Equal Pay Day

Gleichberechtigtes Einkommen muss selbstverständlich sein

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Businessfrau sitzt an einem PC

Nach neuesten Erhebungen des Statistischen Landesamtes ist das Entgelt von Frauen durchschnittlich 21,2 Prozent geringer als das von Männern. Anlässlich des Aktionstags „Equal Pay Day“ appelliert Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut an Unternehmen, dass gleichberechtigte Karriere- und Einkommenschancen selbstverständlich sein müssten.

Der Aktionstag „Equal Pay Day“ jährt sich am 18. März zum zwölften Mal. An diesem Tag wird auf Verdienstunterschiede von Frauen und Männern aufmerksam gemacht. Der „Equal Pay Day“ markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Gehaltsunterschied. Umgerechnet ergibt sich damit eine Einkommenslücke von 77 Tagen.

Innovative Wirtschaft benötigt qualifizierte Frauen

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut appellierte an die Unternehmen im Land: „Gleichberechtigte Karriere- und Einkommenschancen müssen selbstverständlich sein. Wir müssen das Potenzial gut ausgebildeter weiblicher Talente bestmöglich nutzen, um dem Fachkräftemangel in der Südwestwirtschaft entgegenzuwirken. Denn eine innovative Wirtschaft benötigt qualifizierte Frauen.“ Ihr Appell richtet sich aber auch an die Frauen im Land: „Wählen Sie Zukunftsberufe, die berufliche Perspektiven und gutes Einkommen bieten. Wir unterstützen unter anderem bei der Berufswahl, um Sie für Zukunftsberufe in unserer Wirtschaft 4.0 zu begeistern. Mit ihren vielfältigen Fähigkeiten können Frauen die Zukunft der Wirtschaft aktiv mitgestalten“, so die Ministerin. Mit der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ möchte das Wirtschaftsministerium die Attraktivität technisch-naturwissenschaftlicher Berufsfelder erhöhen und mehr Frauen für die MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) gewinnen. Diese bieten besonders gute Verdienstmöglichkeiten und Karriereperspektiven aufgrund der Wirtschaftsstruktur in Baden-Württemberg.

„Du verdienst MEHR“

„Das Jahresmotto 2019 des Landesprogramms Kontaktstellen Frau und Beruf lautet ‚Du verdienst MEHR‘, um Frauen ganz im Sinne des Equal Pay Days zu sensibilisieren“, führte die Ministerin aus. Hierzu findet von März bis Dezember 2019 eine Veranstaltungsreihe statt, bei der Expertinnen, Beraterinnen sowie Personalverantwortliche diskutieren, wie der Gender Pay Gap oder Pension Gap abgebaut werden können. „Machen Sie das Motto ‚Du verdienst MEHR!‘ zu Ihrem Motto. Nehmen Sie Ihre Karriere in die Hand, steigen Sie nicht unter Ihrem Wert ein, verhandeln Sie gut und denken Sie auch langfristig an Ihre Absicherung durch ein gutes Einkommen und die Altersvorsorge“, so Ministerin Hoffmeister-Kraut.

Nach neuesten Erhebungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg ist das Entgelt für Frauen in Baden-Württemberg im Durchschnitt um 21,2 Prozent geringer als das ihrer männlichen Kollegen (unbereinigter Verdienstunterschied). Die Gründe für die hohe Einkommensdifferenz zwischen Frauen und Männern sind vielfältig. Der wichtigste Einflussfaktor des so genannten „Gender Pay Gaps“ ist das geschlechtsspezifische Berufs- und Branchenwahlverhalten von Frauen und Männern. Hinzu kommen familiär bedingte Erwerbsunterbrechungen, häufigere Teilzeitbeschäftigungen und Minijobs von Frauen sowie weniger Frauen in Führungspositionen, die den Gender Pay Gap verursachen.

