Ländlicher Raum

Flurneuordnungsverfahren Lauchheim-Röttingen feiert Abschlussfest

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Ein Fahrradfahrer fährt in der Nähe von Tübingen in Baden-Württemberg auf einem Feldweg. (Bild: dpa)

Das Flurneuordnungsverfahren Lauchheim-Röttingen wurde mit einem Abschlussfest erfolgreich beendet. Landwirtschaft, Natur, Naherholung und Wasserhaushalt profitierten enorm von der Flurneuordnung in Lauchheim-Röttingen.

„In Röttingen im Ostalbkreis hat eine vollumfängliche und nachhaltige Flurneuordnung stattgefunden. Mit viel Weitsicht sind alle Belange berücksichtigt worden. Nicht nur hat man landwirtschaftliche, sondern auch forstwirtschaftliche Flächen in den Blick genommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, nun gibt es in Röttingen 30 Kilometer befestigte Wege, mehrere renaturierte Bäche sowie ein Rückhaltebecken“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Sabine Kurtz am 24. Juni 2022 anlässlich des Abschlussfestes der Flurneuordnung in Lauchheim-Röttingen im Ostalbkreis.

Mittels Bodenordnung wurden aus rund 2.500 Grundstücken nur noch 1.000 gebildet. Ein neues Wegenetz ermöglicht dabei eine effiziente Bewirtschaftung der 1.000 Hektar an landwirtschaftlichen Flächen, so dass durch kürzere Anfahrtszeiten und weniger Wendemanöver Zeit und Treibstoff eingespart wird. Das hergestellte landwirtschaftliche Wegenetz dient aber nicht nur der Landwirtschaft. Auch Radfahrer und Spaziergänger profitieren von dem Verfahren. Die rund drei Millionen Euro an Fördermittel wurden aber auch in den Hochwasserschutz und eine Biotopvernetzung investiert.

Landesregierung stärkt Ländlichen Raum

„Den Ländlichen Raum zu stärken, ist erklärtes Ziel der Landesregierung“, so Staatssekretärin Kurtz. In den letzten 20 Jahren fand in Lauchheim mit Schwerpunkt in der Ortschaft Röttingen ein Flurneuordnungsverfahren statt. Zum Abschluss des Großprojektes trafen sich noch einmal alle beteiligten Akteure. Über hundert Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Verwaltung und der Baubranche sowie mehrere politische Vertreter würdigten das Engagement der Beteiligten.

„Die Flurneuordnung ist ein beispielhaft bürgernaher Veränderungsprozess. In Flurneuordnungsverfahren erarbeitet der von den Grundstückseigentümern gewählte Vorstand mit der Flurneuordnungsbehörde ein Konzept zur Neugestaltung der Region. Dies führte auch in Röttingen zu eine breiten Akzeptanz des Verfahrens“, sagte Staatssekretärin Kurtz bei der Übergabe der Dankesurkunden an die Vorstandsmitglieder der Teilnehmergemeinschaft.

Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung: Flurneuordnung in Lauchheim-Röttingen

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Flurneuordnung und Landentwicklung

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