Energiewende

Gebäude in Königsfeld als „Ort voller Energie“ ausgezeichnet

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Energiewende-Plakette: Hier wird die Energiewende gelebt

Die Sanierung des Wohnhauses der Familie Rase ist ein Paradebeispiel, wie gezielte Energieberatung, Förderung und Umsetzung Hand in Hand gehen können. Umweltminister Franz Untersteller hat das Gebäude nun als „Ort voller Energie“ ausgezeichnet.

In Königsfeld im Schwarzwald-Baar-Kreis hat Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller das Zweifamilienhaus der Familie Rase als „Ort voller Energie“ ausgezeichnet. Für sein Engagement, die Sanierung des im Jahr 1953 erbauten Gebäudes ganz im Zeichen erneuerbarer Energien und Energieeffizienz durchzuführen, überreichte der Minister dem Bauherrn, Herrn Rase, eine Wandplakette mit der Inschrift „Hier wird die Energiewende gelebt“.

„Die Sanierung dieses Wohnhauses ist für mich ein Paradebeispiel, wie gezielte Energieberatung, Förderung und Umsetzung Hand in Hand gehen können“, betonte Untersteller. „Und das Ergebnis kann sich sehen lassen – sowohl optisch als auch energetisch: Lag der berechnete Endenergiebedarf vor der Sanierung bei knapp 65.000 Kilowattstunden, waren es im ersten Jahr danach gerade noch 6.200.“

Private Haushalt tragen entscheidend zur Energiewende bei

Private Haushalte verbrauchen rund ein Viertel des gesamtdeutschen Energieverbrauchs. Mehr als zwei Drittel des Endenergieverbrauchs wird zur Beheizung der Räume benötigt. „Wenn man diese Fakten kennt, wird schnell klar, dass jeder einzelne private Haushalt durch energetische Sanierungsmaßnahmen, die Nutzung erneuerbarer Energien und einen sparsamen Energieverbrauch entscheidend zum Gelingen der Energiewende beitragen kann“, sagte der Minister. „Ich würde mich freuen, wenn das Haus der Familie Rase Vorbild für viele weitere Orte voller Energie sein könnte.“

Die Auszeichnung „Ort voller Energie“ ist ein Baustein des Kommunikationskonzepts der Landesregierung zur Energiewende. Sie wird ausgewählten Personen, Gruppen, Institutionen und Unternehmen verliehen, die mit ihrem Namen und ihrem Projekt für die aktiv gelebte Energiewende in Baden-Württemberg stehen.

Die Sanierungsmaßnahmen

  • Dämmung: Sowohl das Bestandsdach als auch die neuen Gauben wurden mit Sparrendämmung versehen. Die Fassade erhielt ein mineralisches Dämmsystem. Fenster und Haustüre wurden erneuert. Besonderes Augenmerk legte der Bauherr auf die Vermeidung von Wärmebrücken im Bereich Dach/Wand insbesondere am Kniestock.

  • Energieerzeugung/Heizung: Es wurden eine Photovoltaikanlage mit 9,7 Watt Peak (kWp) und ein kobaltfreier Lithium-Eisenphosphat-Batteriespeicher mit zehn Kilowattstunden (kWh) installiert. Die Wärmeerzeugung erfolgt über eine Wärmepumpe und einen Pelletofen. Ein modularer Energiespeicher dient zur Versorgung von Fußbodenheizung und Lieferung von frischem Brauchwasser über Wärmetauscher. Der Vernetzung und Kommunikation zwischen den einzelnen Komponenten (Stromspeicher, Warmwasserspeicher, Wärmepumpe, Ofen) liegt ein ausgeklügeltes Steuerungssystem zugrunde.

  • Lüftung: Die Lüftung erfolgt über eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung (Wirkungsgrad: 95 Prozent). Dabei sind die Wärmetauscher in die Dämmfassade verbaut, was zur Geräuschminimierung bei der Lüftungsanlage beiträgt.

Energiewende in Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Visualisierung vom Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen Ansicht West
Vermögen und Bau

Frauenklinik am Universitäts­klinikum Tübingen wird erweitert

Verkehrsunfallbilanz 2025
Verkehrsunfallbilanz 2025

Straßenverkehr in Baden-Württemberg wird immer sicherer

Ein Windrad ist auf der Holzschlägermatte bei Freiburg zu sehen.
Erneuerbare Energien

Mehr Windkraft für Baden-Württemberg

PV-Anlage auf dem Landtag in Stuttgart
Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Ziel bereits vorab erreicht

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wird gestärkt

Zwei Grundschüler stehen an einer Straße vor einer Schule.
Verkehrssicherheit

Bewerbungen für Verkehrs­präventionspreis ab jetzt möglich

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Bewerbungsstart für „Spitze auf dem Land!“

Mittelständischer Betrieb in Baden-Württemberg bei der Taschenherstellung aus alten PET-Flaschen (Symbolbild, © dpa)
Wirtschaft

Landtag beschließt neugefasste Mittelstandsförderung

Ein Krebsforscher arbeitet in einem Labor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg mit einer Pipette. (Bild: picture alliance/picture alliance / dpa)
Gesundheitsschutz

PFOA-Belastung bei Einwohnern im Landkreis Rastatt sinkt weiter

Ländlicher Raum
Ländlicher Raum

Modernisierung Ländlicher Wege ist Zukunftssicherung

Ein Haus, dessen Grundgerüst aus Holz besteht, steht in einem Tübinger Neubaugebiet. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Holzbau

Aktualisierte Holzbau-Richtlinie stärkt Klimaschutz und Wirtschaft

Kinder sind auf einer Straße mit dem Fahrrad unterwegs zur Schule. (Foto: © dpa)
Sicherer Schulweg

Mehr Verkehrssicherheit durch Schulstraßen und Schulzonen

Autos fahren über eine Kreuzung in Reutlingen. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Verkehrssicherheit

Vernetzte Verkehrssicherheitsarbeit im Fokus

Minister Strobl Einweihung Schnellladesäule
Polizei

Polizei Baden-Württemberg testet Schnellladesäule