Energie

Gemeinsam für energetische Gebäudesanierung und Energieeffizienz

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Eine Mitarbeiterin befestigt ein Energielabel an einer Pumpe. (Foto: Bernd Thissen dpa/lnw)

Das Umweltministerium, der Sparkassenverband und die Landesbausparkasse haben ihre Kooperation zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung und zur Steigerung der Energieeffizienz in Unternehmen für weitere zwei Jahre verlängert.

Das Umweltministerium, der Sparkassenverband Baden-Württemberg und die LBS Landesbausparkasse Südwest haben ihre Kooperation für weitere zwei Jahre verlängert. Seit 2010 besteht diese Vereinbarung schon, die zum Ziel hat, die energetische Gebäudesanierung zu fördern und die Energieeffizienz in Unternehmen zu steigern.

Klimaschutz und Energiewende vorantreiben

„Ich freue mich, dass wir mit zwei starken Partnern unseren gemeinsamen Weg im Land weitergehen“, sagte Umweltminister Franz Untersteller. Die energetische Sanierung könne Ausgangspunkt aber auch Nebeneffekt einer ganzheitlichen Gebäudesanierung sein, fügte Untersteller hinzu. „Wir brauchen beides, Sanierung von Gebäuden und Energieeffizienzmaßnahmen in Unternehmen, um den Klimaschutz und die Energiewende erfolgreich voranzutreiben und so schnell wie möglich im Land klimaneutral zu werden.“

Rund 22 Prozent der Energie in Baden-Württemberg werden vom verarbeitenden Gewerbe verbraucht. In Unternehmen seien noch große Energieeffizienzpotenziale vorhanden, führte der Minister aus. Um diese optimal zu erschließen, brauche es Engagement und Kompetenz, die die Sparkassen und die LBS Bausparkassen einbringen. Die Energieeffizienz zu steigern senke nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch die Kosten. „Das macht sich wirtschaftlich nachhaltig bezahlt. Es erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und schont zusätzlich das Klima“, hob Minister Untersteller hervor.

Kräfte und Kompetenzen bündeln

„Die effiziente Nutzung von Energie ist ein Thema, das für Klimaschutz, Energiewende und Ressourcenschonung gleichermaßen von großer Bedeutung ist. Kräfte und Kompetenzen zu bündeln, liegt deshalb nahe“, sagte Sparkassenverbandspräsident Peter Schneider. „Wir wollen mit unserer gemeinsamen Kampagne dazu beitragen, den Anteil an energetisch sanierten Gebäuden in Baden-Württemberg deutlich anzuheben. Dies ist daher auch ein Schwerpunkt in den Beratungsgesprächen der Sparkassen und der LBS.“

Die 50 Sparkassen im Land haben aktuell rund 74 Milliarden Euro an Krediten für Immobilien vergeben. „Dabei gab es auch im Pandemiejahr 2020 keinen Einbruch bei der Nachfrage nach Immobilienkrediten“, ergänzte Schneider. „Im Gegenteil: Wir konnten einen Zuwachs von gut 6,5 Prozent verzeichnen.“ Neben den Privatkunden stehen auch Unternehmen im Fokus. „Der Wohngebäudebestand ist einer der wichtigsten Ansatzpunkte für Verbesserungen beim Klimaschutz“, ist Stefan Siebert, Vorsitzender des Vorstands der LBS Südwest, überzeugt. „Wir sehen bei den Wohnungseigentümern einen großen Informationsbedarf, aber auch ein ganz erhebliches Interesse. Die Umwelt- und Klimawirkung der eigenen Immobilie gewinnt für unsere Kunden immer mehr an Bedeutung.“

Kooperation besteht seit 2010

In Baden-Württemberg gibt es rund 2,4 Millionen Wohngebäude. Hinzu kommen noch rund 440.000 Nichtwohngebäude im Bestand. Die gemeinsame Initiative des Umweltministeriums, des Sparkassenverbands und der Landesbausparkasse besteht seit 2010. Sie war damals bundesweit die erste Kooperation eines Landesumweltministeriums mit einer Finanzgruppe zum Klimaschutz im Gebäudesektor. Aktuell engagieren sich 50 Sparkassen im Land für die Ziele der Kooperation.

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