Ländlicher Raum

Gleichwertige Möglichkeiten zur Jugendbeteiligung in Stadt und Land

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Symbolbild

Der Landkreis Konstanz plant die Einrichtung eines Jugendkreisrates. Das neue Format soll gleichwertige Möglichkeiten zur Jugendbeteiligung in der Stadt und auf dem Land ermöglichen.

„Aus der Studie ,Jugend im Ländlichen Raum Baden-Württembergs‘ wissen wir, dass das Dorfleben auch für junge Menschen attraktiv ist. Gerade für den Ländlichen Raum sind junge Menschen auch eine wichtige Gruppe – doch ausgerechnet ihre Bedürfnisse gehen oftmals unter. Jugendgemeinderäte fördern die Heimatverbundenheit junger Menschen. Daher fördern wir das Projekt ,Jugendkreisrat‘, um ein Jugendparlament auch auf Landkreisebene einzuführen und somit einen wichtigen Beitrag für die Attraktivität des Lebens im Ländlichen Raum zu leisten. Mit dem engagierten Landkreis Konstanz als Modellpartner und der kompetenten Beratung des Dachverbands der Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg (DV JGR) schaue ich voller Spannung und Zuversicht auf das Projekt“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am 7. März 2024.

„Der Kreisjugendhilfeausschuss im Landkreis Konstanz wollte zunächst gemeinsam mit engagierten Jugendlichen ein passgenaues Konzept entwickeln“, erläutert Landrat Zeno Danner.

„Der Entwurf wurde im September 2023 von den Jugendlichen selbst im Kreisjugendhilfeausschuss vorgestellt und stieß dort ebenso sowie im Kreistag auf breite Zustimmung. Ein solches Gremium ist für uns alle Neuland, wir unterstützen dieses Vorhaben aber gerne und freuen uns daher, Modellpartner zu sein.“

Spitzenreiter in Sachen Jugendbeteiligung

„Bei den Jugendparlamenten auf kommunaler Ebene gehört Baden-Württemberg bereits bundesweit zu den Spitzenreitern in Sachen Jugendbeteiligung“, bemerkt Jonas Dehmel, Vorsitzender für Internes des DV JGR. „Auf der Kreisebene dagegen sieht das anders aus. Wir sensibilisieren daher für die Vorteile eines Jugendkreisrats und beraten zu organisatorischen und rechtlichen Fragen.“

„Wir stehen in engem Austausch mit Jugendkreisräten in anderen Bundesländern, sodass wir im Projekt auch auf deren Erfahrungswerte zurückgreifen können. Insbesondere in Bayern bestehen bereits zahlreiche Jugendkreisräte“, erläutert Nina Kohler, die das Projekt für den DV JGR leitet.

In Baden-Württemberg wurde der erste und bislang einzige Jugendkreisrat im Herbst 2023 im Bodenseekreis gegründet. Der geplante Jugendkreisrat im Landkreis Konstanz wäre der Zweite im Land.

Interessen einbringen und aktiv mitgestalten

Beim Aufbau des kreisweiten Jugenddialoges sind von Anfang an engagierte Jugendliche beteiligt. „Wir haben bereits viele Ideen für den Jugendkreisrat entwickelt und freuen uns darauf, diese nun umzusetzen“, erläutern Laura Kanbach und Thomas Racke aus der Projektgruppe. „Besonders wichtig ist uns, motivierte Jugendliche aus allen Schularten und Lebenswelten zu erreichen. Der Jugendkreisrat soll Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihre Interessen einzubringen, aktiv mitzugestalten und Demokratie zu leben.“

„Im Landkreis Konstanz finden wir sehr ländlich geprägte Regionen Seite an Seite mit städtischen Ballungsräumen. Wir wissen, dass die Jugend auf dem Land teils andere Bedürfnisse hat. Gleichzeitig bringt sie aber auch eine besondere Tatkraft und einen kurzen Draht zu ihren Bürgermeistern mit. Wenn wir es im Jugendkreisrat schaffen, die Jugend aus Stadt und Land zusammenzubringen, dann ist das für alle ein Gewinn“, erläuterte Minister Hauk.

Das Projekt auf einen Blick

  • Das Projekt „Beteiligung wo wir zu Hause sind“ wird vom Dachverband der Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg e.V. von März 2023 bis März 2025 durchgeführt.
  • Das Projekt unterstützt die Einrichtung eines Jugendgremiums auf Kreisebene im Landkreis Konstanz.
  • Ansprechpartnerin ist Frau Nina Kohler, sprecher@jugendgemeinderat.de.

Dachverband der Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg: Jugendkreisrat

Studie „Jugend im Ländlichen Raum Baden-Württembergs. Aufwachsen – Mitgestalten – Leben“ (PDF)

Weitere Meldungen

Ein Mädchen watet durch die überschwemmte Innenstadt von Veringenstadt.
Gesellschaft

Pilotkommunen verbessern Zusammenarbeit im Krisenfall

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
Mobilität

Carsharing-Förderung diesmal auch für Hybridfahrzeuge

Neubau der Kindertagesstätte Wilhelm-Enßle-Straße
Städtebauförderung

Ortsmitte in Geradstetten erfolgreich saniert

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Mehr Steuereinnahmen, aber kein zusätzlicher Spielraum

Im alten Fabrikensemble der Eisenlohr’schen Werke in Dettingen an der Erms sind mit Hilfe der Städtebauförderung 67 neue Wohnungen entstanden.
Städtebauförderung

Ortskern in Dettingen an der Erms modernisiert

Portraitbild vom neuen Leiter des Finanzamts Stuttgart-Körperschaften Götz Kriegel
Verwaltung

Neuer Leiter des Finanzamts Stuttgart-Körperschaften

Kaiserstuhl
Flurneuordnung

Sonderprojekt „Weinbau Mittelbaden“ abgeschlossen

Mohn- und Kornblumen blühen in einem Getreidefeld (Bild: dpa).
Artenschutz

Projekt „Natur nah dran“ wird verlängert

Staatssekretär Siegfried Lorek MdL
Opferschutz

Land stärkt Opferschutz und stellt sich Antisemitismus entgegen

Ein Mann tippt auf einer beleuchteten Tastatur eines Laptops.
Justiz

Strafverfolgungsstatistik 2025 veröffentlicht

Start-up BW Local
Gründungsförderung

Auszeichnung für 23 Kommunen und Kommunalverbünde

Tierschutzpreis
Tierschutz

Tierschutzpreis 2027 ausgeschrieben

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Eröffnung der Wanderausstellung der IBA'27 in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin
Städtebau

IBA’27-Ausstellung in Berlin eröffnet

Eine neue Asphaltdecke wird auf einer Straße aufgebracht. (Bild: Patrick Seeger / dpa)
Straßenverkehr

Fahrbahnsanierung auf B 462 abgeschlossen