Am 22. März startet die Veranstaltungsreihe in Mannheim mit einem Vortrag zum Thema „Souverän verhandeln – mehr verdienen: die erfolgreiche Gehaltsverhandlung“. Bis Dezember 2019 folgen weitere Veranstaltungen, die sich inhaltlich mit verschiedenen Themen wie beispielsweise Karriereplanung und Finanzplanung, Gehaltsverhandlungen, Alterssicherung befassen.

Neben der Unterstützung bei der Berufswahl, spielt auch der Ausbau der Kleinkindbetreuung sowie umfangreiche Beratungs- und Coaching-Angebote für Frauen in allen beruflichen Lebenslagen eine wichtige Rolle. So fördert das Wirtschaftsministerium seit vielen Jahren das Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf. Die Kontaktstellen Frau und Beruf unterstützen die erfolgreiche berufliche Integration von Frauen durch ein verlässliches, ganzheitliches Beratungsangebot. Dabei reichen die Themen von der beruflichen Orientierung und dem Einstieg über den Wiedereinstieg und Aufstieg bis zur Existenzgründung und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Wirtschaftsministerium: Gleichstellung in der Wirtschaft

Landesinitiative "Frauen in MINT-Berufen"

Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf

Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf: Jahresprogramm 2019 (PDF)

Weitere Meldungen

Eine Frau tippt auf einem Tablet. Daneben liegt ein Smartphone.
GesellschaftsReport BW

Vielfältige Angebote zur Stärkung der Medienkompetenz

Symbolbild: Symbolbild: Ein Passant geht an dem Logo der Agentur für Arbeit vorbei. Das Bundesverfassungsgericht hat am Dienstag, 5. November 2019, sein Urteil zu Leistungskürzungen für unkooperative Hartz-IV-Bezieher verkündet. (Bild: picture alliance/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa)
Bürgergeld

Hoffmeister-Kraut unterstützt geplante Bürgergeld-Reform

Tasten einer beleuchteten Tastatur. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Digitalisierung

Erster erfolgreicher Datenabruf über nationales Datensystem

Übergabe von Breitbandförderbescheiden
Breitbandausbau

Land unterstützt Breitbandförderung mit über 231 Millionen Euro

Pressekonferenz LKA zu Terrorgram
Sicherheit

Kriminologische Studie zur deutschen „Terrorgramszene“

von links nach rechts: Abteilungsleiter „Landwirtschaft" Dr. Konrad Rühl, Ministerialdirektorin Isabel Kling, Minister Peter Hauk und Abteilungsleiterin „Markt und Ernährung“ Petra Mock
Landwirtschaft

Spitzengespräch zu Erzeugerpreisen

Eine Sozialarbeiterin führt in der Landeserstaufnahme für Asylbewerber in Karlsruhe eine Beratung mit einem Flüchtling durch.
Migration

Landkreis Karlsruhe erfolgreich bei Arbeitsgelegenheiten für Geflüchtete

Eine Hand greift nach einem digitalen Paragrafen
Justiz

Modernisierung der Wahlverfahren in der Justiz

Ein Haus, dessen Grundgerüst aus Holz besteht, steht in einem Tübinger Neubaugebiet. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Baurecht

Bauen mit Holz wird erleichtert

Eine Frau bedient das Portal ELSTER der deutschen Steuerverwaltungen zur Abwicklung der Steuererklärungen und Steueranmeldungen über das Internet.
Steuern

Sieben Wochen Bearbeitungszeit für Steuererklärungen

Ein Logo des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).
Forschung

Baden-Württemberg tritt Allianz zur Fusionsforschung bei

Ein Prüfstandshandwerker begutachtet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein Raketen-Triebwerk
Wirtschaftsnahe Forschung

9,7 Millionen Euro für Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Tasten einer beleuchteten Tastatur. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Justiz

Bund und Länder vereinbaren bundeseinheitliche Justizcloud

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Zum Jahreswechsel keine Entspannung am Arbeitsmarkt

Grafik mit dem Schriftzug Schule@BW - lernen - lehren - kommunizieren
Digitalisierung

Kooperation bei digitalen Bildungsplattformen zeigt Erfolge