Migration

Einführung der Bezahlkarte für Asylbewerber schreitet voran

Die Einführung der Bezahlkarte für Asylbewerber soll im Dezember 2024 in den Erstaufnahmeeinrichtungen beginnen.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Schild mit der Aufschrift „Flüchtlingserstaufnahmestelle“, im Hintergrund ein Fahrzeug an einer Einfahrt.
Symbolbild

Die Einführung der Bezahlkarte für Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylblG) in Baden-Württemberg macht weiter deutliche Fortschritte. Bei einer digitalen Informationsveranstaltung, an der Vertreter der Regierungspräsidien, von Landkreistag und Städtetag, Landratsämter, Stadtkreise sowie des verantwortlichen Dienstleisterkonsortiums teilnahmen (insgesamt rund 280 Teilnehmende), wurde der aktuelle Stand des Projekts und das weitere Vorgehen zur Einführung der Bezahlkarte in Baden-Württemberg präsentiert. Die Bezahlkarte soll die Auszahlung von Leistungen in Teilen effizient gestalten und verhindern, dass Leistungen nach dem AsylbLG ins Ausland fließen.   

Staatssekretär Siegfried Lorek hob in seiner Rede die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor: „Mit dem erfolgreichen Abschluss des europaweiten Vergabeverfahrens haben wir einen entscheidenden Meilenstein erreicht. Die Bezahlkarte ist ein politisches Leuchtturmprojekt, das nun konkret umgesetzt wird. In Kooperation mit 13 weiteren Ländern haben wir mit der secupay AG einen leistungsfähigen Anbieter gefunden. Der Roll-out in Baden-Württemberg beginnt und wir sind zuversichtlich, dass die Bezahlkarte in den kommenden Monaten stufenweise eingeführt werden kann. Dieses Projekt stellt einen großen Fortschritt dar, der die Digitalisierung der Verwaltung vorantreibt und einen Beitrag zur Bekämpfung von Schleuserkriminalität leisten wird, indem Transfers von Asylbewerberleistungen ins Ausland unterbunden werden.“

Vorteile für die Betroffenen und die Behörden

Staatssekretär Lorek betonte auch die Vorteile für die Betroffenen und die Behörden: „Die Karte bietet innovative technische Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Begrenzung des Barabhebebetrags, einer Umzugsfunktion von einer Behörde zur neuen zuständigen Behörde oder die Sperrung der Karte bei Verlust, was ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet. Gleichzeitig steht den Geflüchteten damit ein modernes Zahlungsmittel zur Verfügung, mit welchem sie an einem sehr dichten Akzeptanzstellennetz mit Waren und Dienstleistungen versorgen können. Zudem legen wir großen Wert auf den Datenschutz. In diesem Bereich arbeiten wir eng mit den zuständigen Behörden zusammen, um die hohen Standards zu erfüllen.“

Behörden unterstützen Roll-out der Bezahlkarte

Staatssekretär Lorek fügte hinzu: „Dieses Projekt ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie durch Zusammenarbeit auf Landes- und Bundesebene innovative Lösungen geschaffen werden können, die allen zugutekommen. Ich freue mich, dass bereits zahlreiche Behörden signalisiert haben, den Roll-out zeitnah durchführen zu wollen. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind und breite Unterstützung auf allen Ebenen vorhanden ist.“

Das Regierungspräsidium Karlsruhe tätigte heute für das Land Baden-Württemberg den ersten Abruf von Bezahlkarten aus dem Rahmenvertrag mit dem Dienstleister secupay und wird gemeinsam mit diesem in den nächsten Wochen alle nötigen Vorbereitungen zur Ausgabe der ersten Bezahlkarten in einer Erstaufnahmeeinrichtung treffen.

Der Roll-out der Bezahlkarte soll sodann ab Dezember 2024 in den Erstaufnahmeeinrichtungen beginnen und ab Januar 2025 stufenweise in den unteren Aufnahmebehörden auf Ebene der Stadt- und Landkreise erfolgen. In den kommenden Wochen werden die beteiligten Behörden über den weiteren Ablauf und die nächsten Schritte umfassend informiert.

Weitere Meldungen

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal gewinnt den Regional Cup Tübingen

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Polizei mit BW-Wappen
Polizei

Neuer Studienjahrgang startet an der Hochschule für Polizei

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Verhaltene Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Bescheidübergabe am 31. März 2026
Wirtschaft

Land stärkt Automotive-Standort im Rems-Murr-Kreis

Euro-Banknoten
Haushalt

Ratingagenturen bestätigen Spitzenbewertungen für das Land

Fünf Exemplare der Publikation „Kabinettsausschuss für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung – Abschlussbericht“
Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung im Land weiter gestärkt

Hand hält Smartphone mit geöffneter MeinELSTER+-App, die eine vorausgefüllte Steuererklärung und Abgabe per Klick zeigt, im hellen Bürohintergrund.
Steuern

Anmeldestart für Steuererklärung mit einem Klick

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Straßenbau

500 Millionen Euro für Straßenerhalt im Land

von links nach rechts: Herr Knödler von der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall, Justizministerin Marion Gentges und Herr Mack von der Justizvollzugsanstalt Heimsheim
Justiz

108 neue Justizvollzugsbeamte im Land

Bauarbeiter laufen in Stuttgart an Neubauten der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) vorbei. (Foto: © dpa)
Wohnraumförderung

Bau von 3.367 Sozialwohnungen bewilligt

Landtag, Plenarsaal von oben
Landtagswahl

Endgültiges Ergebnis der Landtagswahl 2026

Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Polizei

Verstärkung für die Polizei nach erfolgreichem Studienabschluss