ein Fahrradfahrer fährt auf einer Fahrradstraße.
Radverkehr

Neue Radwege im Land

Weg im ländlichen Raum
Ländlicher Raum

Land unterstützt Modernisierung Ländlicher Wege

In einer braunen Biomülltonne liegen Lebensmittel.
Ernährung

Zweite Runde der Lebensmittelretter-Challenge startet

Kernkraftwerk Philippsburg ohne Türme (Aufnahme vom 03.06.2020)
Kernkraft

Offene Brandabschottungen im Kernkraftwerk Philippsburg

Chemisches Symbol für Polonium
Strahlenschutz

Fundstück enthält kein Polonium-210