Oliver Hildenbrand, Minister für Soziales, Arbeit und Gesundheit, sagte anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen: „Im Mai sehen wir erstmals in diesem Jahr wieder eine Arbeitslosenzahl unter der Marke von 300.000. Das ist vor allem Ausdruck einer moderaten, verspäteten Frühjahrsbelebung und eines gewissen Nachholeffekts nach dem generell schwachen Jahresstart. Doch eine echte Trendwende sehen wir leider noch nicht. Die Arbeitslosigkeit ist weiterhin höher als im Vorjahr und der Arbeitsmarkt bleibt insgesamt unter Druck.“
Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg sinkt im Mai 2026 um 0,1 Prozentpunkt auf 4,6 Prozent. Die gesamte Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg sinkt um 6.130 Personen beziehungsweise 2,0 Prozent zum Vormonat auf jetzt insgesamt 297.819 Arbeitslose. Im Mai 2025 lag die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg bei 4,5 Prozent und es gab 8.195 Arbeitslose beziehungsweise 2,8 Prozent weniger.
Im Mai 2026 ist die Zahl der gemeldeten offenen Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit leicht auf 73.022 gestiegen. Gegenüber dem Vormonat waren dies 890 beziehungsweise 1,2 Prozent ausgeschriebene Stellen mehr. Im Vorjahresvergleich waren 3.066 (minus 4,0 Prozent) Stellen weniger ausgeschrieben.
„Der Arbeitsmarkt ist nicht mehr so aufnahmefähig wie noch vor zwei Jahren. Unternehmen agieren deutlich vorsichtiger, offene Stellen werden langsamer oder teilweise gar nicht mehr nachbesetzt. Die wirtschaftliche Lage wirkt sich weiterhin auf die Einstellungsbereitschaft aus“, so Hildenbrand weiter.
Jugendarbeitslosigkeit auch nur leicht gesunken
Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren liegt im Mai 2026 bei 25.471. Im Vergleich zum April 2026 ist die Jugendarbeitslosigkeit um 1.113 Personen beziehungsweise minus 4,2 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt die Jugendarbeitslosigkeit derzeit um 6,1 Prozent höher. Die aktuelle Jugendarbeitslosenquote im Mai 2026 sinkt um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat auf aktuell 3,7 Prozent. Im Mai 2025 lag sie noch bei 3,5 Prozent und im Mai 2019 sogar noch bei 2,2 Prozent.
„Besonders herausfordernd ist die Lage derzeit für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger sowie für Menschen, die den Job wechseln möchten. Wenn Unternehmen Neueinstellungen zurückfahren, nimmt der Wettbewerb um offene Stellen zu. Unser Ziel muss es deshalb sein, Beschäftigung beispielsweise durch Qualifizierung zu sichern, da der Strukturwandel bereits heute Arbeitsplätze in etablierten Branchen verändert. Wir müssen darüber hinaus aber auch neue Jobperspektiven in Zukunftsbranchen eröffnen“, betonte Hildenbrand abschließend.
















